Mountainbiken bei Schnee und Eis: So machst du dein Rad fit für den Winter

bergleben.de am 24.11.2010 - 09:08 Uhr
Mountainbiken bei Schnee und Eis: So machst du dein Rad fit für den Winter © Bruce McAdam
Kommt der Winter, holen selbst hartgesottene Straßenradfahrer schon einmal das Mountainbike aus der Garage. Immerhin ist Mountainbiken auch bei Schnee und Eis noch möglich – sofern das Bike winterfit ist.

Wie viel Arbeit du in die Umrüstung deines Mountainbikes stecken musst, hängt nicht zuletzt von der Strenge des Winters und von deinem Wohnort ab. Ein Schwarzwälder hat bei vergleichbaren Wetterbedingungen in der Regel mehr mit Schnee zu kämpfen als ein Norddeutscher. Der Einfachheit halber gehen wir in diesem Text von einem kalten und schneereichen Winter aus.

Mountainbike vorbereiten für den Winter
Bereits vor der ersten Ausfahrt bei Schnee und Eis ist es empfehlenswert, dein Mountainbike grundlegend zu reinigen. Hierzu solltest du ein Tuch oder einen Schwamm verwenden, Hochdruckreiniger sind tabu. Was als verlorene Liebesmühe erscheinen mag, hat einen guten Grund: So werden zum Beispiel kleinere Lackschäden und Kratzer sichtbar. Und die solltest du unbedingt ausbessern, damit dort weder Feuchtigkeit noch Salz eindringen und das Material beschädigen kann. Anschließend solltest du das Bike noch einmal mit einer Schutzschicht versehen (z.B. mit Wachs oder silikonhaltigem Spray) sowie die Kette und sämtliche beweglichen Teile fetten. Regelmäßige Reinigung ist wichtig, um das Material zu schonen und selbstredend auch zwischen den Touren dringend zu empfehlen.

Spikereifen, Scheibenbremsen & Co.: Erste Wahl bei Schnee und Eis
Wer bei Schnee und Eis fahren will, braucht vor allem Grip. Allein mit tief profilierten Reifen ist es da oft nicht getan. Spikereifen sind zwar ein wenig schwerer als „herkömmliche“ Mountainbikereifen und haben einen etwas höheren Rollwiderstand, erhöhen aber den Fahrkomfort bei diesen Bedingungen merklich. Spikereifen gibt es bereits ab 30 Euro. Deine Sitzposition sollte etwas aufrechter sein als im Sommer bzw. bei guten Gripverhältnissen. Das ist nicht nur komfortabler, sondern verringert durch die veränderte Gewichtsverteilung nach hinten auch das Sturzrisiko. Für die Sicherheit nicht minder wichtig ist das Bremsen. Scheibenbremsen sind gerade bei widrigen Bedingungen die beste Wahl, weil sie auch bei Feuchtigkeit, Eis und Dreck kaum etwas an Bremskraft einbüßen. Allerdings sind Scheibenbremsen deutlich teurer als Felgenbremsen. Solltest du aus finanziellen Gründen also auf Scheibenbremsen verzichten müssen, ist eine vorsichtige Fahrweise zu empfehlen.

Wichtig für Vielfahrer im Winter: Beleuchtung verbessert nicht nur deine Sicht, sondern auch deine Sicherheit. Bereits ab 10 Euro bekommst du gute, batteriebetriebene LED-Lampen fürs Mountainbike.

Autor: Marco Heibel

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