Hochgefühl und Himmelfahrt an den höchsten Bergen der Welt
bergleben.de am 13.06.2008 - 10:30 Uhr
An dem Tag, als die Chinesen das Olympische Feuer auf das Dach der Welt trugen, begann die Saison für die Höhenbergsteiger am Mount Everest erst richtig. Am 8. Mai wurde der Berg für die "normalen" Expeditionen wieder freigegeben und Hunderte stürmten in die Lager II, III und IV. Was dann kam, waren Glücksgefühle, Gipfelstürme, Abstürze, Todesmeldungen, Rekorde...
Nur einer am 14. Achttausender erfolgreich
Im Rennen um den nächsten Eintrag in das Buch der Bergsteiger, welche alle 14 Achttausender bestiegen haben, konnte im Jahr 2008 nur der Ecadorianer Ivan Vallejo einen Sieg feiern (Mountains2b berichtete). Der 48-Jährige erreichte am 1. Mai zusammen mit der Österreicherin Gerlinde Kaltenbrunner, die damit ihr Trauma überwand und ihren elften Giganten verbuchte, den Gipfel des Dhaulagiris.
Ihren 13. Achttausender erreichten in diesem Jahr Andrew Lock (AUS), Denis Urubko (RUS), Lodue (CHI) und Ralf Dujmovits aus Deutschland. Der 46-Jährige bestieg den Makalu, musste dann aber am Lhotse mit seiner Partnerin Kaltenbrunner aufgeben. Ebenfalls an ihren letzten Achttausendern nicht erfolgreich waren Piotr Pustelnik (POL) an der Annapurna und Norbert Joos (SUI) am Mount Everest. Somit wird wohl erst in der kommenden Saison entschieden, wer der 15. Mensch wird, der die 14. höchsten Berge der Welt bestiegen hat.
Gefallene Helden
Sieben Todesopfer beklagte die eingeschworene Gemeinde der Bergsteiger bisher: zwei am Dhaulagiri, zwei am Makalu, einen am Manaslu, einen am Everest und einen an der Annapurna. Der Berühmteste unter den tödlich verunglückten Gipfelstürmern war der Spanier Iñaki Ochoa de Olza. Die am 29. Mai 1967 in Pamplona geborene Legende hatte bereits zwölf Achttausender bestiegen. Ochoa starb im vierten Camp der Annapurna in 7.400 Metern Höhe. Alle Rettungsversuche, unter anderem der des Schweizers Ueli Steck, der mit seinem Kletterpartner Simon Anthamatten den Versuch, eine neue Route am Berg zu begehen, abbrach, um den Spanier zu retten, blieben erfolglos.
Ebenfalls tragisch der Tod des Schweizers Gianni Goltz: Der Tessiner hatte den Mount Everest ohne Sauerstoff bezwingen können und starb auf dem Weg vom Gipfel zurück ins Basislager.
Statistiken
Die vorläufigen Zahlen der Saison, übermittelt von www.mounteverest.net, belegen, dass fast 500 Kletterer einen Achttausender-Berg im Himalaya bewältigt haben. Allein am Everest schafften 344 Personen den Gipfelsturm, der zweitbegehrteste Berg war der Makalu mit 49 Begehungen. Es folgen der Lhotse (46), Dhaulagiri (22), Kangchenjunga (10), Manaslu (5) und Annapurna (1). Etwa 30 Frauen gelang es, den höchsten Punkt der Erde zu erreichen. Und auch eine Familie stand ganz oben: die Mallory-Family aus Kanada! Vater Dan, die Söhne Adam und Alan sowie die Tochter Laura schafften es auf 8.848 Meter Höhe - eine begeisternde Leistung!
Karakorum - hier geht es erst richtig los
Nachdem am Mount Everest ab Anfang Juni Gipfelgänge aufgrund der äußeren Umstände kaum noch möglich sind, ziehen einige Expeditionen direkt weiter zum K2 - dem berühmt-berüchtigten zweithöchsten Berg der Welt. Auch an den anderen Bergen im pakistanischen Karakorum-Gebirge (Gasherbrum I und II, Nanga Parbat und Broad Peak) geht es jetzt erst richtig los. Unglaubliche 50 Expeditionen werden die 8000er-Berge bevölkern - das Höhenbergsteigen ist beliebt wie nie. Waren noch vor zehn Jahren viele Expeditionen die einzigen an diesen Bergen, insbesondere am K2, beobachtet man heutzutage reges Treiben in den Lagern.
Kaltenbrunner und Göttler verschieben Reise zum K2
Wie auf ihrer Internetpräsenz www.gerlinde-kaltenbrunner.at berichtet wird, muss die erfolgreichste Bergsteigerin der Welt ihre Reise nach Pakistan verschieben. Kaltenbrunner brachte nach dem Abbruch ihrer Lhotse-Expedition eine Bronchitis mit nach Deutschland, die sich zu einer Lungenentzündung entwickelt hat. Auf diesem Weg gute Besserung!
Mountains2b wird Sie auch weiterhin über die Ereignisse an den höchsten Bergen der Welt auf dem Laufenden halten.
Quelle:
- www.mounteverest.net
- www.gerlinde-kaltenbrunner.at
Nur einer am 14. Achttausender erfolgreich
Im Rennen um den nächsten Eintrag in das Buch der Bergsteiger, welche alle 14 Achttausender bestiegen haben, konnte im Jahr 2008 nur der Ecadorianer Ivan Vallejo einen Sieg feiern (Mountains2b berichtete). Der 48-Jährige erreichte am 1. Mai zusammen mit der Österreicherin Gerlinde Kaltenbrunner, die damit ihr Trauma überwand und ihren elften Giganten verbuchte, den Gipfel des Dhaulagiris.
Ihren 13. Achttausender erreichten in diesem Jahr Andrew Lock (AUS), Denis Urubko (RUS), Lodue (CHI) und Ralf Dujmovits aus Deutschland. Der 46-Jährige bestieg den Makalu, musste dann aber am Lhotse mit seiner Partnerin Kaltenbrunner aufgeben. Ebenfalls an ihren letzten Achttausendern nicht erfolgreich waren Piotr Pustelnik (POL) an der Annapurna und Norbert Joos (SUI) am Mount Everest. Somit wird wohl erst in der kommenden Saison entschieden, wer der 15. Mensch wird, der die 14. höchsten Berge der Welt bestiegen hat.
Gefallene Helden
Sieben Todesopfer beklagte die eingeschworene Gemeinde der Bergsteiger bisher: zwei am Dhaulagiri, zwei am Makalu, einen am Manaslu, einen am Everest und einen an der Annapurna. Der Berühmteste unter den tödlich verunglückten Gipfelstürmern war der Spanier Iñaki Ochoa de Olza. Die am 29. Mai 1967 in Pamplona geborene Legende hatte bereits zwölf Achttausender bestiegen. Ochoa starb im vierten Camp der Annapurna in 7.400 Metern Höhe. Alle Rettungsversuche, unter anderem der des Schweizers Ueli Steck, der mit seinem Kletterpartner Simon Anthamatten den Versuch, eine neue Route am Berg zu begehen, abbrach, um den Spanier zu retten, blieben erfolglos.
Ebenfalls tragisch der Tod des Schweizers Gianni Goltz: Der Tessiner hatte den Mount Everest ohne Sauerstoff bezwingen können und starb auf dem Weg vom Gipfel zurück ins Basislager.
Statistiken
Die vorläufigen Zahlen der Saison, übermittelt von www.mounteverest.net, belegen, dass fast 500 Kletterer einen Achttausender-Berg im Himalaya bewältigt haben. Allein am Everest schafften 344 Personen den Gipfelsturm, der zweitbegehrteste Berg war der Makalu mit 49 Begehungen. Es folgen der Lhotse (46), Dhaulagiri (22), Kangchenjunga (10), Manaslu (5) und Annapurna (1). Etwa 30 Frauen gelang es, den höchsten Punkt der Erde zu erreichen. Und auch eine Familie stand ganz oben: die Mallory-Family aus Kanada! Vater Dan, die Söhne Adam und Alan sowie die Tochter Laura schafften es auf 8.848 Meter Höhe - eine begeisternde Leistung!
Karakorum - hier geht es erst richtig los
Nachdem am Mount Everest ab Anfang Juni Gipfelgänge aufgrund der äußeren Umstände kaum noch möglich sind, ziehen einige Expeditionen direkt weiter zum K2 - dem berühmt-berüchtigten zweithöchsten Berg der Welt. Auch an den anderen Bergen im pakistanischen Karakorum-Gebirge (Gasherbrum I und II, Nanga Parbat und Broad Peak) geht es jetzt erst richtig los. Unglaubliche 50 Expeditionen werden die 8000er-Berge bevölkern - das Höhenbergsteigen ist beliebt wie nie. Waren noch vor zehn Jahren viele Expeditionen die einzigen an diesen Bergen, insbesondere am K2, beobachtet man heutzutage reges Treiben in den Lagern.
Kaltenbrunner und Göttler verschieben Reise zum K2
Wie auf ihrer Internetpräsenz www.gerlinde-kaltenbrunner.at berichtet wird, muss die erfolgreichste Bergsteigerin der Welt ihre Reise nach Pakistan verschieben. Kaltenbrunner brachte nach dem Abbruch ihrer Lhotse-Expedition eine Bronchitis mit nach Deutschland, die sich zu einer Lungenentzündung entwickelt hat. Auf diesem Weg gute Besserung!
Mountains2b wird Sie auch weiterhin über die Ereignisse an den höchsten Bergen der Welt auf dem Laufenden halten.
Quelle:
- www.mounteverest.net
- www.gerlinde-kaltenbrunner.at
Weiterführende Informationen:
| www.mounteverest.net |
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