OutDoor 2010: Kletterfirmen optimistisch für die Zukunft

bergleben.de am 31.05.2010 - 11:02 Uhr
OutDoor 2010: Kletterfirmen optimistisch für die Zukunft © www.outdoor-show.de
Klettern ist beliebt wie nie. Auch wenn es ein deutliches Süd-Nord-Gefälle gibt, was natürliche Klettergebiete angeht, ist der Sport bundesweit auf dem Vormarsch. Kletterhallen sowie Hoch- und Niedrigseilgärten erleben einen kaum für möglich gehaltenen Boom und haben dem einst gefährlichen Image des Kletterns ein Sicherheitsprädikat aufgedrückt. Entsprechend optimistisch sehen die Kletterfirmen, die sich auf der bald stattfindenden OutDoor-Messe in Friedrichshafen (15. bis 18. Juli 2010) präsentieren, die Zukunft.

Imagewandel für den Sport
Klettern erlebt in Deutschland – ebenso wie in den benachbarten Ländern – einen riesigen Schub und Imagewandel. Dabei nimmt nicht nur die Anzahl der "Klettergebiete" zu. "Klettern befindet sich auf der Entwicklung vom Sport einiger Spezialisten hin zum Breitensport", erklärt Klaus Wellmann, Geschäftsführer der Messe Friedrichshafen. "Statt als Risikosportart wird Klettern unterdessen als Funsport mit positiven körperlichen Auswirkungen gesehen."


Klettern als Schulsport
Vieles deutet darauf hin, dass Klettern nicht unbedingt ein neuer Trend, zumindest aber gesellschaftsfähig ist und gefördert wird. Immerhin findet sich Klettern als Schulsport auf den Lehrplänen der Kultusministerkonferenzen wider. Dort wird die "Verbesserung der Kraftausdauer der gesamten Skelettmuskulatur, der Beweglichkeit, der koordinativen und psychischen Fähigkeiten" ebenso hervorgehoben wie das Erlangen einer "realistischen Selbsteinschätzung (...), zu Selbstsicherheit und einem gesteigerten Selbstbewusstsein". Außerdem eigne sich Sportklettern zur "Schulung kooperativen Verhaltens", so der Fachlehrplan für den Differenzierten Sportunterricht des Bayerischen Staatsministeriums für Unterricht und Kultus.

Markt wächst
Auch wirtschaftlich dürfte Klettern und Kletterspaß eine Rolle bisher ungeahnten Ausmaßes haben. Äußeres Erkennungsmerkmal des Kletterbooms sind die Indoor-Kletteranlagen, die allerorts wie Pilze im Spätsommerwald aus dem Boden sprießen. In München-Thalkirchen steht die derzeit größte Kletterhalle der Welt. Mit einer Indoorkletterfläche von 3.750 qm sowie einem Außengelände mit einer Kletterfläche von weiteren 2.790 qm, fast 500 Routen in Schwierigkeitsgraden von 2 bis 10+ ist Thalkirchen ein wahrer Gigant. Bereits vor der Erweiterung der Anlage Ende 2009 konnte Thalkirchen täglich durchschnittlich etwa 500 Besucher zählen, also satte 182.000 Kletterer im Jahr.

Hallen, Hochseilparks, Slacklinining
Insgesamt schätzt man, dass es in Deutschland etwa 300 kommerzielle Kletterhallen gibt, neben unzähligen Betriebs-, Vereins- oder Schulanlagen. Hinzu kommen eine ebenso hohe Zahl von Hoch- und Niedrigseilgärten, die auch zum Klettern und Balancieren animieren und gerne auch von Klassen und Gruppen zu Teambildungsprozessen und –erlebnissen besucht werden. Und auch das Slacklining, das Balancieren auf einem straff gespannten, wippenden Band, sieht man immer mehr in Parks und Anlagen.

Themenschwerpunkt auf der OutDoor-Messe
Optimistisch geben sich die Kletterbekleidungs- und Kletterausrüstungshersteller auf der internationalen Fachmesse OutDoor in Friedrichshafen. Zu Beginn des zweiten Jahrzehnts im 21. Jahrhundert ist Klettern so beliebt wie nie, hat ein positives Image – und es lässt sich Geld damit verdienen. Auf der OutDoor bilden die Kletterfirmen den Themenschwerpunkt mit Boulderblock, Slacklines, Hochseilgartenelementen und Kletterwand. An dieser wird 2010 erneut OutDoor Speed Cup ausgetragen. Weitere Informationen findet ihr unter www.outdoor-show.com.

Quelle: PM OutDoor Friedrichshafen

Verwandte Artikel

ANZEIGE

ANZEIGE