Heimat lebenslänglich - Filmfesttage in Solothurn
bergleben.de am 26.01.2005 - 17:14 Uhr
Am 28. Januar 2005 wird im Rahmen der Solothurner Filmfestspiele um 12:00 Uhr der Film "Heimat lebenslänglich" gezeigt, ein bewegender Dokumentarfilm aus der Schweiz, den man gesehen haben sollte. Was bedeutet Heimat, wenn Tradition auf Moderne trifft?
Emil Frey
Im Zentrum des Films steht der Bauer Emil Frey, der 86-jährige seltsame Bewohner des einsturzgefährdeten Hofs Geissen in Stäfa. Unmittelbar um den Hof Geissen ist in den Jahren 2002/2003 ein Neubauquartier entstanden, eine "Gartensiedlung der neuen Generation". Junge, meist kinderreiche Familien sind eingezogen. Im Gegensatz zu den neuen Bewohnerinnen und Bewohnern des Quartiers hat Emil Frey seinen Lebensplatz nicht gewählt – er ist hineingeboren, der Platz im Geissen war von Anfang an seine Heimat.
Pickelharter Sturkopf
Und diese verteidigt er. Bis zum heutigen Tag kämpft Emil Frey um sein Zuhause, obwohl sich das von ihm bewohnte Haus in einem überaus baufälligen Zustand befindet und ihm auch nicht mehr gehört. Der heutige Besitzer ist der Partner des Unternehmers, der rund um Emil Freys Heimat die Neubausiedlung Trübel erstellen ließ.
Die Erbengemeinschaft Frey hatte das Wohnhaus zusammen mit dem Land rund um den Hof an die Deggo AG verkauft. Emil Frey durfte in seinem geliebten Hof bleiben, dank einer Gebrauchsleihe, die er mit dem Käufer abschloss. Als die Liegenschaft und das Land erneut die Hand wechselten, wurde Emil Frey die Gebrauchsleihe gekündigt – er erhielt eine Auszugsfrist. Weil er diese nicht einhielt, sondern darauf beharrt, in dem Hof zu bleiben, erhielt er nationale Berühmtheit als "ältester Hausbesetzer der Schweiz" (SF DRS, Tele Züri und die Zürichsee-Zeitung berichteten wiederholt über den Fall). Ist er ein Hausbesetzer? Fakt ist, dass Emil Frey sich wehrt, dass er eine alte Kultur verteidigt. Sein Wunsch, bis zu seinem Lebensende seine Heimat nicht verlassen zu müssen, will er mit juristischen Mitteln durchsetzen. Das Verfahren ist hängig.
Zürichsee-Zeitung
Artikel, die zum Thema und den ersten Filmvorführungen in der Schweiz in der Zürichsee-Zeitung erschienen sind, finden Sie als PDF-Dateien unter dem Text.
Quellen
Andreas Schürer, www.tonfilm.ch
Information und Kontakt
www.tonfilm.ch
Emil Frey
Im Zentrum des Films steht der Bauer Emil Frey, der 86-jährige seltsame Bewohner des einsturzgefährdeten Hofs Geissen in Stäfa. Unmittelbar um den Hof Geissen ist in den Jahren 2002/2003 ein Neubauquartier entstanden, eine "Gartensiedlung der neuen Generation". Junge, meist kinderreiche Familien sind eingezogen. Im Gegensatz zu den neuen Bewohnerinnen und Bewohnern des Quartiers hat Emil Frey seinen Lebensplatz nicht gewählt – er ist hineingeboren, der Platz im Geissen war von Anfang an seine Heimat.
Pickelharter Sturkopf
Und diese verteidigt er. Bis zum heutigen Tag kämpft Emil Frey um sein Zuhause, obwohl sich das von ihm bewohnte Haus in einem überaus baufälligen Zustand befindet und ihm auch nicht mehr gehört. Der heutige Besitzer ist der Partner des Unternehmers, der rund um Emil Freys Heimat die Neubausiedlung Trübel erstellen ließ.
Die Erbengemeinschaft Frey hatte das Wohnhaus zusammen mit dem Land rund um den Hof an die Deggo AG verkauft. Emil Frey durfte in seinem geliebten Hof bleiben, dank einer Gebrauchsleihe, die er mit dem Käufer abschloss. Als die Liegenschaft und das Land erneut die Hand wechselten, wurde Emil Frey die Gebrauchsleihe gekündigt – er erhielt eine Auszugsfrist. Weil er diese nicht einhielt, sondern darauf beharrt, in dem Hof zu bleiben, erhielt er nationale Berühmtheit als "ältester Hausbesetzer der Schweiz" (SF DRS, Tele Züri und die Zürichsee-Zeitung berichteten wiederholt über den Fall). Ist er ein Hausbesetzer? Fakt ist, dass Emil Frey sich wehrt, dass er eine alte Kultur verteidigt. Sein Wunsch, bis zu seinem Lebensende seine Heimat nicht verlassen zu müssen, will er mit juristischen Mitteln durchsetzen. Das Verfahren ist hängig.
Zürichsee-Zeitung
Artikel, die zum Thema und den ersten Filmvorführungen in der Schweiz in der Zürichsee-Zeitung erschienen sind, finden Sie als PDF-Dateien unter dem Text.
Quellen
Andreas Schürer, www.tonfilm.ch
Information und Kontakt
www.tonfilm.ch
Weiterführende Informationen:
Zürichsee-Zeitung vom 24. November 2004, Innenteil
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Zürichsee-Zeitung vom 24. November 2004
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Zürichsee-Zeitung vom 6. Dezember 2004
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Zürichsee-Zeitung vom 4. Dezember 2004
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| tonfilm.ch | |
| Film-Kurzinfos, Kino Männedorf |
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