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Radurlaub auf dem E-Bike: E wie entspannt

17. Juni 2014 | bergleben.de

E-Biken im Bayerischen Wald - ©Bayerischer Wald

E-Biken im Bayerischen Wald

Copyright: Bayerischer Wald

Radurlaub mit dem E-Bike liegt im Trend. Wen wundert's: Das Radeln mit Rückenwind eröffnet auch untrainierten Fahrern ganz neue Tourmöglichkeiten. Das haben längst auch die Reiseveranstalter erkannt. Immer mehr Urlaubsregionen warten mit einer Armada von E-Bikes samt Akkuwechsel- und Akkuladestationen auf. Watt statt Wadeln ist die Losung - von der Bergwelt im Allgäu bis zu den windigen norddeutschen Küstenregionen. Hier ein kleiner Überblick über die wichtigsten "elektrisierten" Regionen in Deutschland und ihre maßgeschneiderten Pauschalen für den entspannten Radurlaub.

Die Pionierregion Allgäu

Trendsetter in Sachen E-Bike ist das Allgäu. Bereits 2006 engagierte man sich dort für die nötige Infrastruktur für E-Bike-Urlauber. Zunächst wurden sie milde belächelt, heute überflügelt die Flotte der elektronisch vorangetriebenen Räder mit 300 Exemplaren fast jede andere Urlaubsregion in Deutschland. Mehr als 4.000 Kilometer beschilderte Radwege können damit bequem unter die Räder genommen werden. Bis zu 80 Kilometer Reichweite haben die Movelo-Räder, die auch für untrainierte Gelegenheitsradler die Berge schrumpfen lassen. Der große Vorteil des Movelo-Systems: hier setzt man auf Akkuwechsel. Ähnlich dem Pferdewechsel bei den Postkutschenstationen aus vergangenen Tagen, wird beim Drahtesel der Akku gewechselt. Ein dichtes Stationsnetz eröffnet Optionen für längere Touren bis zum Bodensee oder in die Schweiz hinein. In Testcentern wie beispielsweise in Oberstdorf können Elektro-Räder der Schweizer Marke Flyer ausprobiert werden, wahlweise für ein paar Stunden oder eine Woche. Vorreiter ist man auch in Sachen barrierefreies E-Biken. E-Bike Tandem, Elektro-Dreiräder, E-Bike Doppelsitzer sowie das E-Bike Rollstuhlrad der Marke Draisin ermöglichen Menschen mit Behinderung an der gemeinsamen Radtour im Familien- und Freundeskreis teilzunehmen. Ein Tourentipp ist die 450 Kilometer lange Radrunde Allgäu. Auf und direkt neben dem Weg liegen nicht nur weltberühmte Sehenswürdigkeiten wie das Schloss Neuschwanstein, sondern auch die Geburts- und Wirkungsstätten angesehener Persönlichkeiten wie zum Beispiel dem Wasserdoktor Sebastian Kneipp und die schmucken Barockstädtchen Bad Wurzach, Wangen und Isny. Praktisch: Der Gepäckservice Allgäu-Shuttle sorgt für ballastfreies Radeln (ab 25 Euro bei einer Etappenlänge bis 50 Kilometer, www.allgaeu.info; www.e-bike-allgäu.de; www.radrunde-allgaeu.de).

Superlative im Bayerischen Wald

Auch im Bayerischen Wald setzen die Tourismusverantwortlichen seit einigen Jahren verstärkt auf Elektro-Fahrräder und erreichen damit auch die gemütlicheren Radurlauber, die sich bisher nicht an das Bergauf und Bergab der Mittelgebirgslandschaft gewagt haben. Dank Rückenwind aus der Steckdose werden auch Bergfahrten zum Genuss und 1500 markierte Kilometer Radwege lassen sich garantiert muskelkaterfrei erkunden. Mehr als 300 Fahrräder mit Hilfsmotor stehen dafür an rund 90 Verleihstationen zur Verfügung. "Größte E-Bike-Region Europas" nennen sich die Bayerwalder stolz. Möglich macht das eine Kooperation der Tourismusregion mit dem österreichischen Fahrradhersteller KTM und Eon Bayern. "Genussradeln mit dem E-Bike" heißt die dreitägige Pauschale für grenzenloses Bike-Vergnügen im Naturpark Oberer Bayerischer Wald und Böhmerwald inklusive drei Übernachtungen, Leih-E-Mountainbike für zwei Tage, Picknicktaschen und Radkarte mit Tourenbeschreibung, die ab 172 Euro pro Person kostet. Weitere Tourenvorschläge sowie Verleihstationen und radlerfreundliche Gastgeber finden sich im Internet unter www.bayerischer-wald.de.

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Panoramastarker Schwarzwald

Bei konditionsstarken Trekking- und Rennradfahrern haben die Panoramastraßen und Höhenwege des Schwarzwaldes einen legendären Ruf. Nationalmannschaften kurbeln regelmäßig ihre Trainingsrunden auf die Berge. Und auch dort bekommen die Wadel-Freaks immer häufiger Konkurrenz von den Watt-Radlern, die die Schwarzwaldhöhen bequem erkunden. Damit dem Rad der Saft nicht ausgeht, stehen in der 11000 Quadratkilometer großen Region insgesamt mehr als 200 E-Bike-Tankstellen. Ausgedehnte Wälder im Norden, hügelige Wiesen im Osten, sonniges Rebland und das breite Rheintal im Westen und Süden, dazwischen Täler und Berge - Radtouren im Schwarzwald sind so abwechslungsreich wie sonst nirgends. Zwei Topklassiker, die auch fürs E-Bike ideal sind: Der Schwarzwald-Panorama-Radweg (280 km) von Pforzheim nach Waldshut-Tiengen und der Naturpark-Radweg (260 km) um den Naturpark Schwarzwald Mitte/Nord. Pauschalen mit Gepäcktransport gibt es ab 399 Euro (www.schwarzwald-tourismus.de).

Klein, aber elektrisierend: das Saarland

Ein ganzes Bundesland ist "elektrisiert"! Bereits 2009 setzte sich das Saarland das Ziel, das erste Bundesland mit einem landesweiten Netz an Verleihstationen für Elektroräder zu werden. Und das ist gelungen. Unter dem Namen eVelo-Saarland werden E-Bikes der Marken Flyer und Kettlar zum Preis von zwölf Euro für einen halben und 20 Euro für den ganzen Tag angeboten. Für sieben Tage kostet das eVelo 110 Euro. Die Elektromotoren haben je nach Topographie, Straßenbeschaffenheit und Gewicht des Fahrers Reichweiten von 30 bis 60 Kilometer. Damit auch jeder sein Tagesziel erreicht, verteilen sich vierzehn Akkuwechselstationen über das kleinste Bundesland. Wo die sind, erfahren digitale Radler auf der kostenlosen Saarland Touren App fürs Smartphone, dazu gibt es ausführliche Beschreibungen, Höhenprofil, Sehenswürdigkeiten und lohnende Einkehrmöglichkeiten am Wegesrand. Eine landschaftlich reizvolle Tour führt beispielsweise von der Saarschleife bis zu den Grenzübergängen nach Frankreich und Luxemburg an der Mosel - dank Wattunterstützung sind die zu bewältigenden 580 Höhenmeter null Problem. Abends ist Schlemmen angesagt, Genuss ist bei der Pauschale "Genussradeln mit dem eVelo" Programm: Drei Übernachtungen in Drei- bis Viersternehotels, drei Schlemmermenüs (an der Saarschleife, in Perl und Merzig), Radkarte und Streckenbeschreibung, Leihrad sowie Gepäcktasche kosten ab 299 Euro pro Person im Doppelzimmer (www.evelo-saarland.de, www.tourismus.saarland.de).

Insel-Hopping an der Ostsee

Mehr als 250 Kilometer Radwege schlängeln sich über die Ostseeinsel Rügen. Ein Dorado für Pedalritter! Wären da nur nicht der Gegenwind und das hügelige Gelände. Hier ist ein Elektrofahrrad eine echte Alternative. Dank der Zusammenarbeit mit Movelo gibt es ein flächendeckendes Netzwerk an Akkuwechsel- und Leihstationen für Elektroräder der Marke Swiss-Flyer. Und schon kann es losgehen, entlang der malerischen Küste, durch idyllische Fischerdörfer und ursprüngliche Birkenwälder. Wer das westliche Rügen erkundet, darf das Kap Arkona mit seinen beiden Leuchttürmen und den Überresten der slawischen Tempelburg nicht verpassen. Weiterer Topspot: der Nationalpark Jasmund. Hier führt der Radweg entlang der Kreidefelsen hinauf zum Königsstuhl. Inselwechsel gefällig? Vom Hafen in Wiek geht es per Fähre auf die Insel Hiddensee, die sich seit Kurzem ebenfalls in die Reihe der E-Bike-Region einreihen darf. In Häfen, Hotels und während der Fährüberfahrten besteht die Möglichkeit, Akkus von Elektrofahrrädern kostenfrei zu laden und das autofreie Hiddensee zu erkunden (www.e-radgeber.de).

Von der Spree zur kleinen Meerjungfrau

"Elektrisiert" ist auch der Tourismusverband Mecklenburg-Vorpommern: Im April 2012 gab er den Startschuss für einen internationalen E-Bike-Fernradweg zwischen Berlin und Kopenhagen. Die Route ist 630 Kilometer lang und führt über Fürstenberg, Neustrelitz, Waren an der Müritz, Krakow am See und Güstrow nach Rostock. Dort setzt man mit der Fähre zum dänischen Hafen Gedser über, um danach die Radtour bis zur Hauptstadt Kopenhagen fortzusetzen. An 57 Ladestationen entlang der Strecke können Biker ihre Akkus laden: Bei Hotels, Touristenbüros, Campingplätzen und Fährschiffen der Reederei Scandlines, die zwischen Rostock und Gedser verkehren, wurden die Ladegeräte installiert. An den Stationen finden die Radfahrer Ladesteckdosen, teils auch Schließfächer mit geladenen Akkus oder Boxen, in denen man das Rad einschließen und aufladen kann. Der maximale Abstand zwischen den Stromtankstellen beträgt 35 Kilometer (www.bike-berlin-copenhagen.com). E-Bike-Vergnügen grenzenlos!

Autorin: Sabine Metzger

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