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Neuseelands schönste Wanderungen: Die besten Wandertipps für die Nord- und Südinsel

22. Januar 2016 | Julia Mohr | Bergleben.de

Unterwegs auf dem Key Summit Track - ©Julia Mohr

Unterwegs auf dem Key Summit Track

Copyright: Julia Mohr

Eisige Gletscher, brodelnde Geysire, sattgrüne Berge, aktive Vulkane, endlose Strände und tropische Regenwälder - die unvergleichlichen Landschaften Neuseelands lernt man am besten auf eine ganz bestimmte Weise kennen: zu Fuß! Denn Neuseeland ist das perfekte Ziel für Outdoor-Begeisterte. Hier findet ihr unzählige Angebote, die euer Herz höher schlagen lassen: Wanderrouten, Mountainbike-Parks, Bungee-Jumping, Fallschirmspringen, Kayak fahren oder surfen. Wer einen actionreichen Urlaub erleben möchte, ist hier genau richtig!


Die zwei Inseln Neuseelands

Die Nordinsel ist für ihre exotischen Strände, dichten und alten Wälder, grünen Hügel und die dicksten, größten und ältesten „Kauri“-Bäume bekannt. Die Südinsel hingegen kann mit schneebedeckten Gipfeln, kilometerlangen Gletschern, weit ins Land reichenden Fjorden und Berg-Panoramen punkten.

Wer sich für die Entstehungsgeschichte der Inseln interessiert, wird nicht um die vielen Vulkane und Geysire Neuseelands herumkommen. Diese liegen über die Inseln verstreut und können bei einigen ausgewählten Wanderungen aktiv aus unmittelbarer Nähe angeschaut.

Das Wetter in Neuseeland kann man gut mit dem in Deutschland vergleichen. Der wesentliche Unterschied besteht darin, dass die Jahreszeiten umgekehrt ablaufen. Ist in Deutschland Winter, ist am anderen Ende der Welt Sommer und umgekehrt. Die besten Temperaturen für lange, intensive Wanderungen bietet unser Herbst (dort Frühling) oder unser Frühling (dort Herbst). Als optimale Reisezeit empfiehlt sich der Monat März, denn dann ist das Wasser noch warm vom Sommer, die meisten Urlauber sind bereits wieder abgereist und die Tourismus-Branche lockt mit Rabatten.


Wetter und Ausrüstung

Leider (oder zum Glück) bleibt auch in Neuseeland der Regen nicht aus. Insbesondere die Gegend um die Fjorde Milford und Doubtful Sound auf der Südinsel zählen mit rund 200 Regentagen zu den regenreichsten der Erde.

Daher kommen wir hiermit auch gleich zu dem sinnvollen Equipment. Habt ihr vor, eine der vielen mehrtägigen Wanderrungen zu machen, solltet ihr super vorbereitet sein und nichts außer Acht lassen. Folgende Dinge müssen deswegen auf jeden Fall mit (mehr Details hierzu siehe Artikel „Neuseeland - Tipps für Outdoorer)

1. Wetterfeste Kleidung (um sorgenfrei und trocken durch die Wildnis zu stapfen)

2. Camping-Equipment (wie ein gut sitzender Rucksack mit einem leichten Schlafsack, ein Reisekissen, Campingkocher, Becher, Reisehandtuch und Kopfbedeckung)

3. Wasser und ausreichend Essen

Leider gibt es wenige bis keine Möglichkeiten, spezielles Equipment für mehrtägige Wanderrungen auszuleihen und da Neuseeland eher zu den teureren Ländern gehört, solltet ihr dieses Equipment besser aus der Heimat mitbringen - sonst stürzt ihr euch in ungewollte Umkosten. 

Hat man erst einmal alles parat, kann es mit der Planung der Wanderungen losgehen. Das Land bietet nicht nur organisierte Wandertouren über mehrtägige Routen, sondern auch wilde und abgelegene Trampelpfade. Je nach Fitness kann man sich hier den passenden Wanderweg mit geeigneter Schwierigkeit aussuchen.


Neuseelands berühmte „Great Walks“

Ganz besonders beliebt und berühmt sind Neuseelands „Great Walks“. die allesamt mehrtägige Touren sind. Es gibt neun dieser Routen, welche über beide Inseln verteilt sind. Sie gelten als die Premium-Wanderwege Neuseelands und werden besonders in den Touristen-Informationen beworben. Zu jeder Wanderroute gibt es eine mehrseitige Broschüre mit detaillierten Beschreibung der Route, den Beschaffenheiten, den Übernachtungsplätzen/-hütten und sonstigen Dingen, die es zu beachten gilt. Unbestritten werden diese Wege beständig gut gepflegt und sind überall ausgeschildert. Ranger laufen täglich die Strecken ab, so dass man sich trotz der Wildnis in Sicherheit fühlt.

Da diese Wege für mehrtägige Wanderungen ausgelegt sind, ist es wichtig, sich gut vorzubereiten. Informationen zu dem (teilweise schlagartig wechselndem) Wetter, notwendigen Equipment sowie dem Zustand der Route sind unabdingbar. Einige Übernachtungshütten bieten mittlerweile Schlafsäcke oder Kocher gegen eine Extra-Gebühr an, doch leider ist das bis jetzt eher die Ausnahme. Die Übernachtungen sollten so früh wie möglich gebucht werden, da die Zahl der Schlafplätze in den kleinen Häusern stark begrenzt ist und diese meist bereits lange im Voraus ausgebucht sind.

Selbsteinschätzung spielt bei den Wanderungen auch eine wichtige Rolle. Bist du fit genug um 20 Kilometer am Tag zu wandern und dabei 600 Höhenmetern zu erklimmen, oder steht zuvor vielleicht doch besser noch ein wenig Vorbereitung auf dem Programm? Beantwortet euch diese Frage ehrlich, denn einige der Wanderungen sind herausfordernd.

Die genannten Vorteile der Great Walks, sowie die besonders schönen Landschaften locken natürlich unzählig viele Touristen an. Viele der internationalen Wanderer setzen sich alle neun Great Walks als Urlaubsziel. Somit bleibt eine Route, bei der man nur mit sich selbst und der Natur beschäftigt sein möchte, in diesen Fällen eher aus. Massen an Touristen laufen die Strecken jeden Tag und man ist selten ganz für sich, weshalb die Erfahrung in der einzigartigen Natur etwas zu kurz kommen kann.

Die Great Walks kann man ebenfalls als geführte Tour mit einem Guide buchen. Wer also keine Lust darauf hat, die Organisation selbst in die Hand zu nehmen und viel Sicherheit benötigt, wird mit diesen geführten Wanderungen gut bedient sein.

 

Neuseelands Schönheit fernab vom Massentourismus

Neben den Great Walks gibt es natürlich noch unzählige weitere erlebnisreiche Wanderrouten auf der Nord- sowie Südinsel, welche die unglaublich schöne Natur und die vielen Facetten Neuseelands mindestens genau so gut sichtbar machen. In den Informationsbüros, den sogenannten „i-site's“, liegt reichlich Informationsmaterial zu unterschiedlichen Wanderungen aus. Da fällt es einem nicht leicht, sich zu entscheiden.

Deswegen hier ein wertvoller Tipp: Verlasst euch auf die Erfahrungen von Scott Cook.

Scott ist ein erfahrener Wanderer, der die beiden Inseln bereits so gut wie komplett zu Fuß erwandert hat. Er sammelte die schönsten Wanderrouten und Naturphänomene abseits vom Massentourismus und fasste diese in den beiden Büchern „NZ Frenzy Guide – North Island“ und „NZ Frenzy Guide – South Island“ zusammen (www.nzfrenzy.com). Er selbst beschreibt seine Guides zutreffend als „New Zealand's Most Comprehensive Outdoor Guidebooks“, was zu deutsch so viel bedeutet wie „Neuseelands umfangreichster Outdoor-Reiseführer“. Das Besondere an seinen Büchern ist, dass er sich voll und ganz auf die unberührte Natur fernab von Massen-Tourismus, Hektik und überteuerten Attraktionen konzentriert. Alle seine Wanderungen und Attraktionen sind mit GPS-Koordinaten versehen. Seine Beschreibungen der Wege sind sehr detailliert und er gibt überaus hilfreiche Tipps, die oft dazu führen, dass man sich am Ende einer Tour beispielsweise auf einem der schönsten Berge Neuseelands befindet, während der Wanderung keinen weiteren Wanderer getroffen hat und den Ausblick ganz für sich alleine genießen kann.

Ein Grund dafür ist, dass Scott in seinen Büchern auf eher unbekannte Wanderungen, überwiegend Halbtages- bis Ganztageswanderungen hinweist, die er (fast) alle selbst bereits hinter sich gebracht hat. Schafft man es nicht, allen seiner Tipps zu folgen, nimmt man sich am besten die hervorgehobenen Favoriten vor. Diese sollte man wirklich nicht verpassen! Wer also lieber alleine anstatt in großen Gruppen unterwegs ist und die Natur Neuseelands weniger teilen und mehr für sich haben möchte, der ist mit diesem Guide sehr gut beraten.

 

Wir möchten euch nun einige der schönsten und weniger überlaufenen Halbtages- bis Ganztageswanderungen vorstellen:

Panorama vom Mahinepua Peninsula Track - ©Julia Mohr

Panorama vom Mahinepua Peninsula Track

Copyright: Julia Mohr

Der Mahinepua Peninsula Track (Nordinsel)

Dieser drei Kilometer lange Wanderweg (sechs Kilometer, wenn man eine Rundwanderung daraus macht) ist einer von den Geheimtipps aus dem NZ Frenzy Guide. Der Wanderweg führt entlang an schönen Buchten mit türkisfarbenem Wasser über Hügel bis zu einem Aussichtspunkt, der einen unbeschreiblich schönen 360-Grad-Ausblick auf das weite Meer, kleine Inseln und zurückliegenden Buchten bietet. Die direkt in der Nähe gelegene „Bay of Islands“ ist von hier besonders gut ersichtlich. Eine teure Bootstour zu diesem Touristenmagnet ist nicht unbedingt nötig, denn während dieser Wanderung habt ihr mehr von der berühmten Inselgruppe im Blick, als von einem Boot aus. Oft trifft man hier während dieser kleinen Wanderung keine Menschenseele und wenn das Wetter stimmt, kann man ein erfrischendes Bad im Meer nehmen.


Elliot Bay - ©Julia Mohr

Elliot Bay

Copyright: Julia Mohr

Elliot Bay (Nordinsel)

Ein traumhafter Strand, der tatsächlich aussieht wie gemalt. Für zwei Dollar gewähren die Maori Landbesitzer Besuchern den Zutritt zu diesem Stück Paradies. Hier könnt ihr entlang des Strandes und über grüne Hügel hinweg zu einer kleinen Höhle wandern. Keine wirkliche Wanderung, jedoch ein wunderschöner Fleck Erde, den man gesehen haben sollte. Am besten hält man hier bei Ebbe, sodass man die sehr nahegelegene kleine Insel in der Bucht zu Fuß erreichen kann.


Glühwürmchen im Waipu Cave - ©Julia Mohr

Glühwürmchen im Waipu Cave

Copyright: Julia Mohr

Die Waipu Caves (Nordinsel)

Dies ist eine der wenigen nicht kommerziellen Höhlen Neuseelands. Um das Innere der Höhle am besten zu erforschen, solltet ihr unbedingt Wasserschuhe mitbringen.

Wichtig ist, seinen Augen zehn Minuten Zeit zu geben, um sich an die Dunkelheit zu gewöhnen. Erst dann wird man sein wahres Wunder erleben. Denn hier hausen unendliche viele Glühwürmchen. Beim Blick an die Höhlendecke könnte man meinen, man schaut in den Sternenhimmel. Umso tiefer man in die Höhle geht, desto intensiver (und matschiger) wird das Erlebnis. Man sollte besondere Vorsicht walten lassen, denn im Wasser verbergen sich mit Moos bewachsene Steine und die Gefahr auszurutschen ist groß.


Tongaporutu - ©Julia Mohr

Tongaporutu

Copyright: Julia Mohr

Tongaporutu (Nordinsel)

Bevor man diese Wanderung am Strand entlang macht, ist es unabdingbar, sich vorher einen Überblick über die Gezeiten zu verschaffen. Denn es ist nur in einem bestimmten Zeitkorridor um Ebbe herum möglich, diese Strecke unmittelbar an der Steilküste zu gehen. Diese Gegend ist bei Touristen absolut unbekannt, da sie nirgendwo groß vermarktet wird.

Also rein in die Gummistiefel, Wasserschuhe, Flip-Flops oder barfuss und los geht die Wanderung. Zunächst läuft man entlang eines Flusslaufes in Richtung Strand. Dort angekommen biegt man nach links und geht teilweise durch kleine Höhlen, die bei Flut komplett unter Wasser stünden. Hier begegnet man der Steinformation „Three Sisters“, die spektakulär aus dem Sand herausragen. Ebenso trifft man hier auf den „Elephant Rock“, einen Fels, der die Form eines Elefanten hat. Erwischt man einen guten Tag, kann man von hier aus sogar den Mt. Taranaki in der Ferne erkennen und die „White Cliffs“, die sich direkt an diesen Wanderweg anschließen. Spektakuläre Aussichten!


Arthurs Pass - ©Julia Mohr

Arthurs Pass

Copyright: Julia Mohr

Scott's Track (Südinsel)

Direkt am berühmten Arthur's Pass liegt dieser unscheinbare Wanderweg. Er ist ein Teil des „Avalanche Peak Loop Tramp“ und hat es in sich. Es geht 600 Höhenmeter durch dichten Wald, über hohe Stufen mit glitschigen Wurzeln, Steinen und kleinen Bächen. Liegt noch Schnee ist Vorsicht geboten, denn dann müssen Schneefelder gekreuzt werden. Bei Tauwetter besteht hier Lawinengefahr (daher der Name des Loop Tracks). Doch der mühevolle Aufstieg lohnt sich. Bereits in einer Höhe von 1.300 Metern unter den Schneefeldern steht man direkt an der Baumgrenze des Berges und hat einen traumhaften Ausblick. Von hier aus sieht man große Wasserfälle, die die Berge hinunter laufen und ist den Wolken ganz nah. Hier oben trifft man besonders oft auf „Keas“, die einzigen alpinen Papageien der Welt. Der Kea ist die einzige Papageien-Art, die außerhalb der Tropen und im Schnee leben kann. Bekannt sind die schlauen Tiere auch für ihre teils sehr dreiste Neugierde: So einiges an Autoteilen, Campingzubehör und sogar Reisepässe sollen sie bereits geklaut haben.

Wer nach diesem Aufstieg weiterhin motiviert ist, höher zu laufen, kann bis zum 1800 Meter hoch gelegenen Gipfel wandern. Hier ist es durch die rutschigen Verhältnisse besonders wichtig, anständiges Schuh-Equipment dabei zu haben.


Mt. Sunday - ©Julia Mohr

Mt. Sunday

Copyright: Julia Mohr

Mt. Sunday (Südinsel)

Der Mt. Sunday ist auch bekannt aus dem Film „Herr der Ringe“ unter dem Namen „Edoras“, dessen Hauptstadt Rohan hier errichtet wurde (zumindest teilweise, der Rest wurde grafisch hinzugefügt). Bei der atemberaubenden Natur musste man allerdings nicht mit Hilfe von Computern nachhelfen.

Wer diesen wunderschönen Fleck Erde besuchen will, muss bereit sein, einige Kilometer Schotterpiste auf sich zu nehmen und sollte früh los fahren, denn die Sicht wird ab mittags oft trüb. Der überschaubare Hügel Mt. Sunday war einst der größte Berg in der Umgebung, ist dann allerdings während der letzten Eiszeit von sich über ihn ausbreitenden Gletschern verdrängt worden. Nun erstreckt er sich inmitten eines Tals, umgeben von großen Bergen.

Eine Wanderung führt hier durch die malerische Landschaft auf den Hügel und wieder zurück. Die Natur ist traumhaft schön. Die Strecke ist fünf Kilometer lang und verläuft über den kleinen Berg zu einem Aussichtspunkt. Von hier aus hat man einen unvergleichbaren Panorama-Blick auf die südlichen Alpen. Ab und an kommt es vor, dass geführte "Herr der Ringe-Touren" hier Halt machen und ein paar Szenen nachspielen. Ein witziges Ereignis.


Schneebedeckte Berge im Hooker Valley - ©Julia Mohr

Schneebedeckte Berge im Hooker Valley

Copyright: Julia Mohr

Hooker Valley Day Walk (Südinsel)

Diese zehn Kilometer lange Wanderung (fünf Kilometer eine Richtung) führt durch das Hooker Valley Tal über Hängebrücken zum Ende des Mt. Cook / Hooker Gletschers. Diesen Weg sollte man nur bei gutem Wetter laufen, denn die Gefahr ist groß, dass das Wetter schnell umschwingt und man mitten in einem gefährlichen Gewitter unterwegs ist.

Hier begegnet man mehreren Wasserfällen, Gletscherseen mit treibenden Einsschollen, schokoladenbraunen Flüssen und vieles mehr. Ein tolles Bergpanorama umgibt einen ständig, von dem man während der Tour nicht die Augen lassen kann. Besonders anspruchsvoll ist dieser Weg nicht, denn man legt lediglich circa 110 Höhenmeter hinter sich. So kann man, wenn man möchte und die Fitness reicht, im Anschluss noch weitere Wanderungen in dieser besonderen Gegend unternehmen. Zum Beispiel die Sealy Tarns Steps hinauf. Hier geht es über 1810 anstrengende Stufen 550 Höhenmeter hinauf auf ein Plateau, das durch seine schöne Aussicht den Oberschenkel-Schmerz lindert. Der Startpunkt dieser Wanderroute ist der gleiche wie der vom Hooker Valley Track. Wer möchte kann sogar noch weitere 500 Höhenmeter hinauf zu der beliebten Mueller-Hut laufen. Jedoch benötigt man hierfür besonderes Schnee-Equipment wie zum Beispiel ein Eisgerät/Eispickel.


Unterwegs auf dem Key Summit Track - ©Julia Mohr

Unterwegs auf dem Key Summit Track

Copyright: Julia Mohr

Key Summit Track (Südinsel)

Auf dem Weg zu der weltberühmten Fjordlandschaft „Milford Sound“ liegt diese wunderschöne Wanderung. Diese Route ist eine der beliebtesten, auf der man sich einen ersten Eindruck der umliegenden Landschaft machen kann. Zwar gehen die ersten vier Kilometer nur bergauf (ca. 400 Höhenmeter), ist man jedoch oben angekommen, vergisst man diese Strapazen schnell. Von dort aus hat man die Sicht über drei verschiedene Täler und Flüsse. Jeder Fluss führt zu einer anderen Küste. Einer an die Nordküste, einer verläuft in den Westen und der dritte an die Ostküste. Wer bereit ist, zwei weitere Kilometer zu laufen, sollte den Weg am Aussichtspunkt hinter dem Marian See wählen. Hier wandern nur wenige Touristen entlang und man kann den Ausblick in aller Ruhe genießen. Nicht nur der Ausblick in die Ferne lockt, sondern auch das grüne Umfeld und die einzigartige Flora und Fauna.


Ausblick Rocky Mountain - ©Julia Mohr

Ausblick Rocky Mountain

Copyright: Julia Mohr

Diamond Lake / Rocky Mountain Loop Track (Südinsel)

Dieser Weg führt acht Kilometer durch die Berge der Südinsel, vorbei an dem Diamond Lake, der früher für seine auf ihm abgehaltenen Eiskunstläufe bekannt war, hinauf auf die Spitze des Rocky Mountain und wieder zurück. Rund 450 Höhenmeter geht es über steile Anstiege und felsige Passagen entlang an steilen Klippen. Hier sollte man eine relativ gute Fitness mitbringen. Da es ein Rundweg ist, lässt er sich in zwei verschiedene Richtungen begehen. Den schöneren Blick hat man, wenn man ihn entlang der östlichen Route gegen den Uhrzeigersinn läuft.

Auf dem Gipfel angekommen, hat man einen 360° Ausblick über die Glendhu Bucht und unterschiedliche Berge. Ein Panorama, das man nicht so schnell vergisst. An windigen Tagen sollte man nicht bis nach ganz oben wandern, da dort die Windstärke um einiges extremer ist als 450 Meter weiter unten.


Robbe am Farewell Spit - ©Julia Mohr

Robbe am Farewell Spit

Copyright: Julia Mohr

Farewell Spit - Südinsel

Auch das „Landesende“ genannt. Dieser schmale Streifen Sand scheint endlos zu sein und verschwindet in der Weite des Horizonts. Der Weg am Strand entlang ist eine schöne Abwechslung zu den vielen Bergen. Etwa zwei Stunden benötigt man für die sechs Kilometer. Die Wanderung beginnt an dem Gäste-Parkplatz des dort gelegenen Cafes. Am Strand trifft man oft auf Robben. Nach einiger Zeit durchkreuzt man die Landeszunge, kommt an der anderen Seite wieder raus und geht wieder zurück zum Besucherzentrum. Genauere Informationen über die Route liegen dort aus.


Abel Tasman - ©Julia Mohr

Abel Tasman

Copyright: Julia Mohr

Abel Tasman North / The Anapai / Mutton Bays Track (Südinsel)

Ziemlich weit im Norden des Abel Tasman beginnt ein Wanderweg, der offiziell nicht mehr zu dem „Abel Tasman Great Walk“ zählt. Man sagt, dieser Abschnitt wäre wie der Abel Tasman Walk vor vielen Jahren (als er noch nicht so überlaufen war). Nicht viele Besucher der Gegend laufen diesen Weg über Napai, den so genannten Mutton Bays Track. Er führt sechs Kilometer an die nördlichste Spitze des Parks und den gleichen Weg wieder zurück, vorbei an vielen schönen kleinen Buchten, die zum baden einladen. Insgesamt ist man ungefähr drei Stunden unterwegs.


Stalaktiten im Rawhiti Cave - ©Julia Mohr

Stalaktiten im Rawhiti Cave

Copyright: Julia Mohr

Rawhiti Cave (Südinsel)

Um mal wieder etwas Abwechslung in die Wanderungen reinzubringen, eignet sich besonders dieser Wanderweg. Er führt zwei Kilometer lang einen steilen Weg hinauf zu einer ganz besonderen Tropfsteinhöhle, die sich mit Worten nur schwer beschreiben lässt. Hier könnt ihr über eine Millionen Stalaktiten bewundern, die von der Höhlendecke hinunter wachsen. Einige haben ganz besondere und interessante Verfärbungen und Formen. Ein absolutes Muss!


Auf dem Tongariro Alpine Crossing - ©Julia Mohr

Auf dem Tongariro Alpine Crossing

Copyright: Julia Mohr

Tongariro Alpine Crossing – Nordinsel

Ein wirklich schöner Wanderabschnitt eines Great Walks und zugleich eine der beliebtesten Tageswanderungen Neuseelands. Diese Wanderung gehört zum „Tongariro Alpine Circuit“ und ist nur ein Teil der kompletten Wanderroute. Eine gute Möglichkeit für Wanderer, die gerne ohne Übernachtung unterwegs sein möchten, denn die Wanderung ist locker an einem Tag machbar.

Die Route führt durch eine dramatische vulkanische Landschaft, vorbei am Mt. Tongariro und entlang des noch aktiven Vulkans Mt Ngauruhoe (bekannt aus dem Herr Der Ringe). Die Landschaft lässt einen glauben, man befände sich auf dem Mond, wären da nicht zwischendurch die schönen Gletscher-Täler, Wälder, Weiden und die unwirklich erscheinenden smaragdgrüne Seen. Der Tongariro Alpine Crossing ist 19,4 Kilometer lang und geht in eine Richtung. Shuttles zur Abholung am anderen Ende lassen sich vor Ort buchen. Tagtäglich gehen mehr als 700 Menschen diese Route, deswegen sollte man morgens sehr früh aufstehen um vor den Massen los zu gehen.

Weitere Tipps zum Thema wandern in Neuseeland und Details zu den erwähnten Routen findet ihr in der Buchempfehlung „NZ Frenzy Guide“.

Schnallt eure Wanderschuhe an, trotzt dem Wetter und geht an eure Grenzen, denn eines ist in Neuseeland klar: Jeder Schritt durch die unvergleichbare Natur des Landes lohnt sich!

 

Mehr von Julia Mohr, die ein Jahr lang durch Australien und Neuseeland reiste, lest ihr im Themenspecial "Backpacking Australien und Neuseeland"!

 

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