Weltmeisterschaften im Skibergsteigen

Rolf Majcen am 23.02.2004 - 10:10 Uhr
Anfang März 2004 ist es wieder soweit, dann finden im spanischen Val d´Aran die zweiten von der ISMC veranstalteten Weltmeisterschaften in der Geschichte der UIAA statt. Bevor es dort so richtig losgeht, noch ein Blick zurück ins Jahr 2002, zu den ersten Weltmeisterschaften im französischen Serre Chevalier.

Januar 2002 - erste WM im Skibergsteigen:
Es waren schöne erste Weltmeisterschaften im Skibergsteigen, die vom 24. Januar 2002 bis 27. Januar 2002 im französischen Serre Chevalier im Rahmen der UIAA und der ISMC stattfanden und an denen über 230 Sportler aus 22 Nationen und drei Kontinenten teilnahmen.

Zu viel Schnee:
Heftige Schneefälle in der Nacht vor dem ersten Bewerb brachten den umliegenden Bergen endlich die lang ersehnte weiße Pracht, zwang jedoch die Veranstalter zu einer Verschiebung des Wettkampfes um einen Tag. Eine gute Entscheidung, denn der Teamwettbewerb fand daraufhin bei wolkenlosem Himmel statt. 43 Teams waren am Start. Drei Anstiege oder 1690 Höhenmeter mussten mit Tourenski und Fellen bezwungen werden. Ein Steilhang wurde zu Fuß mit Ski am Rucksack überwunden. Die Abfahrten abseits von Pisten waren mangels gefestigter Schneedecke teilweise steinig und erforderten höchste Vorsicht.

Die Titelträger:
Weltmeister im Teambewerb wurden bei den Herren die Italiener Ivan Murada/Graziano Boscacci vor den Franzosen Toni Sbalbi/Stephane Brosse und den Slowaken Miroslav Leitner/Peter Swätojansky. Bei den Damen gewannen die Französinnen Valerie Ducognon/Delphine Oggeri vor ihren Landsfrauen Corinne Favre/Carole Toigo und Nathalie Bourillon/Veronique Lathuraz.

Auf den Plätzen:
Die Österreicher belegten die Plätze 16 (Aleander Lugger/Hermann Kofler), 27 (Rolf Majcen/Franz Hausmann) und 35 (Franz Gschiegl/Aurel Lackner), die deutschen Wettkampf-Skibergsteiger die Ränge 19 (Georg Nikaes/Gerhard Reithmeier), 21 (Daniel Pickl/Stefan Klinger), und 11 (Echtler Christine/Treimer Silvia).

Die Einzelbewerbe:
Beim Singlebewerb auf etwas verkürzter Strecke (1505 Höhenmeter, vier Aufstiege) waren 90 Herren und 34 Damen am Start. Stephan Brosse (FRA) gewann vor Patrick Blanc (FRA) und Carlo Battel (ITA). Bei den Damen durfte sich die Französin Valerie Ducognon über ihren zweiten Weltmeistertitel freuen. Dahinter: Gloriana Pellissier (ITA) und Catherine Mabillard (SUI).

Die Plätze der Österreicher: Lugger (27.), Kofler (43.), Majcen (63.), Hausmann (71.), Gschiegl (74.), Lackner (83.) und bei den Damen Plattner (22.) und Sojer (29.).
Aus dem deutschen Team gelang Franz Grassl Platz 30, Toni Steurer Platz 37, Georg Nickaes Platz 39, Tim Stachel Platz 47, Stefan Klinger Platz 51, Matthias Robl Platz 52, Daniel Pickl Platz 55, Jochen Stelzer Platz 67, Stefan Winter Platz 68, Judith Grassl Platz 20, Christine Echtler Platz 24, und Silvia Treimer Platz 30.

Starkes französisches Team:
In der Nationenwertung gewannen die Franzosen deutlich vor den Italienern und den Schweizern. Deutschland erkämpfte Platz sechs, Österreich wurde Achter.

Trofeo Mezzalama 1975:
Historisches Detail am Rande: Bereits im Jahr 1975 wurde die berühmte 'Trofeo Mezzalama' als Weltmeisterschaft im Skibergsteigen in den Klassen Zivilisten, Soldaten, Bergführer ausgetragen.

ANZEIGE

ANZEIGE