Wer auf Wandertour gehen will, der braucht einen Rucksack. Essen, Trinken, Notfallausrüstung, Wanderführer, Kamera, Stöcke, Ersatzklamotten - je nach Tour kann da schon einiges an Ausrüstung zusammenkommen, auch wenn man nur eine Tagestour unternimmt. Damit die Tour keine Qual wird und man nicht ständig an seinem Rucksack rumhantiert, um das Tragen im wahrsten Sinne des Wortes halbwegs erträglich zu machen, wurden Rucksäcke in den letzten Jahren fast schon perfektioniert. Viel lässt sich wohl tatsächlich nicht mehr verbessern, vor allem bei den Top-Herstellern der Wanderszene hat man das Produkt Wanderrucksack mittlerweile so gut gemacht, dass auch wir bei unserem diesjährigen Wanderrucksacktest Mühe hatte, echte Schwächen herauszufinden. Kein Modell enttäuschte auf ganzer Linie, doch einige stechen immer noch heraus aus der Masse an Rucksäcken, die jede Saison in den Fachgeschäften erhältlich sind.

Unterschiedliche Bauweisen und Konzepte

Der Rucksack wurde auch vor dieser Wandersaison 2014 nicht neu erfunden, das wird er wahrscheinlich nie mehr. Das grundsätzliche Tragekonzept mit Hüftgurt, der den Großteil der Last aufnehmen soll, und Schultergurten bleibt bestehen. Doch in den Features unterscheiden sich die Modelle in unserem Test doch merklich. Schnallen, Belüftung des Rückens, Tragekomfort, Materialschlaufen, Regenhülle, Konstruktion der Taschen, Zugriffsmöglichkeiten auf den Inhalt, Ergonomie, und und und ... Während die einen die hohen Anforderungen der Kunden bereits umgesetzt haben, sind andere noch auf dem Stand von vor fünf Jahren oder haben Neuerungen im Tragesystem an sich vorübergehen lassen. Zwar kann man mit jedem Testrucksack ohne Probleme eine Tagestour unternehmen, doch gelingt dies eben mit dem einen komfortabler, kraftsparender und entspannter als mit dem anderen. Während die einen auf wenig Gewicht und sparsame Ausstattung setzten, wollen andere mit ausgeklügelten Tragesystemen überzeugen und setzen vor allem auf Stabilität, die Möglichkeit zur großen Lastaufnahme und Belüftung durch Netzstoffe sowie Alurahmen-Integrationen. Mehr zu den Eigenheiten der Modelle lest ihr wie immer auf den Seiten der einzelnen Produkten. Dort nehmen wir nicht nur Bewertungen vor, sondern erklären ausführlich, für welchen Zweck welcher Rucksack am besten geeignet ist.

Die Wanderrucksäcke des Tests im Überblick

- Bergans Rondane 30L
- Deuter Futura 32
- Gregory Z 35
- Ortlieb Track 27
- Osprey Stratos 26
- Salewa Crest 28
- Tatonka Skill 30
- Vaude Brenta 30

Wie haben wir getestet?

Die Wanderrucksäcke wurden im April und Mai auf mehreren Touren rund um Kassel, an der Bergstraße und im Münsterland getestet. Die bergleben.de-Tester bewerteten, wie bereits angedeutet, Komfort, Platzangebot (Volumen), Features, Tragesystem, Lastkontrolle, Verarbeitung, Bedienung, Design und einige weitere Faktoren im Praxis-Einsatz. Zusätzlich unternahmen wir eine Volumen-Messung, um herauszufinden, ob die Hersteller bei der Volumengröße ihrer Modelle korrekte Angaben machen.

Wir wünschen euch viel Spaß beim Studieren unserer Testberichte - oben rechts findet ihr die Liste mit den Rucksäcken. Die bergleben.de-Redaktion wünscht euch allen eine schöne Wandersaison!

Übrigens: Wenn ihr auf euren Touren Gewicht sparen möchtet, wertvolle Tipps bekommt ihr in diesem Artikel!