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Klettertechnik: Richtig Eindrehen beim Klettern

21. September 2011 | bergleben.de

Boulder-Weltcup 2011

Shauna Coxsey zieht kräftig an

Copyright: bergleben.de

Das Eindrehen ist eine anspruchsvolle und anstrengende, aber auch sehr wichtige Klettertechnik. Da man die Reichweite der Arme erhöht, kommt man mit dem Eindrehen an Griffe heran, die sonst unerreichbar sind. Wir erklären, wie das Eindrehen funktioniert.

Frontale Position aufgeben

Fängt man mit dem Klettern an, wird einem gesagt, dass man immer mit dem Gesicht zur Wand klettern sollte. Denn wenn man nicht frontal steigt, gerät man leicht aus dem Gleichgewicht, der Körperschwerpunkt ist nicht mehr über den Tritten und dadurch verliert man schnell den Halt. Doch wie bei so vielen Tipps gelten diese nur so lange, bis man etwas geübt ist. Beim Eindrehen macht man nämlich genau das, was man eigentlich nicht tun soll: Man dreht den Körper und ist nicht mehr frontal zur Wand.

Rotation

Beim Eindrehen rotiert man um die Längsachse des Körpers, bringt also eine Körperseite nahe an den Fels. Daraus resultiert auch eine leichte Schrittstellung in den Beinen. Das Körpergewicht wird in der Regel mit dem felsnahen Fuß und der diagonalen Hand (also z.B. rechter Fuß, linke Hand) getragen. Der andere Fuß dient als Stütze, um nicht aus dem Gleichgewicht zu kommen und ein Herausdrehen ("Offene Tür") zu verhindern. Mit der anderen Hand wird ein neuer Griff gesucht.



Warum dreht man sich ein?

Das Eindrehen hat mehrere wichtige Vorteile, die es auch für Kletteranfänger attraktiv macht - zwar braucht man bereits ein gewisses Bewegungs- und Körpergefühl, um es richtig zu beherrschen, aber früh üben sollte man es dennoch. Der Hauptgrund ist nämlich, dass man einige Zentimeter für den Arm gewinnt und so an Griffe herankommt, die sonst außerhalb der normalen Reichweite liegen. Das Klettern am langen Arm spart zudem Kraft, sofern man den Körper nicht zu weit dreht. Dreht man sich zu weit, ist die Reichweite zwar noch einmal erhöht, dafür wird der Tritt und die Gesamtlage des Körpers jedoch schnell unsicher und instabil. Darunter leidet dann auch die Kraftausdauer, da man die Rotation mit den großen Rumpfmuskeln und den Armen abfangen muss.

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Weitere Einsatzgebiete

Weiterhin kann man das Eindrehen verwenden, um sich kurz auszuruhen und den freien Arm kurz auszuschütteln, da man in der Regel beim Eindrehen einen sicheren und entspannten Stand hat. Zudem kann man Routen gehen, bei denen Griffe und Tritte nicht senkrecht übereinander liegen. Wichtig für das richtige Eindrehen: Ein sicherer Stand auf den Fußspitzen, Drehungen der Füße auf den Spitzen, Beweglichkeit im Rumpf, Gewichtsverlagerung über die Tritte und so, dass die Griffe optimal und in die richtige Richtung belastet werden können.

Mehr Infos zu den Grundbegriffen der Klettertechnik findet ihr hier und hier.

Autor: Christian Riedel & bergleben.de

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