Biken im Winter: Nützliche Tipps für die kalte Jahreszeit (Teil 2)

bergleben.de am 01.12.2009 - 13:33 Uhr
Biken im Winter
Im zweiten Teil unserer Wintertipps für Biker geht es heute um den Bereich Material. Denn nicht nur der Mensch muss sich mit Kleidung und Verpflegung auf die dunkle und nasse Jahreszeit einstellen. Auch das Bike selber sollte winterfest gemacht werden.

Das Zauberwort heißt ‚Reinigen’
Zunächst einmal sollte das Bike regelmäßig gereinigt werden. Das tun die meisten Bike-Liebhaber zwar sowieso, aber im Winter ist dies besonders wichtig, denn sonst setzen sich Dreck und Reste von Streusalz in jede Ritze und greifen unter Umständen das Material an. Vor allem bevor das Schmuddelwetter richtig losgeht, sollten alle beweglichen Teile wie Bremsen, Schaltung und Kette einmal richtig geschmiert beziehungsweise geölt werden, damit diese gängig bleiben. Wer einen Ledersattel hat, darf diesen auch ruhig ab und zu pflegen. Dafür bietet sich zum Beispiel farblose Schuhcreme an. Dadurch bleibt der Sattel in Schuss und wird durch die kalte und trockene Luft nicht porös.

Mit Profil in den Winter
Da im Winter meist nasse und/oder matschige Bedingungen herrschen, ist es natürlich wichtig, ausreichend Profil auf den Reifen zu haben. Sonst sind unnötige Stürze schon vorprogrammiert. Teilweise muss aufgrund der veränderten Bodenverhältnisse auch die eigene Fahrweise angepasst werden. Sonst kann es auch auf bekannten Strecken zu bösen Überraschungen kommen. Wer gerne und viel auf Schnee und Eis fährt, kann im Winter auch einen Spike-Pneu aufziehen. Damit habt ihr auf diesem Untergrund auf jeden Fall genügend Grip.

Auf die Erleuchtung kommt es an
Einen anderen großen Unterschied zwischen Sommer und Winter machen die Lichtverhältnisse aus. Denn im Winter wird es natürlich schneller dunkel. Daher braucht man Licht, um nicht mitten im Wald beim freudigen Biken von der Dunkelheit überrascht zu werden. Am besten eignen sich hier batteriebetriebene Lampen zum Anstecken. Denn die kann man bei kurzen Touren auch einfach zuhause lassen. Der oft genannte optische Aspekt sollte hier in jedem Fall dem Sicherheitsgedanken weichen. Neben der eigenen (Weg-) Erleuchtung spielt dabei auch das Gesehenwerden eine Rolle. Sonst könnte schnell die nächste Motorhaube das abrupte Ende des Bike-Spaß’ sein.

Gefahr der Schwitznässe
Wichtig ist auch die Lagerung des Bikes zwischen den Ausfahrten. Zwar ist es löblich, wenn man dem Sportgerät einen warmen Platz gönnt, aber das kann unter Umständen zu Problemen an der frischen Luft führen. So kann es bei großen Temperaturunterschieden zwischen drinnen und draußen zu Schwitznässe kommen, die dann an den beweglichen Teilen wie Bremsen und Schaltung zum Gefrieren der Züge führt. Hier ist also Vorsicht geboten, denn wer zügig loslegt und vielleicht innerhalb der Stadt plötzlich stoppen muss, könnte ein böses Erwachen haben.

Vor dem Einmotten Bike in Schuss bringen
Aber auch für alle Schönwetterfahrer haben wir ein paar gute Ratschläge parat. Wer sein Bike im Winter einmotten will und nicht bei herrlich klarer Luft in die Pedale treten will, sollte sein Sportgerät gründlich reinigen. Sprich alle Teile putzen und trocken wischen. Die Kette leicht ölen und auch alle anderen beweglichen Parts schmieren. Darauf achten, dass zum Beispiel im Sattelrohr kein Wasser steht und ausreichend Luft auf den Reifen ist. So bleibt das Bike in Schuss und ihr braucht euch nach dem Winter nicht ärgern, dass irgendwo Rost angesetzt hat oder irgendwelche Teile nicht mehr funktionieren. Allen anderen wünschen wir auch im Winter eine gute Fahrt!

Torben Stratenschulte

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