Neuigkeiten nach dem Unglück am Mont Blanc

bergleben.de am 29.08.2008 - 14:12 Uhr
Ein paar Tage nach dem Lawinenunglück vom 24. August am Mont Blanc werden immer weitere Details bekannt. Nachdem am Anfang die Rede davon war, dass fünf Österreicher und drei Schweizer verunglückt sind, besteht nun die Gewissheit, dass unter den acht Opfern des Lawinenabgangs vier Deutsche sind. Mittlerweile konnten sieben der acht Wanderer auf Grund ihrer Lawinenwarnsysteme geortet werden.


Bergung fast unmöglich
Allerdings liegen die Toten unter einer 20- bis 50 Meter dicken Eisschicht. An eine Bergung ist zum aktuellen Zeitpunkt auf Grund der hohen Lawinengefahr nicht zu denken. Womöglich ist eine Bergung der acht verunglückten Bergsteiger in absehbarer Zeit nicht zu bewerkstelligen. Im Unfallgebiet besteht fast zu jeder Jahreszeit eine große Lawinengefahr. Das Absetzen von Bergungskräften ist nicht zu verantworten und somit kann vermutet werden, dass der österreichischen Bergführer, die deutsche Kletterin und die sechs männlichen Mitstreiter sogar für immer im Eis begraben bleiben.

Über 1000 Meter mitgerissen worden
In etwa 3600 Meter Höhe ereignete sich Sonntagnacht das tragische Unglück. Ein circa 200 Meter breites Stück Gletschereis löste sich und stürzte in die Tiefe. Die sich gerade in einem Klettersteig befindlichen acht Bergsteiger auf dem Weg zum Mont Blanc du Tacul hatten keine Chance zu entkommen und wurden von diesem ungewöhnlich großen Lawinenabgang offenbar völlig überrascht, über 1000 Meter mitgerissen und von den Eis- und Schneemassen begraben. Dem Bergführer ist allerdings kein Vorwurf zu machen. Das sich ausgerechnet zu dieser Zeit eine so kolossale Eisschicht lösen und es zu einer Lawine kommen würde, war nicht vorherzusehen.