Neuer Spanien-Trip der Jung-Brothers: Erstbegehung von "Leche caliente" (11-)
Daniel Jung am 02.02.2010 - 10:04 Uhr
© Markus Jung
Über Weihnachten und Silvester ließ es sich Daniel Jung nicht nehmen, die freien Tage zum Klettern mit seinem Bruder Markus und Freunden in Spanien zu verbringen. Hier erzählt er von seinen Erlebnissen...
Von der Uni an den Fels
"Den Freitag vor Weihnachten ging es los. Direkt nach der Uni in die Pfalz und von dort mit ein paar Freunden weiter bis nach Santa Linya. Samstag morgen um 11 Uhr waren wir endlich da, pünklich zum klettern.
Nach eine paar Versuchen und etwas Glück mit dem Wetter konnten Markus und ich "Blomu" klettern, mit 11-/11 aber eher leicht für den Grad. Wie es sich für eine schöne Route gehört war der letzte Zug der schwerste, ein weiter Schnapper auf einen Aufleger. Nach drei Anläufen von unten durfte ich den Aufleger schon streicheln und nach zwei weiteren Versuchen bin ich endlich hängen geblieben. Leider hat es schon an unserem dritten Tag angefangen zu schneien. Die Tage danach hat es geregnet und die Auswahl an trockenen Routen wurde von Tag zu Tag weniger. So mussten wir dann nach Siurana flüchten.
In Siurana war besseres Wetter! Vor zwei Jahren hatte mir Toni ein Projekt empfohlen, eine kurze Boulder-Route die von Christian "Pinky" Winklmaier eingebohrt wurde. Christian war zufällig wieder in Siurana und hat mir netterweise sein Projekt genau erlärt. Am Einstieg geht es direkt knackig los, man muss ein paar Untergriffe und kleine Leisten weit durchziehen. Die Crux ist es, ein etwas größeres Rollsplittkörnchen gut aufzustellen und dann zielsicher mit der anderen Hand weit rauf in einen Sloperschlitz zu treffen. Nach zwei Versuchen und langem Auschecken konnte ich "Leche caliente" 11- im 3. Versuch durchsteigen und erstbegehen. Leche caliente heißt nämlich nicht nur "heiße Milch", sondern auch "Ohrfeige", wie ich bei einer Bestellung in der Campingbar feststellen durfte. Es ist somit ein passender Name für eine Route,in der man auf einen Sloper schlagen muss.
An dem Tag als wir nach Hause fahren wollten, fing es ordentlich an zu schneien. Die Straße runter nach Cornudellar war nicht mehr passierbar und wir mussten auf die Schneepflüge warten. Von denen gab es genau zwei in der Region. Es waren 50 Straßen gesperrt und elf Ortschaften waren ohne Strom. Am Campingplatz hatten wir zum Glück noch Strom, daher waren die Schneepflüge erstmal woanders unterwegs... Klettern war bei 60cm Schnee auch nicht drin und so musste der ganze Campingplatz mit anpacken und die Autos ausgraben. Bis Sonntag Nachmittag mussten wir noch auf die Räumung warten, weil einer der Schneepflüge überlastet, der andere eine Böschung hinabgerutscht war. Als die Straße dann endlich frei war, fuhren wir direkt Richtung Deutschland und ich bin pünktlich um 10:00 Uhr zur Uni in Siegen angekommen."
Von der Uni an den Fels
"Den Freitag vor Weihnachten ging es los. Direkt nach der Uni in die Pfalz und von dort mit ein paar Freunden weiter bis nach Santa Linya. Samstag morgen um 11 Uhr waren wir endlich da, pünklich zum klettern.
Nach eine paar Versuchen und etwas Glück mit dem Wetter konnten Markus und ich "Blomu" klettern, mit 11-/11 aber eher leicht für den Grad. Wie es sich für eine schöne Route gehört war der letzte Zug der schwerste, ein weiter Schnapper auf einen Aufleger. Nach drei Anläufen von unten durfte ich den Aufleger schon streicheln und nach zwei weiteren Versuchen bin ich endlich hängen geblieben. Leider hat es schon an unserem dritten Tag angefangen zu schneien. Die Tage danach hat es geregnet und die Auswahl an trockenen Routen wurde von Tag zu Tag weniger. So mussten wir dann nach Siurana flüchten.
In Siurana war besseres Wetter! Vor zwei Jahren hatte mir Toni ein Projekt empfohlen, eine kurze Boulder-Route die von Christian "Pinky" Winklmaier eingebohrt wurde. Christian war zufällig wieder in Siurana und hat mir netterweise sein Projekt genau erlärt. Am Einstieg geht es direkt knackig los, man muss ein paar Untergriffe und kleine Leisten weit durchziehen. Die Crux ist es, ein etwas größeres Rollsplittkörnchen gut aufzustellen und dann zielsicher mit der anderen Hand weit rauf in einen Sloperschlitz zu treffen. Nach zwei Versuchen und langem Auschecken konnte ich "Leche caliente" 11- im 3. Versuch durchsteigen und erstbegehen. Leche caliente heißt nämlich nicht nur "heiße Milch", sondern auch "Ohrfeige", wie ich bei einer Bestellung in der Campingbar feststellen durfte. Es ist somit ein passender Name für eine Route,in der man auf einen Sloper schlagen muss.
An dem Tag als wir nach Hause fahren wollten, fing es ordentlich an zu schneien. Die Straße runter nach Cornudellar war nicht mehr passierbar und wir mussten auf die Schneepflüge warten. Von denen gab es genau zwei in der Region. Es waren 50 Straßen gesperrt und elf Ortschaften waren ohne Strom. Am Campingplatz hatten wir zum Glück noch Strom, daher waren die Schneepflüge erstmal woanders unterwegs... Klettern war bei 60cm Schnee auch nicht drin und so musste der ganze Campingplatz mit anpacken und die Autos ausgraben. Bis Sonntag Nachmittag mussten wir noch auf die Räumung warten, weil einer der Schneepflüge überlastet, der andere eine Böschung hinabgerutscht war. Als die Straße dann endlich frei war, fuhren wir direkt Richtung Deutschland und ich bin pünktlich um 10:00 Uhr zur Uni in Siegen angekommen."
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