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Tipps für das Zelten und Biwakieren in der Natur

3. Mai 2017 | Bergleben.de | Erika Spengler

Toller Zeltplatz mit Panoramablick - ©Erika Spengler

Toller Zeltplatz mit Panoramablick

Copyright: Erika Spengler

Wer sein Zelt nicht ausschließlich auf umzäunten Zeltplätzen aufschlagen will, der sollte einiges beachten. Wir geben hier einige Tipps, worauf es beim Zelten und Biwakieren in der Natur ankommt.

 

Zelt am richtigen Ort aufschlagen

Um unnötige Kälte zu vermeiden, sollte das Zelt nicht in Senken, in der Nähe von Schneefeldern oder Gewässern aufgebaut werden, da sich dort die Kälte sammelt. Ausgetrocknete Bachbetten bergen die Gefahr, dass sie sich bei Regenfällen innerhalb kürzester Zeit mit Wasser füllen – unbedingt Abstand halten!

Um ungebetenen Gästen zu entgehen, solltet ihr außerdem keine beliebten, allseits bekannten oder besonders romantische Aussichtsplätze wählen, da hier auch nachts häufig noch Menschen vorbeikommen. Sollte dort noch Alkohol im Spiel sein, können solche Zusammenkünfte auch schnell etwas unangenehm werden. Grundsätzlich gilt: Je weiter weg von der Zivilisation, desto geringer diese Gefahr.

 

Taktik

Das Zelt sollte grundsätzlich erst in oder nach der Dämmerung aufgebaut werden und mit dem ersten Licht wieder abgebaut sein. Für die Nacht gilt, dass keine Ausrüstung herumliegen sollte – alles sollte startbereit und ordentlich im Rucksack verpackt sein. Es kann immer passieren, dass ein plötzlicher Aufbruch nötig ist. Sei es wegen eines Wetterumschwungs oder einer Autoritätsperson, die euch des Platzes verweist.

 

Natur

Auch wenn das viele Bilder in den sozialen Netzwerken nahelegen: Feuer sollte an allen Orten, an denen man nicht alle Rechte auf seiner Seite weiß, stets vermieden werden, allein schon zum Schutz der Natur. Sämtlicher Müll – egal ob der eigene oder von anderen – wird grundsätzlich mitgenommen, die Notdurft wird inklusive Klopapier vergraben oder zumindest gewissenhaft mit Ästen, Steinen und Laub bedeckt. Achtet darauf, euch stets mit einem Abstand von mindestens 50 Metern zu Gewässern zu erleichtern!

 

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Check: Darf ich zelten?

Der DAV empfiehlt jedem die Übernachtung in Hütten, um die Natur möglichst zu schonen. Gerade die Zeit der Dämmerung ist für Tiere wichtig. Der Verein differenziert zwischen „Biwak“ (ohne Zelt) und „Campieren“ (Übernachtung im Kleinzelt). Ein Notbiwak ist dabei grundsätzlich immer erlaubt, ein geplantes Biwak darf nicht in Schutzgebieten stattfinden, in denen es explizit verboten ist.

Campiert werden darf hingegen grundsätzlich nicht in Schutzgebieten (dort ist es generell verboten) sowie in Wäldern in Deutschland, Italien, Österreich und der Schweiz. In Deutschland und Italien ist es auch außerhalb des Waldes grundsätzlich verboten. Ein Überblick über die verschiedenen Schutzgebiete bietet die Website alparc.org.

In manchen Kantonen der Schweiz und Bundesländern in Österreich ist jedoch ein „rücksichtsvolles Campieren“ für eine Nacht erlaubt. Ein Feuer ist grundsätzlich verboten, die Ruhe der Dämmerung sowie der Schutz der Tier- und Pflanzenwelt sollte von jedem Naturliebhaber respektiert werden.

 

Gewitter

Muss in der Nacht mit Gewittern gerechnet werden, sollte das Zelt nicht auf weiten Flächen, aber auch nicht direkt bei kleinen Baumgruppen oder freistehenden einzelnen Bäumen aufgestellt werden. Auch der Rand eines Waldes bietet keinen Schutz, nur tief innerhalb ist die Gefahr eines Blitzeinschlages geringer – dafür die von herunterfallenden Ästen umso größer. Deshalb gilt auch der Satz „Eichen sollst Du meiden, Buchen sollst Du suchen“ - denn Eichen sind nicht nur sehr hoch und dadurch besonders exponiert, sondern haben in den Baumkronen häufig viel Totholz.

Von Hochspannungsleitungen sollte 100 Meter Abstand gehalten werden, von Felsen mindestens einer, besser drei. Und auch Senken und ein trockenes Bachbett sind wie bereits erwähnt nicht ungefährlich, denn sie können sich innerhalb weniger Minuten mit Wasser füllen.

Beim Aufstellen des Zeltes sollte man darauf achten, dass die schmale Seite in den Wind zeigt und alles sehr gut abgespannt wird.

 

Bei Regen

Das wohl wichtigste Gut bei anhaltenden Regenfällen ist ein trockener Schlafsack, speziell bei einem aus Daune. Achtet darauf, dass das Innenleben eures Zeltes einigermaßen trocken bleibt - nasse Klamotten außen und nicht innen ausziehen, Schuhe und äußere Schicht im Vorzelt lagern. Während der Nacht sollte für ausreichend Belüftung gesorgt werden. Und ganz wichtig: Die äußere Zelthülle darf die innere nicht berühren, sonst wird es innen schnell feucht. Also nichts gegen die Zeltwand lehnen und wenn möglich darauf achten, dass der Schlafsack nicht dagegen drückt.

 

Ihr habt mehr Tipps parat? Dann postet sie doch unten in der Kommentarbox!

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