Rekorde, Rekorde, Rekorde: 13. Black Forest Ultra Bike Marathon ist im Ziel!

bergleben.de am 21.06.2010 - 09:56 Uhr
Rekorde, Rekorde, Rekorde: 13. Black Forest Ultra Bike Marathon ist im Ziel!
Ob es am Ende doch mit der "mystischen" Zahl 13 zusammenhing? Jedenfalls lieferte die 13. Auflage des Black Forest Ultra Bike Marathon jede Menge neue Rekorde!

Höchst- und Tiefstwerte überall
Erster Rekord: noch nie zuvor hatten sich im Vorfeld so viele Sportler zum größten Mountainbike-Marathon in Mitteleuropa angemeldet. Genau 5.169. Zweiter Rekord: noch nie zuvor mussten deshalb einzelne Strecken "dicht gemacht" werden. Für den Marathon und den Short-Track hieß es bereits einige Tage vor dem Rennen "nichts geht mehr!" Dritter Rekord: noch nie zuvor sind so viele Biker auch an den Start gegangen: 4.774 – absolut neue Bestmarke. Vierter Rekord: noch nie zuvor hat es die Tage davor so viel geregnet wie dieses Mal – und mit neun Grad (in Kirchzarten) sowie fünf Grad (in Hinterzarten) war es noch nie so kalt. Schließlich gab es auch drei sportliche Höchstleistungen: der Freiburger Tim Böhme unterbot auf der Marathondistanz die bisherige Bestzeit um rund eineinhalb Minuten – setzte mit 2.56,48 Stunden einen neuen Rekord. Im Short-Track wurden beide bestehende Bestmarken „geknackt“. Julian Schelb verbesserte seine eigene bislang schnellste Zeit noch einmal auf jetzt 1.20,17 Stunden; Alexandra Engen war sogar fast sechs Minuten schneller. Ihre neue Duftnote: 1.29,45 Stunden.

Viel los im Schwarzwald
Absolut rekordverdächtig war auch das Rahmenprogramm 2010: denn gleich drei „warm ups“ stimmten dieses Mal auf das große Rennen ein. Los ging es bereits am Donnerstag mit einer „wildökologischen“ Bike Tour. Dabei ging es darum, die Sportler für das Beziehungsgefüge zwischen Mensch und Wildtier zu sensibilisieren, den Respekt vor der Natur zu vermitteln. Tags drauf zeigten nationale "Größen" des Mountainbikesports im Innerort von Kirchzarten beim Six-Pack-Race, wie man auf dem Bike am schnellsten durch einen engen, spektakulären Stadtkurs kurvt. Zwischendrin durften sich 64 Teilnehmer, die bereits zum zehnten Mal beim Ultra Bike mit dabei sind, ihren verdienten Applaus samt Pokal abholen. Der Samstag stand dann wie immer ganz im Zeichen des Nachwuchses: 421 Kinder und Jugendliche kämpften sich nicht nur bravourös durch den Dauerregen, sondern auch um Titel beim Kids-Cup sowie den BDR Nachwuchsbundesligarennen.


Helden auch aus der Region
Der Renntag begann dann mit einer spektakulären Neuerung: Jede Startgruppe wurde mit dem eigens aufgelegten Ultra Bike-Song „Es ist Zeit“ so richtig auf Betriebstemperatur gebracht und auf die Strecke geschickt. „Lasst uns diesen Weg fahren, wir sind kleine Helden!“ dröhnte es durch die Lautsprecherboxen. Kleine Helden waren sie an diesem Tag also alle, die nach dem Höllenritt durch den Südschwarzwald ins Kirchzartener Sportstadion eingerollt sind. Galt doch auf allen vier Strecken das altbekannte Motto: „Keine Gnade für die Wade!“ Große Helden waren die, die ganz besonders schnell in die Pedale getreten haben. Aus regionaler Sicht gab es dabei gleich drei! Denn auf den insgesamt 24 Podestplätzen standen sage und schreibe acht Athleten aus der unmittelbaren Region – drei davon sogar ganz oben.

Sundstedt und Huber Ultra-Sieger
Die Wahlfreiburgerin Pia Sundstedt dominierte die Ultra-Distanz (116 km / 3.150 Höhenmeter). Nach 4.59,35 Stunden fuhr die Finnin als Erste über die Ziellinie – und ließ damit Olympiasiegerin Sabine Spitz aus Murg/Niederhof (5.20,39 h) über 21 Minuten hinter sich. Rang drei ging an die Murgerin Annette Griner (5.26,37 h). Bei den Herren konnte Mike Felderer seinen Vorjahreserfolg nicht wiederholen. Der Italiener verlor den packenden Zielsprint gegen den Schweizer Urs Huber. Der Sieger von 2008 hatte nach 4.24,38 Stunden sein Vorderrad um Haaresbreite vorne. Dritter wurde Hubers Landsmann Andreas Kugler (4.24,58 h). Auch auf der klassischen Marathon-Distanz (77 km / 2.000 Höhenmeter) gab es einen Freiburger Sieg. Tim Böhme gewann – dazu eben noch in neuer Rekordzeit – nach 2.56,48 Stunden, vor dem Schweizer Konny Looser (3.01,41 h) und Matthias Pfrommer aus Calw (3.02.20). Bei den Damen setzte sich Kristine Norgaard souverän durch. Die Dänin benötigte nur 3.36,40 Stunden. Zweite und Dritte wurden die beiden Freiburgerinnen Tatjana Dold (3.42,53 h) und Bettina Uhlig (3.46,28 h).

Podestplatzierungen auf den Kurzdistanzen
Die jeweils drei Erstplatzierten im Power-Track (88 km / 2.300 Höhenmeter) lauten: Markus Kaufmann (Meckenbeuren, 3.15,29 Stunden) vor Heiko Gutmann (Münstertal, 3.17.15 h) und Daniel Eiermann (Freiburg, 3.20,29 h) sowie Milena Landtwing (Schweiz, 3.40,40 Stunden) vor Anna-Sofie Norgaard (Dänemark, 3.47,37 h) und Miriam Kettenring (Heltersberg, 3.59,53 h). Im Short-Track (43 km / 900 Höhenmeter) heißen die jeweiligen drei Ersten: Julian Schelb (Münstertal, 1.20,17 Stunden), Marcel Fleschhut (Freiburg, 1.20,37 h) und Felix Euteneuer (Deutschland, 1.20,43 h) sowie Alexandra Engen (Schweden, 1.29,45 Stunden), vor Birgit Söllner (Nürnberg, 1.30,50 h) und Helen Grobert (Remetschwiel, 1.31,36 h).

Weitere Informationen: www.ultra-bike.de
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