Weg zum Cerro Torre bleibt versperrt: David Lama kämpft mit patagonischem Wetter
bergleben.de am 01.02.2010 - 07:12 Uhr
© flickr_rogoyski
Wie ein Turm über eine Burg ragt der Cerro Torre (span. Turm-Berg) aus der Landmasse Patagoniens im Süden von Argentinien in den Himmel. Es ist einer der schönsten Berge der Welt, aber auch einer der am schwierigsten zu bewältigenden - vor allem wegen der Kälte und den unberechenbaren Wetterumschwüngen. David Lama und Daniel Steuerer (AUT) wollen aber nicht nur den Gipfel erreichen: Seit fast zwei Monaten sind die beiden Kletterer am etwa 3.100 Meter hohen Granitklumpen, um dem Cerro Torre in der "Kompressorroute" die erste freie Begehung zu verpassen. Doch das Wetter spielt derzeit nicht mit.
Schlechtes Wetter lässt keine Versuche zu
Fast genau einen Monat ist es her, als der letzte ernsthafte Versuch gestartet wurde. Seitdem ist das Wetter schlecht, vor allem der starke Wind macht den beiden zu schaffen und ein Klettern am Torre unmöglich. Wie auf Davids Website berichtet wird, sind die Top-Kletterer aber keineswegs untätig: "Neben dem Fischen mit Toni Ponholzer und seinen Kletterpartnern und dem Slacklinen über dem Chorillo de Salto – einem 50m hohen Wasserfall - bleibt uns auch genügend Zeit zum Bouldern und Seilklettern. Vor rund einer Woche gelang Daniel und mir die Erstbegehung einer fünf Seillängenroute in der Nähe von El Chalten, die aufgrund des brüchigen Felsens jedoch alles andere als empfehlenswert ist. Ein anderes Projekt, das ich aber noch nicht klettern konnte ist eine rund 15m hohe Route, die nur mit ein paar Friends und Klemmkeilen abgesichert ist", so David auf www.david-lama.com.
Motivation bleibt schwer
"Bei dem schlechten Wetter hier ist es natürlich schwer die Motivation nicht zu verlieren, aber Daniel und ich wissen, dass wenn wir drei oder vier Tage gutes Wetter bekommen und die Verhältnisse in der Wand passen, alles möglich ist. Ich habe heute das erste Mal seit rund einem Monat den Torre wieder gesehen und er war komplett weiß, aber am Donnerstag könnte wieder ein Wetterfenster kommen, das sehr vielversprechend aussieht", liest man auf Davids Website.
Der Cerro Torre - ein mythischer Berg
Der Cerro Torre liegt etwa 50 Kilometer nördlich des bekannten Nationalparks Torres del Paine an der argentinisch-chilenischen Grenze. Um seine Erstbesteigung wurde lange gestritten. Im Jahr 1959 behauptete Cesare Maestri (ITA), er habe zusammen mit Toni Egger (AUT) über die Nordwand den Gipfel erreicht. Egger starb beim Abstieg, die Kamera ging verloren, so dass Maestris Ausführungen nie bewiesen wurden - vielmehr wurde an ihnen gezweifelt, da über die Jahre keinem Bergsteiger eine Wiederholung der "Maestri-Egger-Route" gelang. Ebenfalls Maestri bohrte sich im Jahr 1970 mit einem Kompressor und mehreren hundert Bohrhaken die Südwest-Flanke des Torre hinauf. Da er aber auf die letzten Meter auf den Gipfel, einen verschneiten und vereisten Pilz, verzichtete, wurde auch bei diesem Versuch die reguläre Erstbesteigung angezweifelt. - zudem erntete er viel Kritik für die Einrichtung der sogenannten "Kompressorroute". Die erste einwandfrei anerkannte Besteigung gelang Casimiro Ferrari im Jahr 1974.
Schlechtes Wetter lässt keine Versuche zu
Fast genau einen Monat ist es her, als der letzte ernsthafte Versuch gestartet wurde. Seitdem ist das Wetter schlecht, vor allem der starke Wind macht den beiden zu schaffen und ein Klettern am Torre unmöglich. Wie auf Davids Website berichtet wird, sind die Top-Kletterer aber keineswegs untätig: "Neben dem Fischen mit Toni Ponholzer und seinen Kletterpartnern und dem Slacklinen über dem Chorillo de Salto – einem 50m hohen Wasserfall - bleibt uns auch genügend Zeit zum Bouldern und Seilklettern. Vor rund einer Woche gelang Daniel und mir die Erstbegehung einer fünf Seillängenroute in der Nähe von El Chalten, die aufgrund des brüchigen Felsens jedoch alles andere als empfehlenswert ist. Ein anderes Projekt, das ich aber noch nicht klettern konnte ist eine rund 15m hohe Route, die nur mit ein paar Friends und Klemmkeilen abgesichert ist", so David auf www.david-lama.com.
Motivation bleibt schwer
"Bei dem schlechten Wetter hier ist es natürlich schwer die Motivation nicht zu verlieren, aber Daniel und ich wissen, dass wenn wir drei oder vier Tage gutes Wetter bekommen und die Verhältnisse in der Wand passen, alles möglich ist. Ich habe heute das erste Mal seit rund einem Monat den Torre wieder gesehen und er war komplett weiß, aber am Donnerstag könnte wieder ein Wetterfenster kommen, das sehr vielversprechend aussieht", liest man auf Davids Website.
Der Cerro Torre - ein mythischer Berg
Der Cerro Torre liegt etwa 50 Kilometer nördlich des bekannten Nationalparks Torres del Paine an der argentinisch-chilenischen Grenze. Um seine Erstbesteigung wurde lange gestritten. Im Jahr 1959 behauptete Cesare Maestri (ITA), er habe zusammen mit Toni Egger (AUT) über die Nordwand den Gipfel erreicht. Egger starb beim Abstieg, die Kamera ging verloren, so dass Maestris Ausführungen nie bewiesen wurden - vielmehr wurde an ihnen gezweifelt, da über die Jahre keinem Bergsteiger eine Wiederholung der "Maestri-Egger-Route" gelang. Ebenfalls Maestri bohrte sich im Jahr 1970 mit einem Kompressor und mehreren hundert Bohrhaken die Südwest-Flanke des Torre hinauf. Da er aber auf die letzten Meter auf den Gipfel, einen verschneiten und vereisten Pilz, verzichtete, wurde auch bei diesem Versuch die reguläre Erstbesteigung angezweifelt. - zudem erntete er viel Kritik für die Einrichtung der sogenannten "Kompressorroute". Die erste einwandfrei anerkannte Besteigung gelang Casimiro Ferrari im Jahr 1974.
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