Wurm Fünfte in Sheffield - Graftiaux und Ondra ganz oben
bergleben.de am 05.07.2010 - 12:56 Uhr
© Matthias Keller
Im Boulder-Weltcup geht es weiter Schlag auf Schlag. Nach dem Gastspiel in Eindhoven war nun Sheffield (GBR) Schauplatz eines weiteren Schlagabtauschs der Elite. Juliane Wurm verpasste dabei zwar diesmal das Siegerpodest, war als Fünfte aber wieder ganz vorne dabei.
Jule Wurm wieder stark - Stöhr patzt im Halbfinale
Bereits von Beginn an zeigte Jule auch in Sheffield, dass sie zu den Mitfavoritinnen auf höchster Ebene gehört. Mit vier geflashten Quali-Bouldern lag sie an der Spitze des Feldes, zusammen mit Akiyo Noguchi, Melissa Le Neve und Yulia Abramchuk. Und auch im Halbfinale war Jule dreimal erfolgreich und qualifizierte sich klar für das Finale. Knifflig war hier vor allem die vierte Prüfung. Die schaffte zwar die zuletzt siegreiche Österreicherin Anna Stöhr im dritten Anlauf, allerdings patzte sie beim dritten Boulder. Mit nur einem Flash verpasste die Mitfavoritin so das Finale als Neunte sehr knapp.
Graftiaux bouldert sich an die Spitze
Im Finale trennte sich dann die Spreu vom Weizen. Jule toppte zwei Boulder, brauchte dabei aber zu viele Versuche. Rang fünf belegt aber, dass sie in den Kreis der absoluten Weltspitze gehört. Stärker waren an diesem Tag vor allem die Belgierin Chloé Graftiaux, Alex Johnson aus den USA und die Japanerin Akiyo Noguchi. Alle drei knackten die vier Finalboulder, die Belgierin benötigte dafür aber nur sieben Versuche und sicherte sich nicht nur den Tagessieg sondern auch die Führung im Gesamtweltcup. Hier liegt Jule Wurm an fünfter Stelle.
Stefan Danker verpasst Finale denkbar knapp
Bei den Herren lief alles vor dem Wettkampf auf ein erneutes Duell zwischen Adam Ondra und Kilian Fischhuber hinaus. In der Quali setzen die beiden Ausnahmeboulderer sich auch klar durch, benötigten aber je einen Versuch mehr als die Besten. Ab dem Halbfinale dominierte dann aber der Tscheche den Wettbewerb, während 'Kili' ausschied. Ondra toppte drei von fünf Bouldern, Fischhuber nur einen. Als Zehnter war der Österreicher damit nicht im Finale. Noch härter traf es den besten Deutschen des Wettkampfes: Stefan Danker schaffte die gleiche Leistung wie Klemen Becan aus Slowenien, wurde aber wegen des schlechteren Quali-Ergebnisses auf Platz neun gewertet. Damit fand das Finale ohne deutsche Beteiligung statt. Matze Conrad hatte als 30. die Halbfinal-Qualifikation verpasst.
Jonas Baumann verletzt
Nicht teilnehme konnte in England Jonas Baumann. Der Wuppertaler war zwar mitgefahren, aber nur um seine Freundin Juliane Wurm und das DAV-Team anzufeuern. Baumann hatte sich gleich nach dem Weltcup in Eindhoven einer Schulteruntersuchung unterzogen, nachdem er nun bereits die ganze Saison immer wieder mit Schmerzen zu kämpfen gehabt hatte und deshalb im Wettkampf nicht in die Gänge gekommen war. Das Ergebnis war leider deutlich: Labrumeinriss, OP unausweichlich. Baumann wird nun möglichst bald unter das Messer kommen, damit er sich für die kommende Saison wieder gezielt vorbereiten kann.
Nur Lachat kann Ondra Paroli bieten
Im Kampf der besten acht fand Ondra dann einen würdigen Gegenspieler: Cédric Lachat aus der Schweiz meisterte alle vier der gestellten Probleme, benötigte dafür aber zwölf Versuche. Ondra flashte die ersten drei Boulder und sicherte sich so den Sieg in Sheffield. Platz drei ging an Mykhaylo Shalagin aus der Ukraine.
Vorfreude auf Finale in München
Vor dem abschließenden Boulder-Weltcup in München am 30. Juli 2010 kommt nun noch einmal Spannung in den Kampf um die Gesamtwertung. Bei den Damen liegen Graftiaux (424 Punkte), Anna Stöhr (405) und Noguchi (398) gut im Rennen. Bei den Herren verspielte Kilian Fischhuber viel von seinem Vorsprung. Er liegt nun nur noch 14 statt zuvor 80 Punkt in Front und wird in München um den Titel kämpfen müssen.
Mehr zum Boulder-Weltcup lest ihr in unserem Eventspecial "Weltcup Bouldern".
Jule Wurm wieder stark - Stöhr patzt im Halbfinale
Bereits von Beginn an zeigte Jule auch in Sheffield, dass sie zu den Mitfavoritinnen auf höchster Ebene gehört. Mit vier geflashten Quali-Bouldern lag sie an der Spitze des Feldes, zusammen mit Akiyo Noguchi, Melissa Le Neve und Yulia Abramchuk. Und auch im Halbfinale war Jule dreimal erfolgreich und qualifizierte sich klar für das Finale. Knifflig war hier vor allem die vierte Prüfung. Die schaffte zwar die zuletzt siegreiche Österreicherin Anna Stöhr im dritten Anlauf, allerdings patzte sie beim dritten Boulder. Mit nur einem Flash verpasste die Mitfavoritin so das Finale als Neunte sehr knapp.
Graftiaux bouldert sich an die Spitze
Im Finale trennte sich dann die Spreu vom Weizen. Jule toppte zwei Boulder, brauchte dabei aber zu viele Versuche. Rang fünf belegt aber, dass sie in den Kreis der absoluten Weltspitze gehört. Stärker waren an diesem Tag vor allem die Belgierin Chloé Graftiaux, Alex Johnson aus den USA und die Japanerin Akiyo Noguchi. Alle drei knackten die vier Finalboulder, die Belgierin benötigte dafür aber nur sieben Versuche und sicherte sich nicht nur den Tagessieg sondern auch die Führung im Gesamtweltcup. Hier liegt Jule Wurm an fünfter Stelle.
Stefan Danker verpasst Finale denkbar knapp
Bei den Herren lief alles vor dem Wettkampf auf ein erneutes Duell zwischen Adam Ondra und Kilian Fischhuber hinaus. In der Quali setzen die beiden Ausnahmeboulderer sich auch klar durch, benötigten aber je einen Versuch mehr als die Besten. Ab dem Halbfinale dominierte dann aber der Tscheche den Wettbewerb, während 'Kili' ausschied. Ondra toppte drei von fünf Bouldern, Fischhuber nur einen. Als Zehnter war der Österreicher damit nicht im Finale. Noch härter traf es den besten Deutschen des Wettkampfes: Stefan Danker schaffte die gleiche Leistung wie Klemen Becan aus Slowenien, wurde aber wegen des schlechteren Quali-Ergebnisses auf Platz neun gewertet. Damit fand das Finale ohne deutsche Beteiligung statt. Matze Conrad hatte als 30. die Halbfinal-Qualifikation verpasst.
Jonas Baumann verletzt
Nicht teilnehme konnte in England Jonas Baumann. Der Wuppertaler war zwar mitgefahren, aber nur um seine Freundin Juliane Wurm und das DAV-Team anzufeuern. Baumann hatte sich gleich nach dem Weltcup in Eindhoven einer Schulteruntersuchung unterzogen, nachdem er nun bereits die ganze Saison immer wieder mit Schmerzen zu kämpfen gehabt hatte und deshalb im Wettkampf nicht in die Gänge gekommen war. Das Ergebnis war leider deutlich: Labrumeinriss, OP unausweichlich. Baumann wird nun möglichst bald unter das Messer kommen, damit er sich für die kommende Saison wieder gezielt vorbereiten kann.
Nur Lachat kann Ondra Paroli bieten
Im Kampf der besten acht fand Ondra dann einen würdigen Gegenspieler: Cédric Lachat aus der Schweiz meisterte alle vier der gestellten Probleme, benötigte dafür aber zwölf Versuche. Ondra flashte die ersten drei Boulder und sicherte sich so den Sieg in Sheffield. Platz drei ging an Mykhaylo Shalagin aus der Ukraine.
Vorfreude auf Finale in München
Vor dem abschließenden Boulder-Weltcup in München am 30. Juli 2010 kommt nun noch einmal Spannung in den Kampf um die Gesamtwertung. Bei den Damen liegen Graftiaux (424 Punkte), Anna Stöhr (405) und Noguchi (398) gut im Rennen. Bei den Herren verspielte Kilian Fischhuber viel von seinem Vorsprung. Er liegt nun nur noch 14 statt zuvor 80 Punkt in Front und wird in München um den Titel kämpfen müssen.
Mehr zum Boulder-Weltcup lest ihr in unserem Eventspecial "Weltcup Bouldern".
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