Sherpas sollen tote Bergsteiger am Everest bergen

bergleben.de am 20.04.2010 - 09:15 Uhr
Sherpas sollen tote Bergsteiger am Everest bergen © XnX GmbH
20 Sherpas wollen die Leichen von mindestens fünf Menschen am höchsten Berg der Welt einsammeln und vom Berg entfernen. Wie die Nachrichtenagentur APA berichtet, planen Bergführer die Einrichtung eines Höhenlagers in knapp 8000 Meter Höhe, um von dort aus die Überreste von mehreren gestorbenen Everest-Bergsteigern zu bergen.

Mahnmale am Wegesrand
Der Everest ist der am häufigsten begangene Berg der 14 Achttausender. Schon Anfang des 20. Jahrhunderts gab es erste ernsthafte Versuche der Erstbesteigung, doch erst im Jahr 1953 gelang Sir Edmund Hillary und Sherpa Tenzing Norgay der bewiesene Gipfelsturm. Seitdem sind etwa 250 Menschen am Everest ums Leben gekommen. Einige Leichen säumen den Normalweg zum Gipfel, tiefgefrorene Mahnmale für die Höhenbergsteiger. Eine Bergung aus der Todeszone gilt als extrem schwierig und gefährlich. Nach Angaben der APA hätten alle Sherpas aus dem Bergungstrupp den Everest mindestens einmal bestiegen, einer sei sogar 14 Mal am Gipfel gewesen.