Interview mit Peggy Klose: "Wir fühlen uns ungerecht behandelt"
bergleben.de am 28.07.2009 - 09:31 Uhr
Nach einer erfolgreichen Transalp, bei der das Team Zwillingscraft jeden Tag auf dem Podium stand, spricht Peggy Klose im Interview mit bergleben.de darüber, warum es dennoch nur zu Rang vier gereicht hat.
bergleben.de: Peggy, die Transalp ist vorbei, eigentlich ist jeder froh es geschafft zu haben, aber auf eurer Teamseite hört sich das etwas anders an. Was ist vorgefallen, das dir und deiner Partnerin die Ankunft in Riva versalzen hat?
Peggy Klose: Wir haben uns schon gefreut, dass wir gesund und gemeinsam in Riva gelandet sind. Betrachtet man das Schicksal anderer – Anita Steiner ist beispielsweise schwer gestürzt, wird unsere Story relativ. Wir sind einfach enttäuscht zum „Bauernopfer“ gemacht zu werden. Ein etwas frustrierter Konkurrent hatte zwei Frauenteams wegen Wegwerfens des Gels angezinkt. Uns war der Vorfall nicht bewusst. Bei 190 Puls kann sowas vorkommen. Bisher haben wir immer peinlich darauf geachtet, das wir nichts wegwerfen. Wenn Peggy auf Urlaubstransalp geht, liest sie manchmal noch den TAC Müll auf.
bergleben.de: Nun ist wahrscheinlich jedem klar, dass das Verbot Müll wegzuwerfen durchaus seine Berechtigung hat. Aber die Höhe der Strafe auf Zuwiderhandlung scheint euren Worten nach nicht festgelegt zu sein. Was führt euch zu diesem Schluss?
P.K.: Jeder weiß, dass die Herren Elite Teams während Transalp und Transgermany ganz oft dieses Problem haben. Hier gibt es mehrmalige Verwarnungen, wenn Offizielle das sehen. Pia Sundstedt ist im vergangenen Jahr drei Mal verwarnt worden. Markus Kaufmann bekam für das Wegwerfen eines Reifens zehn Minuten Strafe. Im offiziellen Reglement (Roadbook 2009) steht „Bis zu 60 Minuten“ Im Internet hat der Veranstalter das bereits abgeändert. Ein anderes Team wurde beim Abdrängen im Trail mit Sturzfolge erwischt. Durch Offizielle. Die Strafe lautete 15 Minuten! Hier hätte laut Reglement eine Disqualifikation erfolgen müssen. Wir fühlen uns ungerecht behandelt und sind sehr enttäuscht. Der Protest des Teilnehmers war formell nicht richtig. Er selbst hat sich bei uns mehrfach entschuldigt und hatte versucht alles rückgängig zu machen
bergleben.de: Mit einer Zeitstrafe von 15 Minuten hättet ihr es als Zweite auf das Podest geschafft, nun steht ihr als Vierte im Gesamtklassement. Fühlt ihr euch um den Podestplatz betrogen?
P.K.: Ja. Sogar 40 Minuten hätten nix ausgemacht! Aber wir haben aus diesem Vorfall ganz viel Moral geschöpft im ganzen Team. Bei Zwillingscraft gab es am Samstag trotzdem eine Party. Wir haben gemeinsam mit unseren Konkurrentinnen gefeiert.
bergleben.de: Auf eurer Homepage www.zwillingscraft.com steht weiter, dass euch ein konkurrierender Rennfahrer angezeigt hat. Vermutet ihr hinter dieser Anzeige böse Absicht? Könnte man also eurer Meinung nach auch durch eine Falschaussage zukünftig das Rennen beeinflussen?
P.K.: Auf jeden Fall muss sich die Rennleitung hier etwas überlegen. Schon am nächsten Tag wollten sich verschiedene Teams gegenseitig verpfeifen. Wir sind dann zu allen Teamchefs gegangen um mitzuteilen, dass wir niemanden anzeigen werden. Das ist unfair. Die Elite Fahrer an der Spitze gehen da sehr fair miteinander um.
bergleben.de: Kommen wir zum eigentlichen Hauptereignis, der Transalp an sich. Wie war die diesjährige Route im Vergleich zu den Vorjahren?
P.K.: Kurz und knackig, super schön trailig. Deshalb sind unsre Mädels so schnell unterwegs gewesen.
bergleben.de: War es die richtige Entscheidung, die erste Etappe abzusagen?
P.K.: Auf jeden Fall. Hier hat Herr Stanciu eine sehr gute und bewundernswert mutige Entscheidung getroffen. Hier hat er unseren Respekt.
bergleben.de: Hat sich die Transalp in den letzten Jahren verändert, oder ist alles so wie bei deinem ersten Podiumsplatz 2005?
P.K.: Die Transalp ist schneller geworden die Spitze rückt näher zusammen. Die Transalp ist wichtig für die Teams. Genau deshalb arbeiten die Spitzen-Teams auf professionellem Niveau. Der Veranstalter sollte sich eigentlich darüber freuen und diese Professionalität auch zulassen, nicht nur im Bereich der Männerteams. Ich möchte mich an dieser Stelle noch bei meiner Teampartnerin bedanken. Claudia Till ist ein bärenstarkes Rennen gefahren.
bergleben.de: Danke für das Interview und viel Erfolg im nächsten Jahr!
bergleben.de: Peggy, die Transalp ist vorbei, eigentlich ist jeder froh es geschafft zu haben, aber auf eurer Teamseite hört sich das etwas anders an. Was ist vorgefallen, das dir und deiner Partnerin die Ankunft in Riva versalzen hat?
Peggy Klose: Wir haben uns schon gefreut, dass wir gesund und gemeinsam in Riva gelandet sind. Betrachtet man das Schicksal anderer – Anita Steiner ist beispielsweise schwer gestürzt, wird unsere Story relativ. Wir sind einfach enttäuscht zum „Bauernopfer“ gemacht zu werden. Ein etwas frustrierter Konkurrent hatte zwei Frauenteams wegen Wegwerfens des Gels angezinkt. Uns war der Vorfall nicht bewusst. Bei 190 Puls kann sowas vorkommen. Bisher haben wir immer peinlich darauf geachtet, das wir nichts wegwerfen. Wenn Peggy auf Urlaubstransalp geht, liest sie manchmal noch den TAC Müll auf.
bergleben.de: Nun ist wahrscheinlich jedem klar, dass das Verbot Müll wegzuwerfen durchaus seine Berechtigung hat. Aber die Höhe der Strafe auf Zuwiderhandlung scheint euren Worten nach nicht festgelegt zu sein. Was führt euch zu diesem Schluss?
P.K.: Jeder weiß, dass die Herren Elite Teams während Transalp und Transgermany ganz oft dieses Problem haben. Hier gibt es mehrmalige Verwarnungen, wenn Offizielle das sehen. Pia Sundstedt ist im vergangenen Jahr drei Mal verwarnt worden. Markus Kaufmann bekam für das Wegwerfen eines Reifens zehn Minuten Strafe. Im offiziellen Reglement (Roadbook 2009) steht „Bis zu 60 Minuten“ Im Internet hat der Veranstalter das bereits abgeändert. Ein anderes Team wurde beim Abdrängen im Trail mit Sturzfolge erwischt. Durch Offizielle. Die Strafe lautete 15 Minuten! Hier hätte laut Reglement eine Disqualifikation erfolgen müssen. Wir fühlen uns ungerecht behandelt und sind sehr enttäuscht. Der Protest des Teilnehmers war formell nicht richtig. Er selbst hat sich bei uns mehrfach entschuldigt und hatte versucht alles rückgängig zu machen
bergleben.de: Mit einer Zeitstrafe von 15 Minuten hättet ihr es als Zweite auf das Podest geschafft, nun steht ihr als Vierte im Gesamtklassement. Fühlt ihr euch um den Podestplatz betrogen?
P.K.: Ja. Sogar 40 Minuten hätten nix ausgemacht! Aber wir haben aus diesem Vorfall ganz viel Moral geschöpft im ganzen Team. Bei Zwillingscraft gab es am Samstag trotzdem eine Party. Wir haben gemeinsam mit unseren Konkurrentinnen gefeiert.
bergleben.de: Auf eurer Homepage www.zwillingscraft.com steht weiter, dass euch ein konkurrierender Rennfahrer angezeigt hat. Vermutet ihr hinter dieser Anzeige böse Absicht? Könnte man also eurer Meinung nach auch durch eine Falschaussage zukünftig das Rennen beeinflussen?
P.K.: Auf jeden Fall muss sich die Rennleitung hier etwas überlegen. Schon am nächsten Tag wollten sich verschiedene Teams gegenseitig verpfeifen. Wir sind dann zu allen Teamchefs gegangen um mitzuteilen, dass wir niemanden anzeigen werden. Das ist unfair. Die Elite Fahrer an der Spitze gehen da sehr fair miteinander um.
bergleben.de: Kommen wir zum eigentlichen Hauptereignis, der Transalp an sich. Wie war die diesjährige Route im Vergleich zu den Vorjahren?
P.K.: Kurz und knackig, super schön trailig. Deshalb sind unsre Mädels so schnell unterwegs gewesen.
bergleben.de: War es die richtige Entscheidung, die erste Etappe abzusagen?
P.K.: Auf jeden Fall. Hier hat Herr Stanciu eine sehr gute und bewundernswert mutige Entscheidung getroffen. Hier hat er unseren Respekt.
bergleben.de: Hat sich die Transalp in den letzten Jahren verändert, oder ist alles so wie bei deinem ersten Podiumsplatz 2005?
P.K.: Die Transalp ist schneller geworden die Spitze rückt näher zusammen. Die Transalp ist wichtig für die Teams. Genau deshalb arbeiten die Spitzen-Teams auf professionellem Niveau. Der Veranstalter sollte sich eigentlich darüber freuen und diese Professionalität auch zulassen, nicht nur im Bereich der Männerteams. Ich möchte mich an dieser Stelle noch bei meiner Teampartnerin bedanken. Claudia Till ist ein bärenstarkes Rennen gefahren.
bergleben.de: Danke für das Interview und viel Erfolg im nächsten Jahr!
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