Stöhr und Fischhuber gewinnen Finale beim Boulder-Weltcup dahoam
bergleben.de am 21.05.2012 - 11:50 Uhr
© Heiko Wilhelm
Österreichs Kletterasse haben auch beim Boulder-Weltcup auf Innsbrucker Boden gestochen: Weltmeisterin Anna Stöhr und Boulder-Rekordmann Kilian Fischhuber kürten sich in einem packenden Finale vor 3.500 begeisterten Kletterfans zu den Siegern der Premieren-Veranstaltung am Innsbrucker Marktplatz.
Für Österreich war es ein Kletterfest, wie man es sich spannender kaum hätte wünschen können: Nach überzeugenden Semifinal-Auftritten und dem Einzug von insgesamt vier heimischen Athleten in das große Finale sorgten die knifflig gesetzten Finalboulder für einen wahren Showdown im Herzen von Innsbruck. Bei den Herren gelang es nur Österreichs Kilian Fischhuber und dem Viertplatzierten nach der Qualifikation, Rustam Gelmanov (RUS), im Finale top zu klettern, insgesamt zwei Boulderprobleme blieben ungelöst. Den Grundstein für seinen Triumph setzte der Wahltiroler Fischhuber bereits im zweiten Boulder, den er als einziger der Finalisten lösen konnte. Die Kür zum Sieg beim ersten Innsbrucker Boulder-Weltcup folgte mit dem Flash bei Problem Nr. 3. Platz drei hinter Rustam Gelmanov ging an den Führenden nach dem Semifinale, Sean McColl aus Kanada, gefolgt von Lokalmatador Jakob Schubert, der sich von Rang fünf auf den vierten Gesamtrang verbessert. Das britische Duo Edward Feehally und Stewart Watson, dass sich überraschend in das Finale gebouldert hatte, landete auf den Rängen fünf und sechs. Kilian Fischhuber freute sich nach seinem Sieg: "Mein Ziel war es, mich im Finale noch einmal zu steigern und einen Sprung nach vorne machen zu können – und das hat perfekt geklappt. Es war ein hartes Finale. Ein großes Danke an das super Publikum, das uns alle nach oben gepusht hat!" In der Gesamtwertung des Boulder-Weltcups 2012 liegt nun Rustam Gelmanov (345 Punkte) klar vor Kilian Fischhuber (245 Punkte) und Jakob Schubert (209 Punkte).
Die deutschen Herren blieben beim Weltcup in Innsbruck wie schon mehrmals in dieser Saison etwas glücklos: Jonas Baumann verpasste wieder einmal, diesmal als Elfter, knapp das Finale. Stefan Danker musste sich nach zwei zehnten Plätzen in China und Slowenien mit Rang 23 in der Quali zufrieden geben - trotz vier geknackter Boulder war er im Halbfinale der besten 20 nicht dabei. Gleich Schicksal ereilte Mathias Conrad als 24., Peter Würth landete auf Rang 49.
Ebenso fulminant wie spannend präsentierte sich das Finale der Damen. Nach ihrer Führung in Qualifikation und Semifinale setzte Anna Stöhr ihren Durchmarsch auch im finalen Bewerb fort und lieferte sich mit Englands Jungstar Shauna Coxsey ein wahres Kopf-an-Kopf-Rennen: Beide Damen toppten alle vier Boulder-Probleme, schlussendlich entschied ein Versuch über die Plätze eins und zwei – Anna Stöhr hatte ihren ersten Saisonsieg in der Tasche, und das gleich vor heimischem Publikum! Platz drei ging an Frankreichs Melissa Le Neve, gefolgt von Alex Puccio aus den USA und Katharina Saurwein auf dem fünften Rang. Jain Kim aus Korea (Zweitplatzierte nach dem Halbfinale) beendete die Innsbrucker Weltcup-Premiere auf Rang sechs. "Ich bin einfach nur happy, es war eine so lässige Veranstaltung mit einem Wahnsinns-Publikum! Es macht einfach Riesenspaß hier in Innsbruck zu bouldern und ich hoffe auf eine Fortsetzung im nächsten Jahr," so Anna Stöhr nach dem Event. Auch OK-Chef Reini Scherer zog nach dem Weltcup im Inntal eine positive Bilanz: "Wir sind sehr zufrieden mit dem Verlauf dieser Premieren-Veranstaltung, vor allem auch Dank des Einsatzes unserer zahlreichen Helfer vor einem fantastischen Publikum. Ich denke, dass der Boulder-Weltcup hier in Innsbruck durchaus Potential hat, das zu werden, was Arco im Vorstieg ist. Und daran werden wir arbeiten."
Deutschlands beste Boulderin Juliane Wurm, 2010 bei der EM in Innsbruck Zweite und 2011 Vize-Weltmeisterin in Arco, will der Befreiungsschlag in diesem Jahr einfach nicht gelingen. Nach vier geknackten Bouldern in der Quali hatte Wurm im Halbfinale zwei Top-Griffe in der Hand, doch das reichte nicht für das Finale. Am Ende stand ein guter Rang zehn zu Buche, doch der angepeilte Sprung in das Finale blieb der Dortmunderin zum vierten Mal in diesem Jahr verwehrt. Mony Retschy verpasste als 21. das Halbfinale sehr knapp, Jana Müller und Isabell Leiner landeten auf den Rängen 36 und 37.
Alle Infos und News zum Boulder-Weltcup 2012 findet ihr in unserem Eventspecial.
Fischhuber triumphiert
Für Österreich war es ein Kletterfest, wie man es sich spannender kaum hätte wünschen können: Nach überzeugenden Semifinal-Auftritten und dem Einzug von insgesamt vier heimischen Athleten in das große Finale sorgten die knifflig gesetzten Finalboulder für einen wahren Showdown im Herzen von Innsbruck. Bei den Herren gelang es nur Österreichs Kilian Fischhuber und dem Viertplatzierten nach der Qualifikation, Rustam Gelmanov (RUS), im Finale top zu klettern, insgesamt zwei Boulderprobleme blieben ungelöst. Den Grundstein für seinen Triumph setzte der Wahltiroler Fischhuber bereits im zweiten Boulder, den er als einziger der Finalisten lösen konnte. Die Kür zum Sieg beim ersten Innsbrucker Boulder-Weltcup folgte mit dem Flash bei Problem Nr. 3. Platz drei hinter Rustam Gelmanov ging an den Führenden nach dem Semifinale, Sean McColl aus Kanada, gefolgt von Lokalmatador Jakob Schubert, der sich von Rang fünf auf den vierten Gesamtrang verbessert. Das britische Duo Edward Feehally und Stewart Watson, dass sich überraschend in das Finale gebouldert hatte, landete auf den Rängen fünf und sechs. Kilian Fischhuber freute sich nach seinem Sieg: "Mein Ziel war es, mich im Finale noch einmal zu steigern und einen Sprung nach vorne machen zu können – und das hat perfekt geklappt. Es war ein hartes Finale. Ein großes Danke an das super Publikum, das uns alle nach oben gepusht hat!" In der Gesamtwertung des Boulder-Weltcups 2012 liegt nun Rustam Gelmanov (345 Punkte) klar vor Kilian Fischhuber (245 Punkte) und Jakob Schubert (209 Punkte).
Baumann verpasst Top Ten
Die deutschen Herren blieben beim Weltcup in Innsbruck wie schon mehrmals in dieser Saison etwas glücklos: Jonas Baumann verpasste wieder einmal, diesmal als Elfter, knapp das Finale. Stefan Danker musste sich nach zwei zehnten Plätzen in China und Slowenien mit Rang 23 in der Quali zufrieden geben - trotz vier geknackter Boulder war er im Halbfinale der besten 20 nicht dabei. Gleich Schicksal ereilte Mathias Conrad als 24., Peter Würth landete auf Rang 49.
Weltmeisterliche Anna Stöhr
Ebenso fulminant wie spannend präsentierte sich das Finale der Damen. Nach ihrer Führung in Qualifikation und Semifinale setzte Anna Stöhr ihren Durchmarsch auch im finalen Bewerb fort und lieferte sich mit Englands Jungstar Shauna Coxsey ein wahres Kopf-an-Kopf-Rennen: Beide Damen toppten alle vier Boulder-Probleme, schlussendlich entschied ein Versuch über die Plätze eins und zwei – Anna Stöhr hatte ihren ersten Saisonsieg in der Tasche, und das gleich vor heimischem Publikum! Platz drei ging an Frankreichs Melissa Le Neve, gefolgt von Alex Puccio aus den USA und Katharina Saurwein auf dem fünften Rang. Jain Kim aus Korea (Zweitplatzierte nach dem Halbfinale) beendete die Innsbrucker Weltcup-Premiere auf Rang sechs. "Ich bin einfach nur happy, es war eine so lässige Veranstaltung mit einem Wahnsinns-Publikum! Es macht einfach Riesenspaß hier in Innsbruck zu bouldern und ich hoffe auf eine Fortsetzung im nächsten Jahr," so Anna Stöhr nach dem Event. Auch OK-Chef Reini Scherer zog nach dem Weltcup im Inntal eine positive Bilanz: "Wir sind sehr zufrieden mit dem Verlauf dieser Premieren-Veranstaltung, vor allem auch Dank des Einsatzes unserer zahlreichen Helfer vor einem fantastischen Publikum. Ich denke, dass der Boulder-Weltcup hier in Innsbruck durchaus Potential hat, das zu werden, was Arco im Vorstieg ist. Und daran werden wir arbeiten."
Wurm Zehnte, Retschy auf Rang 21
Deutschlands beste Boulderin Juliane Wurm, 2010 bei der EM in Innsbruck Zweite und 2011 Vize-Weltmeisterin in Arco, will der Befreiungsschlag in diesem Jahr einfach nicht gelingen. Nach vier geknackten Bouldern in der Quali hatte Wurm im Halbfinale zwei Top-Griffe in der Hand, doch das reichte nicht für das Finale. Am Ende stand ein guter Rang zehn zu Buche, doch der angepeilte Sprung in das Finale blieb der Dortmunderin zum vierten Mal in diesem Jahr verwehrt. Mony Retschy verpasste als 21. das Halbfinale sehr knapp, Jana Müller und Isabell Leiner landeten auf den Rängen 36 und 37.
Alle Infos und News zum Boulder-Weltcup 2012 findet ihr in unserem Eventspecial.
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01.06.2013 -
IFSC Boulder World Cup - Vail (USA) 2013
08.06.2013 -
IFSC Boulder World Cup - München (GER) 2013
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