Reinhold Messner gratuliert Oh Eun-Sun: Beweise für umstrittene Kangchendzönga-Besteigung
bergleben.de am 30.04.2010 - 11:25 Uhr
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Am 27. April bestieg Oh Eun-Sun die Annapurna und wurde damit zur ersten Frau der Welt, die auf allen 14 Achttausendern stand. Ihr männliches Pendant Reinhold Messner gratulierte inzwischen der Südkoreanerin zu ihrer Leistung und gab zudem an, Beweise für ihre umstrittene Kangchendzönga-Besteigung zu haben.
Ein Rekord - Zwei Stile
Zwei Menschen, die den gleichen Rekord halten und doch verschiedener nicht sein könnten: Mit seiner Lhotse-Besteigung im Jahr 1986 gelang es Reinhold Messner, als erster Mensch der Welt alle 14 Achttausender zu bezwingen. Zudem tat er dies ohne künstlichen Sauerstoff und nur mit geringstem Materialaufwand. Messner machte sich selbst zur Legende. 24 Jahre später ist Oh Eun-Sun nun die erste Frau, die auf allen höchsten Bergen der Welt stand. Doch im Gegensatz zu Messner griff sie zur Sauerstoffflasche und machte ihre Besteigungen zu Unternehmungen mit riesigem logistischen Aufwand.
"Alle 14 Achttausender offiziell von einer Frau bestiegen"
Dennoch gratulierte Messner ihr nun zu ihrem Erfolg. "Ich respektiere Miss Oh und freue mich, sie nach dem Pioniertrekking in Kathmandu zu treffen". Zur Zeit weilt der 65-Jährige in Nepal, wo er ihm Rahmen des Pioniertrekkings von Top Mountain Tours das Himalaja-Tal Seti Khola erkunden will. Auch Suns umstrittenen Stil, mit Flaschensauerstoff, Trägern und Fixseilen zu arbeiten, akzeptiere er, so der Südtiroler. Schließlich habe sie ja nie etwas anderes behauptet. Außerdem gab Messner an, in Kathmandu Beweise erhalten zu haben, dass die 44-Jährige tatsächlich auf dem Gipfel des Kangchendzönga stand. Kritiker zweifeln bis heute daran, da auf den angeblichen Gipfelfotos nur eine schwer erkennbare Bergsteigerfigur zu sehen sei. Ein Sherpa, der mit Sun auf dem dritthöchsten Berg der Welt war, erzählte vor kurzem, dass Sun nur bis 100 Meter unter den Gipfel gekommen war. Doch Messner ist sich sicher: "Damit sind alle 14 Achttausender offiziell von einer Frau bestiegen", so der Bergsteigerpionier im Telefongespräch mit Top Mountain Tours-Geschäftsführer Günther Härter.
"Große sportliche Herausforderung ruiniert"
Doch nicht alle Bergsteiger-Kollegen sind Oh-Eun Sun so wohlgesonnen wie Reinhold Messner. Neben der Spanierin Edurne Pasaban, kritisiert unter anderem auch Extrembergsteiger Hans Kammerlander die Südkoreanerin heftigst. "Sie hat eine große sportliche Herausforderung ruiniert, indem sie künstlichen Sauerstoff verwendete und einen extrem großen Materialaufwand betrieb", so der Südtiroler gegenüber diepresse.com. "Die Unternehmung von Oh Eun Sun hat überhaupt nichts Sportliches an sich. Auf einen Achttausender mit Hilfe von Sauerstoffflaschen zu steigen ist in etwa so, wie den Giro d'Italia mit einem Moped statt einem Rennrad in Angriff zu nehmen". Bevor die neuen Beweise gesichtet und bewertet worden sind, werden Zweifel an Ohs Leistung wohl bestehen bleiben.
Quellen:
- top-mountain-tours.de
- alpin.de
- 20min.ch
- diepresse.com
Ein Rekord - Zwei Stile
Zwei Menschen, die den gleichen Rekord halten und doch verschiedener nicht sein könnten: Mit seiner Lhotse-Besteigung im Jahr 1986 gelang es Reinhold Messner, als erster Mensch der Welt alle 14 Achttausender zu bezwingen. Zudem tat er dies ohne künstlichen Sauerstoff und nur mit geringstem Materialaufwand. Messner machte sich selbst zur Legende. 24 Jahre später ist Oh Eun-Sun nun die erste Frau, die auf allen höchsten Bergen der Welt stand. Doch im Gegensatz zu Messner griff sie zur Sauerstoffflasche und machte ihre Besteigungen zu Unternehmungen mit riesigem logistischen Aufwand.
"Alle 14 Achttausender offiziell von einer Frau bestiegen"
Dennoch gratulierte Messner ihr nun zu ihrem Erfolg. "Ich respektiere Miss Oh und freue mich, sie nach dem Pioniertrekking in Kathmandu zu treffen". Zur Zeit weilt der 65-Jährige in Nepal, wo er ihm Rahmen des Pioniertrekkings von Top Mountain Tours das Himalaja-Tal Seti Khola erkunden will. Auch Suns umstrittenen Stil, mit Flaschensauerstoff, Trägern und Fixseilen zu arbeiten, akzeptiere er, so der Südtiroler. Schließlich habe sie ja nie etwas anderes behauptet. Außerdem gab Messner an, in Kathmandu Beweise erhalten zu haben, dass die 44-Jährige tatsächlich auf dem Gipfel des Kangchendzönga stand. Kritiker zweifeln bis heute daran, da auf den angeblichen Gipfelfotos nur eine schwer erkennbare Bergsteigerfigur zu sehen sei. Ein Sherpa, der mit Sun auf dem dritthöchsten Berg der Welt war, erzählte vor kurzem, dass Sun nur bis 100 Meter unter den Gipfel gekommen war. Doch Messner ist sich sicher: "Damit sind alle 14 Achttausender offiziell von einer Frau bestiegen", so der Bergsteigerpionier im Telefongespräch mit Top Mountain Tours-Geschäftsführer Günther Härter.
"Große sportliche Herausforderung ruiniert"
Doch nicht alle Bergsteiger-Kollegen sind Oh-Eun Sun so wohlgesonnen wie Reinhold Messner. Neben der Spanierin Edurne Pasaban, kritisiert unter anderem auch Extrembergsteiger Hans Kammerlander die Südkoreanerin heftigst. "Sie hat eine große sportliche Herausforderung ruiniert, indem sie künstlichen Sauerstoff verwendete und einen extrem großen Materialaufwand betrieb", so der Südtiroler gegenüber diepresse.com. "Die Unternehmung von Oh Eun Sun hat überhaupt nichts Sportliches an sich. Auf einen Achttausender mit Hilfe von Sauerstoffflaschen zu steigen ist in etwa so, wie den Giro d'Italia mit einem Moped statt einem Rennrad in Angriff zu nehmen". Bevor die neuen Beweise gesichtet und bewertet worden sind, werden Zweifel an Ohs Leistung wohl bestehen bleiben.
Quellen:
- top-mountain-tours.de
- alpin.de
- 20min.ch
- diepresse.com
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