Wandern in Europa - der Nahehöhenweg

M2b Redaktion am 11.08.2003 - 16:59 Uhr
Wissen Sie auf Anhieb wo die Nahe ist? Wenn Sie es nicht wissen, dann haben Sie den ersten Grund, der für ein Kennenlernen des Nahehöhenwegs spricht. Wenn Sie es wissen, werden Ihnen auf Anhieb noch eine Reihe weiterer Gründe einfallen.

Abseits ausgetretener Pfade:
Wenn Sie gerne abseits der ausgetretenen touristischen Pfade unterwegs sind, kleine Dörfer und vielleicht auch den Wein lieben, dann sind Sie auf diesem Weg richtig. Die Nahe ist – die Verkehrsämter werden es mir verzeihen – einfach etwas unbekannter als der Rhein, in den sie in Bingen mündet. Für eine Wanderung ist es sicherlich ein Vorteil, wenn Sie recht ungestört die herrlichen Fernsichten dieses Weges genießen können.

Hunsrück, Pfälzerwald und Nahetal:
Gelegenheiten zu weiten Ausblicken gibt es oft auf diesem Weg: Auf den Hunsrück, auf die Höhen des Pfälzerwaldes und das Nahetal.

Erlesene Weißweine:
Und es gibt den Nahewein zu entdecken. Bisher ist noch nahezu jeder nach einem Besuch in dieser Region bepackt mit Weinkisten wieder nach Hause gefahren. Weinkennern zufolge ist die Nahe einer der weltbesten Adressen für Weißwein. Aber auch die Freundinnen und Freunde des Rotweins (Dornfelder/Spätburgunder) werden auf ihre Kosten kommen.

Der Weg:
Der Nahehöhenweg hat eine Länge von etwa 108km und startet in Neubrücke bei Birkenfeld. Er endet an der Mündung der Nahe in Bingen am Rhein. Bis Bad Sobernheim verläuft der Weg im Kontakt mit der Nahe. Dann macht der Weg einen Bogen durch die Ausläufer des Soonwaldes und spart den dicht besiedelten Unterlauf der Nahe aus.

Rotenfels und Ebernburg:
Den Rotenfels - der höchste Felsen Deutschlands außerhalb der Alpen - und die Ebernburg (beide in der Nähe von Bad Münster am Stein) berührt der Weg nicht. Wer sie besuchen möchte, erreicht sie aber leicht mit der Bahn.

1. Etappe - von Neubrücke nach Idar-Oberstein:
- Der Höhenweg beginnt dort, wo der Soterbach und der Freisbach in die Nahe fließen. In einem weiten Bogen geht es zunächst von der Nahe weg auf die Höhen. In Kronweiler treffen Sie wieder auf die Nahe.
- Neubrücke - Burgbirkenfeld - Rimsberg - Kronweiler - Frauenberg - Hammerstein - Idar-Oberstein
- Länge: 24,5km
- Gehzeit: sechs Stunden
- Der Nahehöhenweg - 1. Etappe: Von Neubrücke nach Idar-Oberstein

2. Etappe - von Idar-Oberstein nach Kirn:
- Dieses Mal verläuft der Nahehöhenweg im engen Kontakt mit dem Nahetal. Da dort auch die B 41 verläuft, ist auf manchen Teilstrecken dieses Tages ein Hintergrundrauschen zu hören.
- Idar-Oberstein - Göttschied - Georg-Weierbach - Fischbach - Kirnsulzbach - Kyburg - Kirn - Länge: 17km
- Gehzeit: etwa viereinhalb Stunden
- Der Nahehöhenweg - 2. Etappe: Von Idar-Oberstein nach Kirn

3. Etappe - von Kirn nach Bad Sobernheim:
- Der Weg macht einen weiten Schlenker über das Kellenbachtal. Dabei wird Schloss Dhaun umrundet, das majestätisch den Eingang zum Tal 'bewacht'. Der etwas abseits von der Nahe über die Höhen geführte Weg erschließt auch hier immer wieder schöne Aussichten. In der zweiten Hälfte des Weges führt er durch Weinberge.
- Kirn - Schloß Dhaun - Simmertal - Weiler - Monzingen - (Nußbaum) - Bad Sobernheim
- Länge: 24km
- Gehzeit: knappe sechs Stunden
- Der Nahehöhenweg - 3. Etappe: Von Kirn nach Bad Sobernheim

4. Etappe - von Bad Sobernheim nach Spabrücken:
- Der Weg verlässt nun die Nahe und macht einen Schlenker über die Ausläufer des Hunsrücks. Er führt an alten Klosterkirchen, verfallenen Burgen und natürlich auch Weingütern vorbei.
- Bad Sobernheim - Steinhardt - Burgsponheim - Sponheim - Braunweiler - Dalberg - Spabrücken
- Länge: 22,5km
- Gehzeit: fünf Stunden
- Der Nahehöhenweg - 4. Etappe: Von Bad Sobernheim nach Spabrücken

5. Etappe - von Spabrücken nach Bingen:
- Über die Stadt des deutschen Michel und ein Stück der Höhenzüge des Rheins, geht es zum Ziel der Reise: Sie erreichen die Nahemündung in Bingen. (Der "Deutsche Michel" ist eine Symbolfigur für den Deutschen. Für die einen ist es eine Zipfelmütze tragende Schlafmütze. Für die anderen ist es der in Stromberg geborene Reitergeneral Hans Michael Elias).
- Spabrücken - Weissenfels - Stromberg - Warmsroth - Steckeschläferklamm - Forsthaus Heiligenkreuz - Bingen
- Länge: 20km
- Gehzeit: fünf Stunden
- Der Nahehöhenweg - 5. Etappe: Von Spabrücken nach Bingen

Variante - über Bad Sobernheim und Niederhausen nach Spabrücken:
- Der mit N markierte Nahehöhenweg verlässt in Bad Sobernheim die Nahe. Er verläuft in einem Borgen über die Ausläufer des Hunsrücks und trifft erst wieder an seinem Ende in Bingen auf die Mündung der Nahe.
In einer Variante bleibt noch für eineinhalb Tage länger an der Nahe und tauchen Sie tief in die Weindörfer ein, die auf diesem Abschnitt geradezu nahtlos ineinander übergehen.
- Der Nahehöhenweg - Variante: Über Bad Sobernheim und Niederhausen nach Spabrücken

Markierung:
Der Weg ist durchgängig mit einem 'N' markiert.

Kartenmaterial:
Zur Orientierung sind die Karten im Maßstab 1:50.000 ausreichend. Zu empfehlen sind die nachfolgend genannten Karten der Landesvermessungsämter:
- Naturpark Saar-Hunsrück
ISBN: 3 89637 306 4
1. Auflage 1994
- Soonwald und untere Nahe
ISBN: 3 89637 300 5
4. Auflage 1998
In beiden Karten ist der Verlauf des Nahehöhenweges verzeichnet.

Verkehrsverbindungen:
Auch die kleineren Orte im Nahetal haben meistens einen Bahnhof. Es besteht eine gute Anbindung entweder in Richtung Saarbrücken bzw. Bad Kreuznach und weiter nach Mainz bzw. Bingen.

Von und nach Stromberg fahren Busse aus Bingen und Bad Kreuznach. Die Busse starten im Zentrum von Stromberg (Gerbereiplatz). Die Busverbindungen sind ebenfalls über die Reiseauskunft der Deutschen Bahn verfügbar.

Wanderführer zum Nahehöhenweg:
Den entsprechenden Wanderführer zum vorgestellten Weg können Sie unter dem nachfolgenden Link bestellen.
fernwege.de - Shop

Quelle:
fernwege.de - Wandern in Europa
fernwege.de - Der Nahehöhenweg
Weiterführende Informationen:
Flyer zum Nahehöhenweg

( Größe: 85 KB)

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