Shortnews: Tote am Denali, Ueli Steck dreht am Everest um, Schweizerin stirbt am Makalu

bergleben.de am 26.05.2011 - 10:20 Uhr
Shortnews: Tote am Denali, Ueli Steck dreht am Everest um, Schweizerin stirbt am Makalu © Reel Rock Film Tour
Der deutsche Wahl-Österreicher und Bergsteiger Florian Hill ist nach seiner Expedition durch Alaska auf dem Weg zum Mount McKinley (Denali) in Nordamerika. Ihn erwartet dort einer der gefährlichsten Berge der Welt: Bereits sieben Menschen kamen in dieser Saison am höchsten Berg des Kontinents (6.194 Meter) ums Leben. Vor Wochenfrist war der Italiener Luciano Colombo am Mount McKinley in den Tod gestürzt, zuvor bereits der Schweizer Beat Niederer. Am Mittwoch nun das nächste Bergunglück: Bei extrem eisigen Bedingungen stürzte ein Seilschaft mit bisher ungeklärter Nationalität ab, zwei Menschen kamen ums Leben, zwei weitere erlitten schwerste Verletzungen. Sie konnten am frühen Donnerstag aus einer Höhe von knapp 5200 Metern in das Basislager ausgeflogen werden. Viele Unglücke am Denali passieren in einer Höhe zwischen 5.000 und 5.500 Meter auf der sogenannten "Autobahn" - ein Eis-Schneefeld mit etwa 45 Grad Gefälle. Florian Hill und Markus Kirchgasser wollen den Mount McKinley zusammen über die schwierige Südwand besteigen.

Ueli Steck: Umkehr am Everest
Der Schweizer Ueli Steck, auch bekannt als einer der besten Allrounder und trainingsverrückte "Swiss Machine", hat nach der erfolgreichen Besteigung des Shisha Pangma und des Cho Oyu innerhalb weniger Wochen den Gipfelsturm am Everest abgebrochen. Steck drehte nach eigenen Angaben wenige hundert Höhenmeter unter dem Gipfel um - seine Füße seien so kalt gewesen, dass die Gefahr eines Verlustes von Zehen bestand. Steck, der ohne künstlichen Sauerstoff unterwegs war, auf seiner Homepage: "Der Berg bleibt, ich kann wiederkommen!" Einen tollen Erfahrungsbericht des sympathischen Schweizers mit Eindrücken vom höchsten Berg der Welt lest ihr auf www.ueli-steck.ch.

Schweizerin stirbt am Makalu
Die talentierte 33-jährige Joëlle Brupbacher (SUI) ist nach Angaben von explorersweb am Makalu ums Leben gekommen. Sie sei am 22. Mai nach einem langen und extrem anstrengendem Gipfelerfolg unfähig gewesen, das Lager 4 am Makalu aus eigener Kraft zu verlassen und abzusteigen. Martin Ramos berichtet in seinem Blog, dass er und Jorge Egocheaga Brupbacher gegen 5 Uhr morgens gefragt hätten, wie es ihr ginge und sie und Sherpa Pasang seien okay gewesen. Sie ließen die beiden im Camp zurück, doch Brupbacher schaffte den Rückweg nicht. Mehr zu den Vorgängen am Makalu, wo es anscheinend auch zu Kontroversen kam, was mögliche Rettungsversuche anging, lest ihr hier. Brupbacher war bereits 2010 am Makalu gewesen und hatte damals den Berg aufgrund großer Schneemengen ohne Gipfelerfolg verlassen müssen.

Quellen: adn.com, explorersweb.com, makalu2011.blogspot.com, uelisteck.ch