Johanna Ernst ist Weltcup-Gesamtsiegerin des Jahres 2008
M2b Redaktion am 29.09.2008 - 10:25 Uhr
Es ist geschafft! Johanna Ernst (AUT) hat mit ihrem dritten Rang beim Weltcup der Vorstiegskletterer im Kletterzentrum Kimax im belgischen Puurs den größten Erfolg ihrer noch jungen Karriere perfekt gemacht. Die erst 15-jährige Birgitzerin sicherte sich vor dem letzten Weltcup Mitte November in Kranj frühzeitig den Gesamtweltcup und darf sich mit Recht als beste Vorstiegskletterin des Jahres 2008 bezeichnen.
Ernst souverän, starke Sloweninnen
Johanna Ernst ließ in Puurs nichts anbrennen. Ohne Nerven kletterte sie im Finale bis zur Wertung 52 und wurde nur von den Sloweninnen Markovic und Vidmar geschlagen, die beide einen Griff weiter als Ernst kamen. Vidmar siegte am Ende knapp vor ihrer Landsmännin aufgrund des besseren Halbfinalergebnisses. Der Österreicherin Ernst war es dort als einziger Starterin gelungen, die von Mathieu Dutray (FRA) und seinen Schraubern kreierte Route zu toppen - im Finale ging sie also als Letzte an den Start. Nach einer kurzen Wartezeit war klar: Platz drei für Ernst, über 100 Punkte Vorsprung in der Gesamtwertung und damit der sicherer Sieg im Gesamtweltcup 2008. Riesengroß war die Freude im österreichischen Team, das damit seine Vormachtsstellung im Kletter- und Bouldersport wieder einmal unterstreichen konnte.
Beim hervorragend organisierten Weltcup in Puurs blieben einige Favoritinnen bereits im Halbfinale auf der Strecke: Charlotte Durif (FRA) wurde nur 19., Nataljia Gros Zehnte. Und auch Jule Wurm, die sich mit Sicherheit mehr ausgerechnet hatte als den 24. Platz, schied im Halbfinale aus. Sie verzweifelte in der schweren Halbfinalroute nach kurzem Zögern im zweiten Versuch an einem langen Überkreuzgriff. Damit bleibt das beste Weltcup-Resultat der Dortmunderin der 13. Rang beim Boulder-Weltcup in Montauban im Juli.
Jule Wurms Halbfinalbegehung (mit freundlicher Genehmigung von Jonas Baumann)
Das Damenergebnis im Finale:
1. Vidmar Maja (SLO)
2. Markovic, Mina (SLO) 52+
3. Ernst, Johanna (AUT) 52
4. Ciavaldini, Caroline (FRA) 52
5. Noguchi, Akiyo (JPN) 50+
6. Shalagina, Olga (UKR) 49-
7. Anda Villanueva, Irati (ESP) 37-
8. Kim, Ja In (KOR) 28
Puigblanque siegt, Spannung in der Gesamtwertung
Bei den Herren ist die Saison an Spannung weiter kaum zu überbieten. In Puurs hatte Julian „Ramonet“ Puigblanque die beste Tagesform zu bieten und siegte knapp vor dem wieder einmal bärenstarken Tschechen Tomás Mrázek, der in der Gesamtwertung wieder die Führung übernahm. Dritter wurde Jorg Verhoeven (NED), der nun knapp hinter Mrázek liegt. Alle Chancen auf den Gesamtsieg verspielt hat Patxi Usobiaga Lakunza (ESP), der in Puurs Achter wurde und somit Mrázek nicht mehr gefährden kann. Die Zuschauer beim Weltcup-Finale in Kranj (SLO) dürfen Mitte November also einen spannenden Dreikampf um den Titel erwarten – Mrázek (351 Punkte) und Verhoeven (340 Punkte) können mit einem Sieg aus eigener Kraft Weltcup-Gesamtsieger werden, Puigblanque (321 Punkte) müsste bei einem Sieg hoffen, dass keiner der beiden Konkurrenten Zweiter wird.
Tauporn starker 15.
Von den deutschen Startern in Flandern erreichte lediglich der starke Thomas Tauporn das Halbfinale. Dort kämpfte sich „Shorty“ über schwierige Wandstrukturen nach oben, zeigte eine sehr ansprechende Leistung, bevor er schließlich mit der Wertung 41 von der Wand ging und am Ende 15. wurde. Die weiteren Deutschen belegten die Ränge 38 (Jan Hojer), 39 (Felix Neumärker) und 42 (Stefan Danker).
Thomas Tauporns Halbfinalbegehung (mit freundlicher Genehmigung von Jonas Baumann)
Das Herrenergebnis im Finale:
1. Puigblanque, Ramón (ESP) 48-
2. Mrázek, Tomás (CZE) 46-
3. Verhoeven, Jorg (NED) 41-
4. Lachat, Cédric (SUI) 37-
5. Kryukov, Valeriy (UKR) 37-
6. McColl, Sean (CAN) 35+
7. Becan, Klemen (SLO) 31-
8. Usobiaga Lakunza, Patxi (ESP) 25-
Nächstes Highlight: EM!
In weniger als drei Wochen steht für die Vorstiegskletterer die Europameisterschaft in Paris auf dem Programm. Alles rund um das Event, die Favoriten, Zeitplan und vieles mehr erfahren Sie in unserem Eventspecial .
Speed-Weltcup: Venezulaner schlägt Ostmacht
Der überraschende Sieger des in Puurs ausgetragenen Speed-Weltcups heißt Leonel de las Salas aus Venezuela. Er setzte sich im Wimpernschlagfinale in 16,17 Sekunden vor Evgeny Vaytsekhovsky durch, der nur acht Hundertstel später als Salas anschlug. Jonas Baumann verpasste als einziger deutscher Starter in einer Zeit von 28.08 Sekunden das Achtelfinale knapp.
Bei den Damen sprintete die Ukrainerin Svitlana Tuzhylina am schnellsten die Wand hoch und holte sich den Titel in Puurs. Zweite Anna Saulevich vor der im kleinen Finale siegreichen Olena Ryepko.
In den Gesamtwertungen führen vor dem noch ausstehenden Weltcup in Moskau Vaytsekhovsky und die Polin Edyta Ropek.
Bilder:
www.worldcuppuurs.com
Ernst souverän, starke Sloweninnen
Johanna Ernst ließ in Puurs nichts anbrennen. Ohne Nerven kletterte sie im Finale bis zur Wertung 52 und wurde nur von den Sloweninnen Markovic und Vidmar geschlagen, die beide einen Griff weiter als Ernst kamen. Vidmar siegte am Ende knapp vor ihrer Landsmännin aufgrund des besseren Halbfinalergebnisses. Der Österreicherin Ernst war es dort als einziger Starterin gelungen, die von Mathieu Dutray (FRA) und seinen Schraubern kreierte Route zu toppen - im Finale ging sie also als Letzte an den Start. Nach einer kurzen Wartezeit war klar: Platz drei für Ernst, über 100 Punkte Vorsprung in der Gesamtwertung und damit der sicherer Sieg im Gesamtweltcup 2008. Riesengroß war die Freude im österreichischen Team, das damit seine Vormachtsstellung im Kletter- und Bouldersport wieder einmal unterstreichen konnte.
Beim hervorragend organisierten Weltcup in Puurs blieben einige Favoritinnen bereits im Halbfinale auf der Strecke: Charlotte Durif (FRA) wurde nur 19., Nataljia Gros Zehnte. Und auch Jule Wurm, die sich mit Sicherheit mehr ausgerechnet hatte als den 24. Platz, schied im Halbfinale aus. Sie verzweifelte in der schweren Halbfinalroute nach kurzem Zögern im zweiten Versuch an einem langen Überkreuzgriff. Damit bleibt das beste Weltcup-Resultat der Dortmunderin der 13. Rang beim Boulder-Weltcup in Montauban im Juli.
Jule Wurms Halbfinalbegehung (mit freundlicher Genehmigung von Jonas Baumann)
Das Damenergebnis im Finale:
1. Vidmar Maja (SLO)
2. Markovic, Mina (SLO) 52+
3. Ernst, Johanna (AUT) 52
4. Ciavaldini, Caroline (FRA) 52
5. Noguchi, Akiyo (JPN) 50+
6. Shalagina, Olga (UKR) 49-
7. Anda Villanueva, Irati (ESP) 37-
8. Kim, Ja In (KOR) 28
Puigblanque siegt, Spannung in der Gesamtwertung
Bei den Herren ist die Saison an Spannung weiter kaum zu überbieten. In Puurs hatte Julian „Ramonet“ Puigblanque die beste Tagesform zu bieten und siegte knapp vor dem wieder einmal bärenstarken Tschechen Tomás Mrázek, der in der Gesamtwertung wieder die Führung übernahm. Dritter wurde Jorg Verhoeven (NED), der nun knapp hinter Mrázek liegt. Alle Chancen auf den Gesamtsieg verspielt hat Patxi Usobiaga Lakunza (ESP), der in Puurs Achter wurde und somit Mrázek nicht mehr gefährden kann. Die Zuschauer beim Weltcup-Finale in Kranj (SLO) dürfen Mitte November also einen spannenden Dreikampf um den Titel erwarten – Mrázek (351 Punkte) und Verhoeven (340 Punkte) können mit einem Sieg aus eigener Kraft Weltcup-Gesamtsieger werden, Puigblanque (321 Punkte) müsste bei einem Sieg hoffen, dass keiner der beiden Konkurrenten Zweiter wird.
Tauporn starker 15.
Von den deutschen Startern in Flandern erreichte lediglich der starke Thomas Tauporn das Halbfinale. Dort kämpfte sich „Shorty“ über schwierige Wandstrukturen nach oben, zeigte eine sehr ansprechende Leistung, bevor er schließlich mit der Wertung 41 von der Wand ging und am Ende 15. wurde. Die weiteren Deutschen belegten die Ränge 38 (Jan Hojer), 39 (Felix Neumärker) und 42 (Stefan Danker).
Thomas Tauporns Halbfinalbegehung (mit freundlicher Genehmigung von Jonas Baumann)
Das Herrenergebnis im Finale:
1. Puigblanque, Ramón (ESP) 48-
2. Mrázek, Tomás (CZE) 46-
3. Verhoeven, Jorg (NED) 41-
4. Lachat, Cédric (SUI) 37-
5. Kryukov, Valeriy (UKR) 37-
6. McColl, Sean (CAN) 35+
7. Becan, Klemen (SLO) 31-
8. Usobiaga Lakunza, Patxi (ESP) 25-
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Speed-Weltcup: Venezulaner schlägt Ostmacht
Der überraschende Sieger des in Puurs ausgetragenen Speed-Weltcups heißt Leonel de las Salas aus Venezuela. Er setzte sich im Wimpernschlagfinale in 16,17 Sekunden vor Evgeny Vaytsekhovsky durch, der nur acht Hundertstel später als Salas anschlug. Jonas Baumann verpasste als einziger deutscher Starter in einer Zeit von 28.08 Sekunden das Achtelfinale knapp.
Bei den Damen sprintete die Ukrainerin Svitlana Tuzhylina am schnellsten die Wand hoch und holte sich den Titel in Puurs. Zweite Anna Saulevich vor der im kleinen Finale siegreichen Olena Ryepko.
In den Gesamtwertungen führen vor dem noch ausstehenden Weltcup in Moskau Vaytsekhovsky und die Polin Edyta Ropek.
Bilder:
www.worldcuppuurs.com
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Fotoserie: Lead-Weltcup
Weiterführende Informationen:
| IFSC FLANDERS WORLDCUP PUURS |
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