Makalu (8.485 Meter)

bergleben.de am 07.04.2009 - 15:42 Uhr
Makalu (8.485 Meter) © Ben Tubby
Der Makalu liegt 20 Kilometer östlich des Mount Everest an der Grenze zwischen Nepal und China und ist der fünfthöchste Berg der Erde. 8.485 Meter hoch ist der Makalu mit seinem formschönen Granitgipfel: Als markante Pyramide sieht man ihn von Darjeeling aus, wie ein wuchtiges Bergmassiv erscheint er vom Mount Everest.

Der große Schwarze
Auch der Name "Makalu" kommt, wie viele der Achttausenderbezeichnungen, aus dem Sanskrit. Maha Kala heißt auf deutsch "der große Schwarze", lange Zeit wurde er, da selbst aus Indien noch gut zu erkennen, von den Einheimischen als höchster Berg des Himalaya betrachtet.

Anspruchsvoller Achttausender
Der Makalu zählt nicht zu den "leichten" Achttausendern. Hohe technische und konditionelle Anforderungen sowie der lange Zustieg zum Basislager und die häufigen Wetterkapriolen sorgen dafür, dass er einer der weniger begangenen Himalayagipfel ist. Ein Blick in die Unfallstatistik enthüllt weiterhin, dass der Makalu einen der gefährlichsten Achttausender darstellt: Nur an der Annapurna und am K2 verunglücken prozentual mehr Alpinisten tödlich. Kommerzielle Expeditionen auf den Makalu gibt es daher nur wenige.

Erste Erkundungen
Obwohl nahe am Everest gelegen und damit schon früh im Fokus der Bergsteiger, wurde der Makalu erst 1954 erstmals erkundet. Eine neuseeländische Expedition unter der Leitung des späteren Everest-Erstbesteigers Edmund Hillary und eine amerikanische Expedition um Will Siri nahmen den Berg unter die Lupe. Den Neuseeländern gelang auf dieser Tour die Erstbesteigung des Baruntse (7.152 Meter) und des Pethangtse (6.710 Meter), am Makalu mussten sie auf etwa 7.000 Metern umkehren. Hillary sprach später von dem Berg als eines "der schwierigsten Probleme des Alpinismus". Die Amerikaner versuchten den Aufstieg über den äußerst schwierigen Südostgrat, auch sie mussten in einer Höhe von 6.700 Metern aufgeben.

Erstbesteigung 1955
Am weitesten kam im Oktober des gleichen Jahres eine französische Expedition, die auf etwa 7.800 Meter vordringen konnte - aufgrund von Stürmen und extremer Kälte jedoch umkehren musste. Ein Jahr darauf, im Frühling 1955, starteten die Franzosen unter der Leitung des Ausnahmealpinisten Jean Franco erneut zum Makalu. Die Expedition verlief sehr erfolgreich: Bei guten Verhältnissen standen Mitte Mai 1955 alle acht Expetitionsteilnehmer sowie der Sherpa Gyalzen Norbu auf dem Gipfel. Die Erstbesteigung feierten Lionel Terray und Jean Couzy, die am 15. Mai zuerst auf der Spitze des Makalu standen.

Simone Moro und Denis Urobko mit erster Winterbesteigung
Im Februar 2009 gelang dem Italiener Simone Moro zusammen mit dem Kasachen Denis Urobko die erste Winterbesteigung des Makalu. "Makalu ist keine Winter-Jungfrau mehr" triumphierte Moro damals über das Satellitentelefon. "Es war unglaublich anstrengend, sehr kalt und sehr windig", beschrieb der 41-Jährige die letzten Meter zum Gipfel.
1 2 3 4

Bilderserie Makalu

Weißer Rhododendron im Makalu Gebiet Träger am Makalu Sonnenuntergang am Gokyo Ri Sonnenuntergang am Gokyo Ri

ANZEIGE

Frage
Welche Art Kletterschuhe benutzt ihr?

ANZEIGE