Eurobike Friedrichshafen: Accessoires machen das Rad erst rund

bergleben.de am 14.08.2009 - 10:03 Uhr
Eurobike Friedrichshafen
Oft machen die Details den Unterschied. So auch bei einer Radtour: Die Fahrradtechnik kann noch so perfekt sein, doch Frust ist vorprogrammiert, wenn der Helm drückt oder die Orientierung zum unverhofften Abenteuer wird. Dabei werden auf der 18. EUROBIKE vom 2. bis 5. September 2009, wieder viele neue Accessoires vorgestellt, die solcherlei Ärgernissen wirksam vorbeugen. Und manchmal kann das richtige Zubehör sogar Leben retten.

Ein Hauch von Nichts
Das Tragen eines Fahrradhelms, sollte beim Radfahren eigentlich inzwischen so selbstverständlich sein, wie das Anlegen des Sicherheitsgurts im Auto. Und mit der neuesten Modellgeneration haben radfahrende Helmmuffel eigentlich auch keine Argumente mehr fürs Nichttragen, wie beispielsweise beim neuen Modell „Prolight“ des amerikanischen Helmpioniers Giro: Dessen Gewicht von gerade mal 175 Gramm trägt sich wie ein „Hauch von Nichts“. 25 große Belüftungsöffnungen sorgen selbst an warmen Tagen für ein frisches Klima unter der Helmschale. Keine Abstriche machen die neuen Modelle hingegen bei der Schutzwirkung: Natürlich erfüllt auch der leichte Luftikus sämtliche Sicherheitsnormen für Fahrradhelme.

Tourenplanung wird zum Kinderspiel
Kopfzerbrechen im übertragenen Sinn können hingegen durchaus Orientierungslosigkeit und häufiges Kartenlesen bei einer Fahrradtour bereiten. Dabei gibt es mit GPS-Geräten inzwischen auch für Biker Orientierungshilfe von oben, ohne die sich heute kaum noch ein Autofahrer aus der Garage wagen würde. Sie zeigen dem Radfahrer nicht nur wo’s langgeht, sondern auch dessen Geschwindigkeit und zurückgelegte Fahrdistanz sowie mitunter auch Herz- und Trittfrequenz. Auch die Tourenplanung wird mit GPS-Geräten immer mehr zum Kinderspiel: Kaum ein Radführer oder Tourenbericht erscheint heute noch, ohne dass dabei die Wegpunkte fix und fertig zum Download auf das GPS-Gerät angeboten werden. Marktführer Garmin zeigt auf der EUROBIKE beispielsweise die neue „Dakota“-Linie, die mit Touchscreen und kompakten Abmessungen auf dem Fahrradlenker im Fachhandel erhältlich sein wird. Interessant dürfte zudem auch ein Besuch am Stand von O-Synce sein: Der Newcomer im Markt der Sportelektronik hat die Premiere seines GPS-Geräts „Navi to Move“ angekündigt, das mit vielen fahrradspezifischen Funktionen in den Handel rollen soll.

Extra long
Elektronik ist der eine große Accessoire-Trend im Fahrradmarkt, Ergonomie der andere. Schon in den letzten Jahren haben die Aussteller auf der EUROBIKE zahlreiche Zubehör-Neuheiten vorgestellt, die ihren jeweiligen Zielgruppen quasi auf den Leib geschneidert waren. Dabei wurde oft insbesondere auch der Anatomie für Frauen besonderes Augenmerk geschenkt. Rucksackschneider Deuter hat nun auch ein Herz für große Männer entdeckt. 2010 kommt die Modell-Variante EL dazu – EL wie Extra Long: Biker ab 1,85 sollen hier den passenden Rucksack für ihren langen Rücken finden. Und weil lange Menschen auch größere Bekleidung tragen, passen in den Trans Alpine EL zwei Liter mehr Inhalt als in herkömmliche Bike-Rucksäcke. Generell gilt: Die Bevölkerung in Deutschland wird immer länger und das schlägt sich zunehmend auch in der Modellpolitik der Fahrradbranche nieder.

Das Jahr der Tasche
Ein weiterer Trend: Immer mehr Menschen nutzen das Fahrrad für den täglichen Weg zur Arbeit. Vor allem die Taschenindustrie fühlt sich hier herausgefordert, Produkte zu entwickeln, die einerseits chic sind, gleichzeitig aber einen hohen Nutzwert bieten. 2010 will der fränkische Taschenschneider Ortlieb nun auch in der City Sympathien gewinnen: Die neuen Modelle „Vario“, „Downtown“ und „Citybiker“ sind einerseits modisch attraktive Begleiter im Groß- und Kleinstadt-Dschungel, die sich bei Bedarf aber auch schnell und praktisch am Gepäckträger befestigen lassen. Dass die Taschen dabei ausgesprochen stabil sind und ihren Inhalt auch vor widrigen Wetterbedingungen schützen, ist Ehrensache. Ein noch weitgehend unbeschriebenes Blatt im Taschenmarkt ist hingegen Abus. Doch das Jahr 2010 hat der Schloss- und Helmspezialist für sich zum Jahr der Tasche erklärt. Wer die Neuheiten sieht, mag kaum glauben, dass es sich hier für den Anbieter um ein relativ neues Segment handelt. Egal ob bei Office-Taschen aus hochwertigen, funktionellen Leder-Imitaten, lässigen Kuriertaschen oder schicken Shoppern: Immer wird hohe Funktionalität mit optischen Reizen gepaart. Und noch ein bekannter Name macht in der Fahrradbranche zunehmend auch als Anbieter hochwertiger Taschen auf sich aufmerksam: Brooks, der ikonengleiche britische Hersteller unverwüstlicher Ledersättel, zeigt auf der EUROBIKE erstmals eine vollständige Kollektion an Reisegepäck für Radfahrer. Wer Brooks kennt, ahnt es schon: Vorlage für die Taschen waren Modelle aus dem 19. Jahrhundert, die von den Briten für 2010 mit wasserfester Baumwolle und robusten Lederverstärkungen auf funktionelle Art neu interpretiert werden.

Samstag ist Besuchertag
Die EUROBIKE findet von Mittwoch, 2. bis Samstag, 5. September 2009 statt. Während die ersten drei Messetage dem Fachpublikum vorbehalten sind, ist die EUROBIKE am Samstag, 5. September, auch für interessierte Verbraucher geöffnet.
Weitere Informationen unter: www.eurobike-show.de.
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