Der große bergleben-Jahresrückblick: Januar bis März – Erfolge, Unglücke, Bestleistungen

bergleben.de am 16.12.2009 - 10:58 Uhr
Der große bergleben-Jahresrückblick
Was war los im Bergsportjahr 2009? Wir werfen einen Blick zurück, und zwar zunächst in die Monate Januar bis April, bei denen Skitourencups, traurige Unglücken und spannende Höchstleistungen unsere Berichterstattung prägten.

Der Start in das Jahr 2009
Das Jahr startete mit dem Erfolg von Chris Sharma in unserer Umfrage zum Bergsportler des Jahres 2008. Hauchdünn setzte sich der US-Amerikaner vor Thomas Huber (GER) und Johanna Ernst (AUT) durch – ein verdienter Sieg, zählt Sharma doch zu den Ausnahmecharakteren im Kletter- und Bouldersport und hat so viele Fans wie wohl kein anderer Kletterer. Erste Horrormeldung erreichten dann bereits Anfang Januar Deutschland: Am Aconcagua starb eine Italienerin und ihr Guide, ein Video sorgte später für großes Aufsehen, da es den sterbenden Federico Campanini und erschöpften Helfer zeigt, die ihn nicht mehr retten konnten. Am Mont Blanc Massiv verunglückten vier Italiener und zwei Briten tödlich. Es sollten leider nicht die letzten Todesmeldungen in der Wintersaison bleiben.

Highlights aus dem Januar
Doch auch erfreuliche Meldungen konnte die bergleben-Redaktion im Januar vermelden: Ines Papert schaffte am Kwandge Lho einen unglaublichen Kraftakt, Konrad Lex und Barbara Gruber wurden Deutsche Meister im Vertical Race. Ueli Steck stellte einen neuen Speed-Rekord beim Sprint auf das Matterhorn auf und die Huberbuam brachten aus der Antarktis die wohl schönsten Bilder und Videos des Jahres mit.


Zehn Tote in der Türkei
Aber bald schon war sie da, die nächste schreckliche Meldung: In der Türkei starben Ende Januar zehn einheimische Bergsteiger in den Zigana-Bergen. Die Nachricht über das Lawinenunglück ging um die ganze Welt und die Anteilnahme war groß.

ISPO-Bouldercup
Groß war auch die Freude von Bruno Vacka. Der Rosenheimer Kletterhallenbetreiber siegte am 1. Februar beim ISPO-Bouldercup , der ersten Station der nationalen Wettkampfserie im Bouldern. „Ich kann es kaum glauben“, war Vacka nach dem ersten Triumph auf Bundesebene überglücklich. Bei den Damen dominierte schon zu Beginn der Saison die Dortmunderin Juliane Wurm - und das sollte sich auch im Laufe des Jahres nicht ändern.

Große Leistung von Moro und Urobko
Am 9. Februar schrieben Simone Moro (ITA) und Denis Urobko (KAS) Geschichte: Die beiden Spitzenbergsteiger stiegen als erste Menschen überhaupt in der Wintersaison auf den 8.463 Meter hohen Makalu, den fünfthöchsten Berg der Welt.

Skitourensport: Schneetreiben, Medaillen und Trauer
Anfang Februar stand für die besten Skibergsteiger aus Deutschland, Österreich und Belgien der Jennerstier in Berchtesgaden auf dem Terminplan. Leider sorgten die nicht erwarteten Schneemassen am Jenner für eine Streckenverkürzung – dem Rennspaß der Teilnehmer tat dies jedoch kein Abbruch. Es siegten die starken Toni Steurer und erneut Barbara Gruber. Nur zwei Wochen später schaffte das Team des DAV bei der EM im Skibergsteigen drei Medaillen: Toni Palzer (Einzel/Vertical) und Phillip Reiter (Vertical) holten sich Gold, Silber und Bronze bei den Jugendlichen. Doch die Feier fiel aus: Kader-Miglied Michael Pfanzelt starb während der EM, die er aus gesundheitlichen Gründen absagte, im Alter von 20 Jahren bei einem Lawinenunglück am heimischen Breitenberg.

Lawinen sorgen für Verschiebungen und Absagen
Anfang März war auch das Finale des DAV Skitourencups von einer Lawine beeinflusst. Schneemassen gingen am Dammkar ab und sorgten für eine Streckenverkürzung des Team-Wettkampfs. Doch der Veranstalter sorgte für einen sicheren und hochklassigen Wettbewerb, der von den Duos Toni Steurer/Franz Graßl und Michaela Essl/Lydia Prugger für sich entschieden wurde. Beim Klassiker Sellaronda hingegen war an einen Start nicht zu denken – das Rennen fiel der hohen Lawinengefahr zum Opfer.

Gary Barlow, Ronan Keating und der sexiest Kletterbody
Anfang März war bei bergleben.de dann Platz für die Stars Gary Barlow und Ronan Keating. Die beiden Musiker und Sänger standen gemeinsam auf dem Gipfel des Kilimandscharo. Allerdings fühlte sich Barlow nach der Tour nicht besonders wohl: "Ich will nie wieder ein Zelt oder einen Schlafsack sehen", so Barlow. Und um beim Boulevard-Journalismus zu bleiben: Juliane Wurm wurde von euch im März zur Sportlerin mit dem „sexiest Kletter-Body“. gewählt!

Old Man do climb: Beat Kammerlander an der Bürser Platte
Beat Kammerlander ist vielen Klettern spätestens seit seiner Begehungen „Sibergeier“, „unendliche Geschichte“ oder „WoGü“ ein Begriff. Im März berichtete der mitlerweile 50-Jährige auf bergleben von seinem spektakulären Projekt „Prinzip Hoffnung“ an der Bürser Platte. Das Video dazu entwickelte sich nicht nur dank toller Kletter- und Landschaftsbilder zu dem Renner auf unserem Web-Portal. Es ist der Charakter Beat Kammerlander mit seinen Erzählungen, der diesen Clip zu etwas ganz Besonderem macht – bitte noch mal anschauen!

Das alles und vieles mehr habt ihr in den ersten vier Monaten des Jahres 2009 auf bergleben.de gelesen und gesehen. Was vom Mai bis zum August in den Sportarten Klettern, Bouldern und Bergsteigen passiert ist, lest ihr im zweiten Teil unseres großen Jahresrückblickes.
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