Stefan Glowacz in Patagonien: Royal Flush beim Pokerspiel am Fitz Roy?
bergleben.de am 13.11.2009 - 14:56 Uhr
© Stefan Glowacz
Was die Höhe im Himalaja darstellt, ist das unberechenbare Wetter in Patagonien. Die meist starken und unvorhersehbaren Stürme machen die Begehung des 3.406 Meter hohen Cerro Fitz Roy in den argentinisch-chilenischen Anden zu einer riskanten Pokerpartie. Ein Spiel, für das sich Stefan Glowacz, Horacio Gratton und Klaus Fengler bereit fühlen und welches sie am 27. November 2009 beginnen wollen.
Das Ziel
Es sind unbestritten die gigantischen Höhen, welche Extremsportlern im Himalaja ihre Grenzen aufzeigen. In Patagonien haben dagegen die unberechenbaren Wetterverhältnisse schon vielen erfahrenen Kletterern ein Erreichen des Gipfels verwehrt. Vom Atlantik kommend prallen Sturmböen mit einer Geschwindigkeit von bis zu 200 km/h auf die Felswände. Dabei entsteht eine Kraft, die in der Lage ist Kletterer senkrecht in die Höhe zu schleudern. Das gefährliche ist die Unbeständigkeit der Witterungslage - blitzartige Umschwünge von strahlendem Sonnenschein zu einem eisigen Inferno sind keine Seltenheit.
Riskantes Pokerspiel
Statistiken zeigen, dass den Alpinisten durchschnittlich nur zwei bis drei Tage Zeit bleiben, bevor die Stürme zurückkehren und erneut für Tage, Wochen oder sogar Monate wüten. Dies macht den Cerro Fitz Roy weltweit zu einem der härtesten und schwersten Berge, seine Besteigung zu einem riskanten Pokerspiel, das viele der besten Kletterer mindestens einmal im Leben gespielt haben sollten. Seitdem 1952 die zwei französischen Kletterer Lionel Terray und Guido Magnone als Erste den Gipfel des Cerro Fitz Roys erreicht haben, zählt er zu den bedeutsamsten Herausforderungen. Im Jahr 1995 erfüllten sich die zwei Deutschen Kurt Albert und Bernd Arnold einen Traum, den jeder Alpinist kennt: Sie eröffneten eine neue Route am Fitz Roy, die sie auf den Namen Royal Flush tauften. Mit der Begehung über die 1.400 Meter hohe Ostwand wurde eine
neue Dimension des Freeclimbings in Südamerika eingeläutet: 40 Seillängen bis zum neunten Schwierigkeitsgrad werden benötigt, um den Gipfel zu erreichen.
In 35 Stunden 1400 Meter Granit bezwingen
Eine Route, die noch von keinem Kletterer nonstop in einem einzigen Anlauf bezwungen werden konnte. Doch genau dies ist das Ziel von Stefan Glowacz und Horacio Gratton. Zusammen mit dem Fotograf Klaus Fengler planen die zwei Abenteurer eine Speedbegehung des Cerro Fitz Roys. Um möglichst leicht und schnell zu bleiben, verzichtet das Team auf Biwakund Schlafsäcke, Gaskocher und Essen. Einzig Energieriegel und -drinks sowie Ersatzbatterien für die Stirnlampen, die ein gesichertes Weiterkommen während der Nacht gewährleisten sollen, werden mitgenommen. Diese Vorgehensweise ist nötig, um ihr Vorhaben realisieren zu können, in nur 35 Stunden die 1.400 Meter lange Granitwand zunächst zu durchsteigen und sich wieder über die gleiche Route abzuseilen.
Am 27. November 2009 werden Stefan Glowacz und Klaus Fengler nach El Chaltén, einem kleinen Dorf am Fuße des Cerro Fitz Roys und Cerro Torres im Süden Argentiniens reisen, um ihren Teampartner Horacio Gratton zu treffen. Dort beginnt ihre Expedition. Nicht mehr als vier Wochen planen die Extremsportler für die erfolgreiche Umsetzung ihres Projektes – ihren ganz persönlichen Royal Flush.
Das Ziel
Es sind unbestritten die gigantischen Höhen, welche Extremsportlern im Himalaja ihre Grenzen aufzeigen. In Patagonien haben dagegen die unberechenbaren Wetterverhältnisse schon vielen erfahrenen Kletterern ein Erreichen des Gipfels verwehrt. Vom Atlantik kommend prallen Sturmböen mit einer Geschwindigkeit von bis zu 200 km/h auf die Felswände. Dabei entsteht eine Kraft, die in der Lage ist Kletterer senkrecht in die Höhe zu schleudern. Das gefährliche ist die Unbeständigkeit der Witterungslage - blitzartige Umschwünge von strahlendem Sonnenschein zu einem eisigen Inferno sind keine Seltenheit.
Riskantes Pokerspiel
Statistiken zeigen, dass den Alpinisten durchschnittlich nur zwei bis drei Tage Zeit bleiben, bevor die Stürme zurückkehren und erneut für Tage, Wochen oder sogar Monate wüten. Dies macht den Cerro Fitz Roy weltweit zu einem der härtesten und schwersten Berge, seine Besteigung zu einem riskanten Pokerspiel, das viele der besten Kletterer mindestens einmal im Leben gespielt haben sollten. Seitdem 1952 die zwei französischen Kletterer Lionel Terray und Guido Magnone als Erste den Gipfel des Cerro Fitz Roys erreicht haben, zählt er zu den bedeutsamsten Herausforderungen. Im Jahr 1995 erfüllten sich die zwei Deutschen Kurt Albert und Bernd Arnold einen Traum, den jeder Alpinist kennt: Sie eröffneten eine neue Route am Fitz Roy, die sie auf den Namen Royal Flush tauften. Mit der Begehung über die 1.400 Meter hohe Ostwand wurde eine
neue Dimension des Freeclimbings in Südamerika eingeläutet: 40 Seillängen bis zum neunten Schwierigkeitsgrad werden benötigt, um den Gipfel zu erreichen.
In 35 Stunden 1400 Meter Granit bezwingen
Eine Route, die noch von keinem Kletterer nonstop in einem einzigen Anlauf bezwungen werden konnte. Doch genau dies ist das Ziel von Stefan Glowacz und Horacio Gratton. Zusammen mit dem Fotograf Klaus Fengler planen die zwei Abenteurer eine Speedbegehung des Cerro Fitz Roys. Um möglichst leicht und schnell zu bleiben, verzichtet das Team auf Biwakund Schlafsäcke, Gaskocher und Essen. Einzig Energieriegel und -drinks sowie Ersatzbatterien für die Stirnlampen, die ein gesichertes Weiterkommen während der Nacht gewährleisten sollen, werden mitgenommen. Diese Vorgehensweise ist nötig, um ihr Vorhaben realisieren zu können, in nur 35 Stunden die 1.400 Meter lange Granitwand zunächst zu durchsteigen und sich wieder über die gleiche Route abzuseilen.
Am 27. November 2009 werden Stefan Glowacz und Klaus Fengler nach El Chaltén, einem kleinen Dorf am Fuße des Cerro Fitz Roys und Cerro Torres im Süden Argentiniens reisen, um ihren Teampartner Horacio Gratton zu treffen. Dort beginnt ihre Expedition. Nicht mehr als vier Wochen planen die Extremsportler für die erfolgreiche Umsetzung ihres Projektes – ihren ganz persönlichen Royal Flush.
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