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Ernährung auf Trekkingtouren: Leckeres Essen ohne viel Aufwand

18. Mai 2017 | Frieda Knorke

Ernährung auf Trekkingtouren - ©Frieda Knorke

Bannock auf dem offenen Feuer

Copyright: Frieda Knorke

Es muss leicht sein, klein verpackt, schnell zubereitet und möglichst auch noch viele Nährstoffe enthalten: Die Ernährung auf Trekkingtouren kann durchaus eine Herausforderung sein! Hier gibt es gebündelte Inspiration, damit es künftig nicht nur Pasta mit Pesto geben muss.

Der Klassiker für den dicken Geldbeutel

Das einfachste für viele ist auf käufliche dehydrierte Nahrung wie zum Beispiel von LYO Food, Travellunch oder AdventureFood zurückzugreifen. Die Tüten muss man nur noch mit einer bestimmten Menge kochendem Wasser aufgießen, warten und schon sind sie fertig zum Verzehr. Einziger Wermutstropfen ist neben dem saftigen Preis (4 bis 5 Euro pro Mahlzeit) der anfallende Müll, denn die Alu-Verpackungen sind nach dem Verzehr trotzdem noch verhältnismäßig groß und beginnen bald zu stinken. Den Geschmacksvorlieben sind jedoch keine Grenzen gesetzt, denn die Beutel gibt es inzwischen in jeder Variation: Fleischgerichte, vegetarische Gerichte, dehydrierten Tee (kein Scherz), Pfannkuchen, Rührei mit Zwiebeln, Milchreis mit Apfel, Pudding… Satt wird man garantiert.

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Trekkingnahrung dörren

Wer häufiger auf Mehrtagestouren unterwegs ist, dem bietet sich auch an, seine Nahrung selbst zu dörren. Dazu ist nur ein Dörrautomat nötig (ab 40 Euro), in den man die Speisen rund acht Stunden langsam trocknet. Um es dann zu essen, benötigt es wieder nur kochendes Wasser und einige Minuten Ziehzeit – das Prozedere ist das gleiche wie bei gekauften dehydrierten Produkten. Der Trocknungsprozess eignet sich für nahezu alle Speisen (Nudeln, Reis, Gemüse, aber auch Fleisch, Obst, Früchte…). Einzig Nahrungsmittel, die sehr flüssig oder zu viel Fett enthalten, funktionieren nicht – letzteres wird mit längerer Lagerung ranzig und damit ungenießbar. Abgesehen davon sind aber der Fantasie kaum Grenzen gesetzt:

Wer zum Beispiel Himbeeren (o.ä.) trocknet, anschließend pulverisiert und später auf Tour nur ein wenig Wasser dazugibt, hat selbstgemachte Marmelade. Und auch Hackfleisch kann problemlos gedörrt werden – Chili con Carne und Bolognese steht also nichts mehr im Weg! Und wer in Süd-Afrika oder Südamerika bereits auf den Geschmack von Beef-Jerky bzw. Biltong gekommen ist, der kann sich diese Fleisch-Snacks ganz einfach selbst herstellen.

Bannock, Rührei, Pfannkuchen: Leckere Outdoorrezepte

Wer nur eine sehr kurze Tour macht oder in einer großen Gruppe unterwegs ist, kann beim Kochen natürlich richtig groß auffahren. Mit etwas Mehl und Hefe lassen sich schon sehr gute Speisen zubereiten, wer dann noch bei Globetrotter oder der traditionellen Bäckerei um die Ecke etwas Milch- und Volleipulver erwerben kann, dem stellen sich fast keine Grenzen mehr:

Bannock zum Beispiel ist ein altes Rezept, mit dem schon die Ureinwohner Schottlands ihr Fladenbrot herstellten. Je nachdem, was der Rucksack hergibt, mischt man Mehl, Hefe/Backpulver und etwas Salz (oder Milch, Ei, Gewürze…) zu einem Teig, lässt ihn so lange gehen, bis er nicht mehr klebt (am besten eingepackt in einer Tüte im Pulli oder im Schlafsack) und brät ihn dann ohne Fett entweder in einer Pfanne oder direkt auf heißen Steinen, bis er goldgelb und knusprig ist. Mit der selbstgemachten Marmelade von oben wird es dann allerdings schwer, sich zum Weitergehen zu motivieren, denn es schmeckt herrlich!

Weitere Möglichkeiten bieten sich jenen, die sogar noch etwas Öl dabei haben. Mehl, Backpulver, Milch, Salz und Zucker (oder eben wieder an die vorrätigen Zutaten angepasst) zu kleinen Bällchen formen und anschließend in Fett frittieren. Mit einem Stückchen Schokolade ist das der Ferrari unter der Outdoornahrung!

Pfannkuchen sind auch eine Möglichkeit – wobei sich da auf kurzen Touren sogar anbietet, die Fertigmischung aus dem Supermarkt zu kaufen (zum Beispiel Mondamin) – da muss man nur noch etwas Milch zugießen, schütteln und braten. Dazu vielleicht ein paar gedörrte Apfelringe?

Ganz einfach: Couscous, Nudeln, Steak

Natürlich muss man für die erste Tour nicht gleich so groß auffahren, es geht auch wunderbar mit frischen Nahrungsmitteln:  Couscous, Nudeln, rote Linsen oder Kartoffelpüree bieten sich zum Beispiel an.  Mein persönlicher Favorit (nachdem ich mich in Australien fast einen Monat nur von Kartoffelpüree ernährt habe) wurde mit der Zeit Couscous: Man muss nur heißes Wasser aufgießen, fünf Minuten warten und schon ist es bereit zum Verzehr. Zugegebenermaßen schmeckt es pur eher nach nichts, aber so bleiben einem wenigstens zahlreiche Möglichkeit, verschiedene Zutaten zu kombinieren. In Neuseeland gibt es Couscous bereits gemischt in unterschiedlichen Variationen, besonders lecker war das Limettencouscous, das man sich auch ganz leicht selbst zubereiten kann. Eine ausgedrückte Limette über das trockene Couscous geben, eine Karotte und eine (halbe) Zucchini in kleine Würfel schneiden, dazugeben und anschließend mit heißem Wasser übergießen. Lecker!

Oder man nimmt einfach Nudeln/Reis (gibt es teilweise auch schon vorgekocht) und eine Tüte Fertigsoße (Maggi, Knorr…) mit – am besten ist es dann allerdings, vor der Tour schon alles zu mischen und in eine einzelne Tüte zu packen, dann hat man später weniger Müll.

Wer tagsüber im Tal vorbeikommt, kann sich übrigens auch einfach ein Stück Fleisch kaufen und dies entweder in der Pfanne oder direkt auf einem heißen Stein aus dem Feuer braten. Kartoffelpüree, ein Stückchen Knoblauch oder einfach eine Scheibe Brot dazu… Ein Festschmaus!

 

Hier findet ihr einen Trekkingfood-Test auf Bergleben.de!

Hier gibt es weitere Informationen zur Ernährung beim Bergsport!

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