UCI MTB Downhill World Cup in Leogang: Minnaar und Jonnier siegen
bergleben.de am 22.06.2010 - 14:19 Uhr
Der UCI Dowhill World Cup in Leogang wurde von Greg Minnaar und Sabrina Jonnier dominiert. Die folgenden Podiumsplätze im Herrenfinale belegten die Fahrer Gee Atherton (GBR/2.Platz) und Aaron Gwin (USA/3. Platz). Bei den Damen konnten zwei weitere Französinnen überzeugen: Emmeline Ragot auf Platz zwei, gefolgt von Floriane Pugin auf dem dritten Platz.
Anspruchsvoller Kurs
Der Kurs der UCI Downhill World Cup Premiere in Leogang zeichnete sich im Besonderen durch seine anspruchsvollen Passagen aus, die den Fahrern ein hohes Maß an Konzentration und Können abverlangten. Besonders die letzte, mit Wurzeln gespickte und durch den Regen sehr rutschige Passage der Strecke erwies sich als Herausforderung für die Athleten. Unter den begeisterten Zurufen der Zuschauer zeigten diese ein Maximum an Leistung und boten ein spektakuläres Rennen. Über 8.000 Besucher kamen am verlängerten World Cup Wochenende nach Leogang, um bei diesem internationalen Radsporthighlight live dabei zu sein.
Blenkinsop und Atherton Schnellste der Quali
Den angereisten Fahrern standen im Vorfeld nur zwei Trainingstage zur Verfügung, um sich auf den 2600 Meter langen und über 836 Höhenmeter erstreckenden Kurs vorzubereiten. Keine leichte Aufgabe für die 231 teilnehmenden Fahrer aus 31 Nationen, denn viele kannten die Downhillstrecke bisher nicht. Im Seeding Run am Samstag fand sich der Neuseeländer Samuel Blenkinsop am besten zurecht. Er entschied die Qualifkation vor dem Südafrikaner Greg Minnaar and dem US-Amerikaner Aaron Gwin für sich. In der Damen-Qualifikation konnte sich Rachel Atherton (GBR) vor Emmeline Ragot (FRA) and Tracy Moseley (GBR) durchsetzen.
Atherton nach Sturz ausgeschieden
Der Sonntagnachmittag wurde um 13.15 Uhr mit dem großen Downhill-Finale der Damen eingeleitet. Die Siegerin Jonnier gab hierbei eine zu unterbietende Bestzeit von 4:52.70 Minuten vor. Die Britin Moseley startete stark im ersten Teil ihres Laufes, verlor jedoch am Anfang der letzten Waldsektion aufgrund eines Fahrfehlers wertvolle Sekunden und landete schlussendlich bei einer Zeit von 5:02.39 Minuten (vierter Platz). Ragot nutzte ihre Chance und legte in der mittleren Sektion enorm an Geschwindigkeit zu. Jedoch schien die Französin am Ende die Kraft zu verlassen: mit 3.54 Sekunden Abstand zu Jonnier landete sie auf dem überaus respektablen, zweiten Platz. Die Favoritin und Qualifikationsschnellste, Rachel Atherton, konnte aufgrund eines Sturzes und einer daraus resultierenden Schulterblessur ihren Lauf nicht beenden und schied aus. Petra Bernhard sicherte sich als beste Österreichern den neunten Platz.
Die TOP 10 Ergebnisse in der Übersicht:
1. Sabrina Jonnier (FRA/4:52.70)
2. Emmeline Ragot (FRA/4:56.24)
3. Floriane Pugin (FRA/4:58.05)
4. Tracy Moseley (GBR/5:02.39)
5. Myriam Nicole (FRA/5:05.48)
6. Céline Gros (FRA/5:10.91)
7. Claire Buchar (CAN/5:12.72)
8. Manon Carpenter (GBR/5:13.20)
9. Petra Bernhard (AUT/5:13.62)
10.Micayla Gatto (CAN/5:28.69)
Spannung bis zum Schluss
Direkt im Anschluss folgte das Downhill-Finale der Herren. Der amtierende Weltmeister, Steve Peat (GBR), startete nach einem weniger gelungenen Qualifikationslauf am Vortag im Mittelfeld. Hier setzte er mit 4:11.82 Minuten bereits früh eine Bestzeit, die im Rennverlauf längere Zeit nicht geschlagen werden sollte. In einem packenden Lauf schaffte es erst der Neuseeländer Cameron Cole die Zeit um gerade einmal 0.05 Sekunden zu untertreffen. Dies war ein Vorgeschmack auf die anstehenden, spannenden letzten Läufe: Brendan Fairclough sollte zwar in der ersten Hälfte der Strecke die Zeiten von Peat und Cole unterbieten, verlor aber in der letzten Sektion die Ideallinie und fiel auf Position drei zurück. Erst Gee Atherton konnte mit seinem extrem leichtfüßigen Fahrstil eine neue Bestmarke setzen: Der Brite nahm Cole im ersten Drittel bereits über zwei Sekunden ab, um im letzten Drittel wie auch im Ziel über fünf Sekunden gegenüber seinen Konkurrenten Cole und Peat gut gemacht zu haben. Die erbrachte Leistung wie auch seine Zeit sprach für einen klaren Sieg. Jedoch warteten am Start noch die drei Bestqualifizierten des Vortages: Aaron Gwin (USA), Greg Minnaar (RSA) und Samuel Blenkinsop (NZL).
Gwin konnte eine hohe Geschwindigkeit aufbauen und diese auch in technisch schwierigen Passagen optimal nutzen, jedoch schaffte er es mit einer Zeit von 4:10.09 Minuten nicht an die von Atherton heran. Minnaar bewies sich vielmehr als der Fahrer mit dem besten Gefühl für den Kurs inklusive der matschigen Abschnitte: mit 0.74 Sekunden Abstand schoss er direkt auf Platz 1. Der erstqualifizierte Samuel Blenkinsop (NZL), hätte beinahe noch an Minnaars Thron gerüttelt, rutsche jedoch 600 Meter vor dem Ziel innerhalb kurzer Zeit zwei mal von seinem Pedal ab und verspielte damit eine Platzierung unter den Top-3.
Die Plätze eins bis zehn in der Übersicht:
1. Greg Minnaar (RSA/4:05.65)
2. Gee Atherton (GBR/4:06.39)
3. Aaron Gwin (USA/4:10.09)
4. Samuel Blenkinsop (NZL/4:11.17)
5. Cameron Cole (NZL/4:11.77)
6. Steve Peat (GBR/4:11.82)
7. Brendan Fairclough (GBR/4:12.61)
8. Justin Leov (NZL/4:12.93)
9. Matti Lehikoinen (FIN/4:13.25)
10. Mathew Simmonds (GBR/4:13.82)
Auch im nächsten Jahr findet der UCI Mountain Bike World Cup wieder in Leogang (10.-12. Juni) statt. Leogang Saalfelden und der Bikepark Leogang freuen sich darauf, alle Mountainbike Fans im idyllischen SalzburgerLand begrüßen zu dürfen. Alle Informationen rund um UCI Mountainbike World Cup in Leogang sind zu finden unter: www.mtb-weltcup.at
Anspruchsvoller Kurs
Der Kurs der UCI Downhill World Cup Premiere in Leogang zeichnete sich im Besonderen durch seine anspruchsvollen Passagen aus, die den Fahrern ein hohes Maß an Konzentration und Können abverlangten. Besonders die letzte, mit Wurzeln gespickte und durch den Regen sehr rutschige Passage der Strecke erwies sich als Herausforderung für die Athleten. Unter den begeisterten Zurufen der Zuschauer zeigten diese ein Maximum an Leistung und boten ein spektakuläres Rennen. Über 8.000 Besucher kamen am verlängerten World Cup Wochenende nach Leogang, um bei diesem internationalen Radsporthighlight live dabei zu sein.
Blenkinsop und Atherton Schnellste der Quali
Den angereisten Fahrern standen im Vorfeld nur zwei Trainingstage zur Verfügung, um sich auf den 2600 Meter langen und über 836 Höhenmeter erstreckenden Kurs vorzubereiten. Keine leichte Aufgabe für die 231 teilnehmenden Fahrer aus 31 Nationen, denn viele kannten die Downhillstrecke bisher nicht. Im Seeding Run am Samstag fand sich der Neuseeländer Samuel Blenkinsop am besten zurecht. Er entschied die Qualifkation vor dem Südafrikaner Greg Minnaar and dem US-Amerikaner Aaron Gwin für sich. In der Damen-Qualifikation konnte sich Rachel Atherton (GBR) vor Emmeline Ragot (FRA) and Tracy Moseley (GBR) durchsetzen.
Atherton nach Sturz ausgeschieden
Der Sonntagnachmittag wurde um 13.15 Uhr mit dem großen Downhill-Finale der Damen eingeleitet. Die Siegerin Jonnier gab hierbei eine zu unterbietende Bestzeit von 4:52.70 Minuten vor. Die Britin Moseley startete stark im ersten Teil ihres Laufes, verlor jedoch am Anfang der letzten Waldsektion aufgrund eines Fahrfehlers wertvolle Sekunden und landete schlussendlich bei einer Zeit von 5:02.39 Minuten (vierter Platz). Ragot nutzte ihre Chance und legte in der mittleren Sektion enorm an Geschwindigkeit zu. Jedoch schien die Französin am Ende die Kraft zu verlassen: mit 3.54 Sekunden Abstand zu Jonnier landete sie auf dem überaus respektablen, zweiten Platz. Die Favoritin und Qualifikationsschnellste, Rachel Atherton, konnte aufgrund eines Sturzes und einer daraus resultierenden Schulterblessur ihren Lauf nicht beenden und schied aus. Petra Bernhard sicherte sich als beste Österreichern den neunten Platz.
Die TOP 10 Ergebnisse in der Übersicht:
1. Sabrina Jonnier (FRA/4:52.70)
2. Emmeline Ragot (FRA/4:56.24)
3. Floriane Pugin (FRA/4:58.05)
4. Tracy Moseley (GBR/5:02.39)
5. Myriam Nicole (FRA/5:05.48)
6. Céline Gros (FRA/5:10.91)
7. Claire Buchar (CAN/5:12.72)
8. Manon Carpenter (GBR/5:13.20)
9. Petra Bernhard (AUT/5:13.62)
10.Micayla Gatto (CAN/5:28.69)
Spannung bis zum Schluss
Direkt im Anschluss folgte das Downhill-Finale der Herren. Der amtierende Weltmeister, Steve Peat (GBR), startete nach einem weniger gelungenen Qualifikationslauf am Vortag im Mittelfeld. Hier setzte er mit 4:11.82 Minuten bereits früh eine Bestzeit, die im Rennverlauf längere Zeit nicht geschlagen werden sollte. In einem packenden Lauf schaffte es erst der Neuseeländer Cameron Cole die Zeit um gerade einmal 0.05 Sekunden zu untertreffen. Dies war ein Vorgeschmack auf die anstehenden, spannenden letzten Läufe: Brendan Fairclough sollte zwar in der ersten Hälfte der Strecke die Zeiten von Peat und Cole unterbieten, verlor aber in der letzten Sektion die Ideallinie und fiel auf Position drei zurück. Erst Gee Atherton konnte mit seinem extrem leichtfüßigen Fahrstil eine neue Bestmarke setzen: Der Brite nahm Cole im ersten Drittel bereits über zwei Sekunden ab, um im letzten Drittel wie auch im Ziel über fünf Sekunden gegenüber seinen Konkurrenten Cole und Peat gut gemacht zu haben. Die erbrachte Leistung wie auch seine Zeit sprach für einen klaren Sieg. Jedoch warteten am Start noch die drei Bestqualifizierten des Vortages: Aaron Gwin (USA), Greg Minnaar (RSA) und Samuel Blenkinsop (NZL).
Gwin konnte eine hohe Geschwindigkeit aufbauen und diese auch in technisch schwierigen Passagen optimal nutzen, jedoch schaffte er es mit einer Zeit von 4:10.09 Minuten nicht an die von Atherton heran. Minnaar bewies sich vielmehr als der Fahrer mit dem besten Gefühl für den Kurs inklusive der matschigen Abschnitte: mit 0.74 Sekunden Abstand schoss er direkt auf Platz 1. Der erstqualifizierte Samuel Blenkinsop (NZL), hätte beinahe noch an Minnaars Thron gerüttelt, rutsche jedoch 600 Meter vor dem Ziel innerhalb kurzer Zeit zwei mal von seinem Pedal ab und verspielte damit eine Platzierung unter den Top-3.
Die Plätze eins bis zehn in der Übersicht:
1. Greg Minnaar (RSA/4:05.65)
2. Gee Atherton (GBR/4:06.39)
3. Aaron Gwin (USA/4:10.09)
4. Samuel Blenkinsop (NZL/4:11.17)
5. Cameron Cole (NZL/4:11.77)
6. Steve Peat (GBR/4:11.82)
7. Brendan Fairclough (GBR/4:12.61)
8. Justin Leov (NZL/4:12.93)
9. Matti Lehikoinen (FIN/4:13.25)
10. Mathew Simmonds (GBR/4:13.82)
Auch im nächsten Jahr findet der UCI Mountain Bike World Cup wieder in Leogang (10.-12. Juni) statt. Leogang Saalfelden und der Bikepark Leogang freuen sich darauf, alle Mountainbike Fans im idyllischen SalzburgerLand begrüßen zu dürfen. Alle Informationen rund um UCI Mountainbike World Cup in Leogang sind zu finden unter: www.mtb-weltcup.at
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