Das Bergsportjahr 2008 - Katastrophen und Unglücke
M2b Redaktion am 23.12.2008 - 12:10 Uhr
2008 war ein bewegtes Jahr für Bergsportler und Kletterer. Zahlreiche Katastrophen bleiben in unserer Erinnerung, an sportliche Meilensteine am Fels und in den Kletterhallen wird ebenso gedacht werden wie an besondere Leistungen der besten Bergsteiger der Welt. In unserem mountains2b.com-Jahresrückblick lassen wir die letzten 365 Tage Revue passieren. Im ersten Teil sind es die Unglücke des Jahres 2008, die uns beschäftigen. Und vielleicht auch zum Nachdenken bringen...
Lawinen und Katastrophen
2008 - ein Jahr, das vor allem eines brachte: Trauer, Entsetzen und tödliche Tragödien. Mitte Juli erreicht eine Meldung vom Nanga Parbat Europa: Karl Unterkircher wird vermissst. Der Südtiroler, der als einziger Bergsteiger den Mount Everest und den K2 in einer Saison ohne Sauerstoff bezwungen hat, war in einer Gletscherspalte gestürzt und konnte auch von seinen Kameraden Simon Kehrer und Walter Nones nicht gerettet werden. Tage der Ungewissheit über das Schicksal von Unterkircher, eine Rettungsaktion für Nones und Kehrer und das glückliche Ende für zwei der drei Bergsteiger folgten. Karl Unterkircher starb am Nanga Parbat, er hinterlässt eine Frau und drei Kinder.
Tod am K2
Nur kurze Zeit nach dem Unglück am neunthöchsten Gipfel der Erde kam es auch am K2 zu einer tragischen Katastrophe. Elf Bergsteiger ließen ihr Leben , als eine große Eismasse vom Berg abbrach und mehrere Fixseile, an denen die Alpinisten befestigt waren, mit in die Tiefe riss. Es war eines der schwersten Bergunglücke im Himalaya überhaupt – es starben drei Koreaner, zwei Nepalesen, ein Norweger, ein Serbe, ein Ire, ein Franzose und zwei Pakistanis.
Trauer am Mont Blanc
Doch nicht nur in der Ferne im Himalaya kam es zu tragischen Unglücken, sondern auch in den Bergen der Alpen. Die größte Tragödie war der Lawinenabgang am Mont Blanc , der acht Menschenleben kostete. Die Bergsteiger, die sich zur Unglückzeit in einem eigentlich sicheren Klettersteig befanden, hatten keine Chance, als sich in etwa 3500 Meter Höhe ein 200 Meter breites Eisfeld löste und die Gruppen in die Tiefe riss. Bereits im Juli war am Mont Blanc-Massiv bei einem tragischen Unglück ein Niederländer mit seinen drei Kindern ums Leben gekommen. Im Abstieg stürzte die Seilschaft in die Tiefe, die zuvor umgekehrte Frau und Mutter musste mit einem Schock in ein Krankenhaus eingeliefert werden.
Absturz kostet Menschenleben
Im Oktober wurden weitere Familien in Deutschland ihrer Liebsten beraubt. Ein Flugzeug der Yeti Airlines stürzte am Tenzing Hillary Airport – der Eingangstür zum Himalaya – ab. 18 Personen, unter ihnen zwölf Deutsche, wurden in den Tod gerissen.
Viele weitere Bergsportler kamen - vor allem bei Lawinenunglücken im Alpenraum – ums Leben. Insbesondere der Skitourensport fordert immer wieder Menschenleben.
Bergsport ist eine Leidenschaft, die nicht völlig ohne Risiko zu betreiben ist – das erlebten 2008 leider viele Menschen. Die Faszination der Berge wird unser Leben dennoch weiter bestimmen. Was bleibt sind Wünsche & Hoffnungen für das Jahr 2009: Bleibt vorsichtig, ohne ängstlich zu werden. Wägt Sicherheit und Risiko stets sorgsam ab. Lasst euch und eure Meinung nicht von unverantwortlichen Personen beeinflussen. Geht nicht leichtsinnig zu Werke. Sichert eure Partner so, als ob euer Leben am anderen Ende des Seiles hängt. Und bleibt dem Bergsport treu – denn trotz aller Gefahren wird euch die Freiheit, das Naturerlebnis und die Gemeinschaft der Outdoorsportler auch im Jahr 2009 das Erlebnis verschaffen, was ihr euch von ihm erhofft.
In Teil 2 unseres Jahresrückblicks werfen wir einen Blick auf den nationalen und internationalen Wettkampfsport. Lest dann mehr zur Überfliegerin des Vorstiegs-Weltcup, zu den großen Events des Jahres 2008, den nationalen Serien der Boulder- und Sportklettercups und den jungen Überfliegern der Deutschen Nationalmannschaft.
Lawinen und Katastrophen
2008 - ein Jahr, das vor allem eines brachte: Trauer, Entsetzen und tödliche Tragödien. Mitte Juli erreicht eine Meldung vom Nanga Parbat Europa: Karl Unterkircher wird vermissst. Der Südtiroler, der als einziger Bergsteiger den Mount Everest und den K2 in einer Saison ohne Sauerstoff bezwungen hat, war in einer Gletscherspalte gestürzt und konnte auch von seinen Kameraden Simon Kehrer und Walter Nones nicht gerettet werden. Tage der Ungewissheit über das Schicksal von Unterkircher, eine Rettungsaktion für Nones und Kehrer und das glückliche Ende für zwei der drei Bergsteiger folgten. Karl Unterkircher starb am Nanga Parbat, er hinterlässt eine Frau und drei Kinder.
Tod am K2
Nur kurze Zeit nach dem Unglück am neunthöchsten Gipfel der Erde kam es auch am K2 zu einer tragischen Katastrophe. Elf Bergsteiger ließen ihr Leben , als eine große Eismasse vom Berg abbrach und mehrere Fixseile, an denen die Alpinisten befestigt waren, mit in die Tiefe riss. Es war eines der schwersten Bergunglücke im Himalaya überhaupt – es starben drei Koreaner, zwei Nepalesen, ein Norweger, ein Serbe, ein Ire, ein Franzose und zwei Pakistanis.
Trauer am Mont Blanc
Doch nicht nur in der Ferne im Himalaya kam es zu tragischen Unglücken, sondern auch in den Bergen der Alpen. Die größte Tragödie war der Lawinenabgang am Mont Blanc , der acht Menschenleben kostete. Die Bergsteiger, die sich zur Unglückzeit in einem eigentlich sicheren Klettersteig befanden, hatten keine Chance, als sich in etwa 3500 Meter Höhe ein 200 Meter breites Eisfeld löste und die Gruppen in die Tiefe riss. Bereits im Juli war am Mont Blanc-Massiv bei einem tragischen Unglück ein Niederländer mit seinen drei Kindern ums Leben gekommen. Im Abstieg stürzte die Seilschaft in die Tiefe, die zuvor umgekehrte Frau und Mutter musste mit einem Schock in ein Krankenhaus eingeliefert werden.
Absturz kostet Menschenleben
Im Oktober wurden weitere Familien in Deutschland ihrer Liebsten beraubt. Ein Flugzeug der Yeti Airlines stürzte am Tenzing Hillary Airport – der Eingangstür zum Himalaya – ab. 18 Personen, unter ihnen zwölf Deutsche, wurden in den Tod gerissen.
Viele weitere Bergsportler kamen - vor allem bei Lawinenunglücken im Alpenraum – ums Leben. Insbesondere der Skitourensport fordert immer wieder Menschenleben.
Bergsport ist eine Leidenschaft, die nicht völlig ohne Risiko zu betreiben ist – das erlebten 2008 leider viele Menschen. Die Faszination der Berge wird unser Leben dennoch weiter bestimmen. Was bleibt sind Wünsche & Hoffnungen für das Jahr 2009: Bleibt vorsichtig, ohne ängstlich zu werden. Wägt Sicherheit und Risiko stets sorgsam ab. Lasst euch und eure Meinung nicht von unverantwortlichen Personen beeinflussen. Geht nicht leichtsinnig zu Werke. Sichert eure Partner so, als ob euer Leben am anderen Ende des Seiles hängt. Und bleibt dem Bergsport treu – denn trotz aller Gefahren wird euch die Freiheit, das Naturerlebnis und die Gemeinschaft der Outdoorsportler auch im Jahr 2009 das Erlebnis verschaffen, was ihr euch von ihm erhofft.
In Teil 2 unseres Jahresrückblicks werfen wir einen Blick auf den nationalen und internationalen Wettkampfsport. Lest dann mehr zur Überfliegerin des Vorstiegs-Weltcup, zu den großen Events des Jahres 2008, den nationalen Serien der Boulder- und Sportklettercups und den jungen Überfliegern der Deutschen Nationalmannschaft.
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