Trainingstipps für Jugendliche auf dem Mountainbike

bergleben.de am 14.04.2010 - 09:42 Uhr
Trainingstipps für Jugendliche auf dem Mountainbike
Fahrrad fahren kann jeder! Na ja, zumindest fast jeder und trotzdem unterscheidet sich das Mountainbiken vom Alltagsradfahren. Wir zeigen euch, wie Jugendlichen mit spielerischen Mitteln ein paar Kniffe und Tricks auf dem Mountainbike vermittelt werden können.

Grundlegende Dinge müssen gelernt werden
Grundsätzlich lässt sich ein Mountainbike wie ein herkömmliches Stadtrad fahren. Die ersten Unterschiede gibt es aber schon in der Fahrposition. Lenker und Sattel sind meistens auf einer Höhe. Zudem gibt es beim Mountainbike keinen Rücktritt. Zu den grundlegenden Dingen, über die ein Anfänger verfügen muss, zählen effektives Bremsen, Kurvenfahren, Bergfahren sowie Gleichgewicht und Kontrolle. Dies lässt sich alles auch spielerisch umsetzen, sodass der Spaß hier auch nicht zu kurz kommt.

Wer steht am Schnellsten?
Losfahren ist die eine Sache, das reaktionsschnelle Anhalten die andere. Um bei Gefahren sicher bremsen zu können, muss man dies auch lernen beziehungsweise üben. Lässt man Jugendliche alleine bremsen, geht es bei ihnen meistens darum, wer die längste Bremsspur schafft. Dabei wird aber fast nur die Hinterradbremse benutzt. Effektives Bremsen geht aber über Vorder- und Hinterradbremse. Wer nur oder zu stark die vordere Bremse nutzt, musste bereits schmerzlich mit dem Boden vor dem Rad Bekanntschaft machen. Die richtige Dosierung zwischen beiden Bremsen ist also gefragt. Dies lässt sich zum Beispiel ganz einfach üben, indem man einen Bremswettkampf austrägt. Ziel ist es, bei gleichem Anlauf ab einem bestimmten Punkt zu bremsen. Wer benötigt den kürzesten Bremsweg? Eine Notbremsung lässt sich auch üben, indem man auf ein stehendes Hindernis, zum Beispiel eine flache Markierung am Boden, die man notfalls auch überfahren kann, zufährt und abrupt abbremst.

Immer die Balance halten
Biken ohne die nötige Balance ist ohnehin nicht vorstellbar, dennoch kann man ein paar lustige und zugleich anspruchsvolle Spiele anbieten. Versucht zum Beispiel einmal einen Gegenstand, beispielsweise eine leere Flasche, ohne abzusteigen, vom Boden aufzuheben. Wer dies auf der rechten Seite schafft, sollte dies unbedingt auch links üben, denn jeder hat seine „Schokoladenseite“. Dies kann man mit lustigen Aufgaben verbinden, als Staffel oder ganz allein absolvieren. Ihr könntet verschiedene Gegenstände unter umgedrehten Bechern verstecken. Diese müssen dann gefunden werden – natürlich ohne mit dem Fuß den Boden zu berühren.


Das A und O auf dem „Mountain“-Bike
Das Bergfahren ist beim „Mountain“-Biken natürlich das A und O. Hier kann man durch seine Position auf dem Rad Kraft sparen und für mehr Sicherheit sorgen. Fährt man bergab, wird die Körperposition nach hinten verschoben. Der geübte Biker befindet sich hierbei sogar hinter dem Sattel. Gut üben kann man dies auf einem Gelände, auf dem es auch große Treppenstufen gibt. Neben der Körperposition spielen die Arme eine wichtige Rolle, weil sie die eigene Federung sind. Berghoch rutscht man auf dem Sattel weiter nach vorne. So wird der Druck auf dem Rad besser verteilt und ein Durchdrehen der Räder verhindert. Hat man das geeignete Gelände, zum Beispiel einen Wiesenhügel oder eine kurze Wurzelpassage, gefunden, kann man in einer jugendlichen Gruppe in Staffeln mit viel Spaß üben. Der Helm und die nötige Schutzkleidung sind natürlich immer dabei, sodass mögliche Stürze glimpflich ausgehen sollten.

Wie ein Motorrad in die Kurve
Auch beim Kurvenfahren kann man schnell etwas falsch machen. Wie ist die Pedalstellung? Wie verlagere ich das Körpergewicht? Lässt man Jugendliche Kurven mit verschiedenen Radien fahren, werden einige die Pedalstellung intuitiv richtig machen. Es ist sehr unwahrscheinlich, dass jemand das kurveninnere Pedal nach unten nimmt. Sollte dies jemand dennoch tun, merkt er spätestens, wenn das Pedal Bodenkontakt hat, dass dies nicht die beste Lösung ist. Normalerweise hat man die Pedale gleich hoch und das kurveninnere vorne. Das Körpergewicht sollte nicht gegen die Kurve arbeiten. Denkt zum Beispiel an einen Motorradfahrer. Der legt sich auch mit in die Kurve. Als Übung könnte man die Jugendlichen Gegenstände im Kurveninneren greifen lassen. So denken sie nicht nach und nehmen automatisch die richtige Position ein. Letztendlich sind beim Üben der grundlegenden Eigenschaften, die ein Mountainbiker haben sollte, keine Grenzen gesetzt. Je kreativer ihr seid, desto mehr Spaß haben die Jugendlichen. Und dem Ziel, die Fahrtechnik zu verbessern, kommt man spielerisch näher, ohne das die Jugendlichen sich viele Gedanken machen, worauf sie bei der nächsten Übung alles achten müssen. Also, ab aufs Bike und viel Spaß beim Üben!

Verfasser: Torben Stratenschulte

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