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Zum Geburtstag kostenlos: Kanadas schönste Nationalparks

25. Oktober 2016 | Hans-Werner Rodrian

Zum Geburtstag kostenlos: Kanadas schönste Nationalparks  - ©Travel Alberta

Camper auf dem Moraine Lake Road im Banff National Park

Copyright: Travel Alberta

Smaragdgrüne Seen, endlose Wälder, schneebedeckte Berge: Das ist Kanada, Sehnsuchtsziel für Wohnmobilisten und Naturfreunde. Ihnen allen macht das riesige Land zu seinem 150. Geburtstag am 1. Juli 2017 ein besonderes Geschenk: Das ganze Jahr 2017 über gibt es freien Eintritt in alle 47 Nationalparks und 168 historischen Ausflugsziele von Parks Canada. Frei ist übrigens nicht nur der Eintritt. Zusätzlich bekommt jeder Gast noch eine sonst kostenpflichtige Aktivität kostenlos. Darunter sind zum Beispiel eine Schokoladenverkostung in der Festung von Louisbourg und ein Bad in den Hot Springs der kanadischen Rockies. Wir stellen acht Nationalparks von Küste zu Küste vor, die unbedingt auf der Route liegen sollten. 

Zwischen Bergen und Meer: Cape-Breton-Highlands-Nationalpark 
Das sind Ausblicke der Extraklasse: Elegant schwingt die Panoramastraße "Cabot Trail" über das Hochland der Insel Cape Breton im Norden Nova Scotias, und nach jeder Kurve will man von Neuem anhalten, weil es einfach zu schön ist: Die grünen Wälder bis hinunter zum Atlantik, die menschenleeren Buchten und die Brandung an den Felsklippen. Adler kreisen über den Wellen, ganze Rudel von Walen schießen ihre Fontänen in die Luft. Der Cabot Trail ist als Rundkurs angelegt und verläuft auf 300 Kilometern zwischen Ingonish und Cheticamp. Star unter den 26 Wanderwegen des Cape-Breton-Highland-Nationalparks ist der Skyline Trail. Diese leichte Route führt etwa zwei Fußstunden über Bergwiesen hinauf auf ein Kliff mit Paradeblick auf den Sankt-Lorenz-Strom. 

Blick in die Erdgeschichte: Gros-Morne-Nationalpark 
Mysterium der Geologie: Im Gros-Morne-Nationalpark im Westen von Neufundland wurde Erdgeschichte geschrieben. Dort stießen vor Millionen von Jahren zwei Kontinente aufeinander, und es entstand eine einzigartige Landschaft: die kargen Tablelands - Teile des Erdmantels, die bei dem gigantischen Zusammenstoß nach oben verschoben wurden. Im Discovery Centre von Gros Morne wird das Phänomen interaktiv verständlich gemacht. Der Park beheimatet dramatische Bergformationen und von Gletschern geformte Fjorde. 

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Das Vogelwunder: Forillon-Nationalpark 
Fast senkrecht ragen die Klippen über dem Sankt-Lorenz-Golf bis in 200 Meter Höhe: Mit dem Forillon-Nationalpark an ihrer östlichen Spitze endet die Gaspé-Halbinsel in Québec, der französischsprachigen Provinz in Kanadas Osten. Wild, majestätisch, rau ist die Landschaft aus Meer, Steilküste, schnell fließenden Flüssen und Wasserfällen. Besucher werden immer wieder von atemberaubenden Aussichtspunkten überrascht. Ganz besonders kommen Vogelliebhaber auf ihre Kosten: 225 Landvogelarten und jede Menge Seevögel - Kormorane, Seeschwalben und Papageientaucher zum Beispiel - leben und nisten hier. Von Juli bis September sind durchreisende Wale die große Attraktion, allen voran der mächtige Blauwal. 

Zwischen wilden Büffeln: Prinz-Albert-Nationalpark 
Stiller geht es im Prinz-Albert Nationalpark in Saskatchewan zu: 200 Kilometer nördlich der Provinzhauptstadt Saskatoon sagen sich Kojote, Otter, Dachs, Luchs und Fuchs gute Nacht. Besonderheit in der Prärielandschaft des Parks sind allerdings die Büffel: Prinz Albert schützt als einziges kanadisches Schutzgebiet eine wildlebende Bisonherde. Hunderte von Teichen, Seen und Wasserläufen laden zu gemächlichen Tages- oder Mehrtagestouren per Kanu ein. Elche, Weißkopfadler, Fischadler und der hier nistende, seltene weiße Pelikan begegnen Paddlern unterwegs. Einzige Verkehrsregel: Biberdämme vorsichtig umschiffen oder das Kanu tragen. 

Bären und kalbende Gletscher: Banff-Nationalpark 
Bären! Die beiden schwarzen Flecke im Grün bewegen sich kaum. Gelassen sitzen sie am Straßenrand, pflücken Beeren und würdigen die aufgeregten Autoinsassen keines Blickes. In Albertas bekanntestem Schutzgebiet, dem Banff Nationalpark, sind Begegnungen dieser Art an der Tagesordnung. Ungezähmte Flüsse, kalbende Gletscher, schroffe Bergriesen und türkisfarbene Seejuwelen sind das Markenzeichen dieses Parks in den Rocky Mountains. Banff, quirliger Hauptort im Park, und der smaragdfarbene Lake Louise sind im Sommer Besuchermagnete. 

Hirsche und heiße Quellen: Jasper-Nationalpark 
Schon die Anreise ist spektakulär: Der Icefield Parkway gilt zu Recht als Amerikas schönste Panoramastraße. Über 230 Kilometer führt die Fahrt von Lake Louise nach Jasper durch eine majestätische Bergwelt, deren blau schimmernde Gletscher zum Teil bis an den Straßenrand reichen. Im Park selbst gibt es Großhornschafe und Hirsche vom Auto aus zu bewundern, mit etwas Glück auch Bergziegen und Schwarzbären. Top-Attraktion des Parks sind geführte Touren in die bizarre Eiswelt des Columbia Icefields. Danach lohnt sich eine Bootsfahrt auf dem Maligne Lake zur postkartenschönen Insel Spirit Island und am Abend natürlich ein Bad in den heißen Quellen von Miette. 

Sandstrand und Urwald: Pacific-Rim-Nationalpark
 
600 Jahre alte Baumriesen recken sich in die Luft, hüfthohe Farnbüsche und mit Moos bewachsene Wurzelgiganten wuchern zu ihren Füßen. Bis direkt an den langen, hellen Sandstrand streckt der Urwald seine grünen Finger im Pacific-Rim-Nationalpark an der Westküste von Vancouver Island in Britisch-Kolumbien. Ausgebleichtes Treibholz übersät den Strand, bei Ebbe zeigen sich Muscheln, Seesterne und Seeanemonen in den Prielen. 

Eiskalte Magie: Kluane-Nationalpark 
Gletscher, Gipfel und Grizzlies: Der Kluane-Nationalpark an der Grenze zu Alaska ist halb so groß wie die Schweiz und dabei völlig unbewohnt. Gemächlich fließt einer der größten nicht arktischen Gletscher der Welt, das bis zu 1000 Meter mächtige Kluane Icefield langsam auf den Pazifik zu. Aus dem zu 80 Prozent von Eis bedeckten Nationalpark ragt fast 6000 Meter hoch Kanadas höchster Berg, der Mount Logan. Im Sommer schwanken die Temperaturen in der Region innerhalb eines Tages um 30 Grad. 30 Zentimeter Neuschnee sind auch im Juli keine Seltenheit. Im Winter kommen dann ohnehin Jahr für Jahr um 15 Meter Neuschnee dazu. Die kalte Magie der bis ins Unendliche reichenden Eisfelder samt Amerikas vielfältigster Braunbärenpopulation lässt sich am besten auf einem der zahlreichen Wanderwege bewundern - oder mit einem Buschflugzeug über die beeindruckende Gletscherwelt. 


Weitere Informationen über das Gratis-Angebot findet ihr hier:  www.pc.gc.ca

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