WM Skibergsteigen 2008: Italiener siegen auch zum Abschluss

bergleben.de am 03.03.2008 - 09:29 Uhr
Im letzten Wettbewerb der WM 2008 im schweizerischen Portes-du-Soleil dominierte erneut das italienische Team. Im erstmals ausgetragenen Langdistanzrennen hießen die Sieger am Ende Guido Giacomelli und Francesca Martinelli.

Deutsche verzichten auf Start
Mit dem abschließenden Langdistanz-Event am Freitag den 29. Februar ging eine perfekt organisierte Weltmeisterschaftswoche in der Schweiz zu Ende. Mit dem guten Wetter der Vortage war am Finaltag leider Schluss. "Das Wetter ist grausig, unten Regen, oben Schneesturm und Nebel, wie soll man da 3000 Höhenmeter durch die Berge rennen?", so Andi Strobl in seinem WM-Tagebuch auf www.alpenverein.de. Die angeschlagenen deutschen Starter, Toni Steurer klagte über Rückenschmerzen und Konrad Lex litt unter Magen-Darmproblmen, entschieden sich nach Absolvierung des Warm Up’s, nicht beim Langdistanzrennen an den Start zu gehen. So machten sich bei schwierigen Bedingungen 120 Starter ohne deutsche Beteiligung zum Distanzrennen auf.


Giacomelli profitiert von Fehlern der Konkurrenz
"Es wird ein taktisch geprägtes Rennen", vermutete der große Gewinner der Weltmeisterschaft 2008, Florent Perrier aus Frankreich. Seine Vermutung sollte sich im Laufe des Rennens bewahrheiten. Eine vierköpfige Spitzengruppe, darunter Guido Giacomelli (ITA), Florent Perrier, Florent Troillet (SUI) und Kilian Jornet (ÉSP) setzten sich vorne ab. Der Franzose Florent Perrier verlor nach eigenem Verschulden drei Mal sein Fell und fiel auf den späteren Gewinner Guido Giacomelli zurück. Der Schweizer Lokalmatador Florent Troillet büßte durch einen Defekt an seinen Skischuhen wertvolle Zeit ein. Der glückliche Sieger, Guido Giacomelli, der von den Fehlern seiner Konkurrenten profitierte, fuhr mit einer Zeit von 02:54:48 Stunden ins Ziel. Die Zeitverluste der Konkurrenz ebenfalls nutzend, stürmte der Spanier Kilian Jornet mit der Zeit 02:58:38 Stunden auf den dritten Bronze Platz und erreichte mit der tollen Zeit zugleich die Goldmedaille bei den Junioren. Somit konnten die Spitzen-Nationen Frankreich, Italien, Schweiz und Spanien auch am Finaltag der WM 2008 ihre Ausnahmestellung im Skibergsteigen der Männer unter Beweis stellen und die vorderen Plätze belegen.

Martinelli erneut ganz vorne
Wie schon beim Team-Rennen der Damen stand die Italienerin Francesca Martinelli beim Abschluss der WM ganz oben auf dem Podium und sicherte sich die zweite Goldmedaille der Weltmeisterschaftswoche. Dominierend von Beginn an konnte sie das Rennen kontrollieren und lief mit 03:15:10 Stunden einen ungefährdeten Sieg ein. An ihre Fersen haftete sich die Schweizerin Gabriela Magnenat, die mit rund eineinhalb Minuten Rückstand ins Ziel kam. „Einen Moment lang dachte ich, ich könnte sie mir noch packen“, erklärte Magnenat nach dem Rennen auf der Website www.skimo.org. Nathalie Etzensperger (SUI) komplettierte das Podium mit einer Zeit von 03:21:11 Stunden, Vierte wurde Catherine Mabillard, ebenfalls aus dem starken schweizerischen Team.

Ergebnis der Herren – Langdistanzrennen
- 1. Guido Giacomelli 02:54:48
- 2. Florent Perrier 02:57:47
- 3. Kilian Jornet 02:58:38
- 4. Florent Troillet 03:00:53
- 5. Peter Svätojansky 03:01:09
- 6. Alexander Lugger 03:01:53

Ergebnis der Damen – Langdistanzrennen
- 1. Francesca Martinelli 03:15:10
- 2. Gabrielle Magnenat 03:16:51
- 3. Nathalie Etzensperger 03:21:11
- 4. Catherine Mabillard 03:25:20
- 5. Nathalie Bourillon 03:26:30
- 6. Vroni Swidrak 03:31:02

Männliche Jugend – Langdistanzrennen
- 1. Kilian Jornet 02:58:38
- 2. Marc Solà 03:05:57
- 3. Matteo Eydallin 03:06:36

Weibliche Jugend – Langdistanzrennen
- 1. Tamara Lunger 03:44:11
- 2. Emilie Gex-Fabry 03:47:01

Quellen
- Pressemitteilung vom ASTC vom 02.03.2008
- www.skimo.org
- www.astc.at

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