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Fünf Wandertipps für schöne Almwanderungen in Tirol

17. Mai 2017 | Bergleben.de

News Regionen: Ferienland Kufstein, Kitzbüheler Alpen, Ötztal, Pitztal, Zillertal

Wanderer in Ehrwald - ©Tirol Werbung

Almwanderer in Ehrwald

Copyright: Tirol Werbung

Almwanderungen sind für Bergurlauber ein tolles Erlebnis. Denn wo sonst lassen sich sportliche Wanderungen, Entspannung in der Bergwelt und ein Ausflug in die Geschichte der jahrhundertealten Bewirtschaftung durch die Senner zu einem einzigartigen Erlebnis verbinden. Egal, ob man es anspruchsvoll und steil oder eher gemütlich und möglichst entspannt mag, beim Wandern über Almwiesen findet jeder eine passende Herausforderung. Aber halt, was ist denn überhaupt eine Alm?

Ob eine Bergwiese eine Alm ist oder nicht, hängt mit der Nutzung als Viehweide zusammen. Nur wenn das Vieh den Sommer über mindestens 60 Tage durchgehend auf der Alm bleibt, erhält der Besitzer die sogenannte Alpungsprämie und kann seine Bergwiesen als Alm bezeichnen. Dabei muss es sich um landwirtschaftliches Nutzvieh handeln, ein Streichelzoo gilt also nicht. Dementsprechend gibt es Kuh- und Rinderalmen, Kälberalmen, Schafalmen, Pferdealmen oder gemischte Almen. Am häufigsten kommen in den Nordalpen die Kuhalmen vor - Milchkühe produzieren Milch, die von der Melkalm ins Tal transportiert wird oder auf sogenannten Sennalmen zu Butter und Käse verarbeitet wird.

Insbesondere für Kinder sind Almwanderungen ein lehrreiches Naturerlebnis. Oft hat man auf den Wegen die Möglichkeit, nahe an die Tiere heranzugehen. Wer ein paar Verhaltensregeln einhält, ist dabei auch absolut sicher, denn Kühe, Schafe oder Pferde sind grundsätzlich sehr friedliebende Tiere. Wer die markierten Wanderwege nicht verlässt, die Tiere nicht erschreckt oder ihnen allzu sehr auf die Pelle rückt, der kann beim Almwandern mit den Tieren viel Spaß haben. Vorsicht sollte man walten lassen, wenn Kälber zu sehen sind, denn diese werden von den Muttertieren beschützt - hier gilt es, gebührenden Abstand zu halten. Auch Hunde gehören auf Almen unbedingt an die Leine. Wenn man diese einfachen Regeln befolgt, gibt es eigentlich kaum etwas schöneres, als gemütlich über frische Bergwiesen zu spazieren, den Tieren bei ihrem täglichen Tun zuzuschauen und auf einer der zahlreichen Jausenstationen die Sonne zu genießen!

 

 

Almwanderungen in Tirol

Die gute Erreichbarkeit, eine wunderschöne Landschaft, eine hervorragende Infrastruktur und nicht zuletzt die kulinarischen Köstlichkeiten machen Tirol zu der beliebtesten Urlaubsregion von Bergurlaubern. Und natürlich gibt es vom Arlberg bis zu den Kitzbüheler Alpen unzählige Almwanderungen für alle Könnensstufen. In allen Regionen Tirols finden sich eine Vielzahl traumhaft schöner Wanderungen, die eine Alm als Ziel oder Zwischenstopp haben. Oftmals hat auch eine Jausenstation geöffnet, wo die Senner selbstgemachten Käse, Milch und Speck servieren. Kostenlos dazu gibt es die erstklassige Aussicht in die Bergwelt, die für viele Almen so typisch ist. Wo könnte das Essen besser schmecken? Wenn dann noch eine Schaukäserei dazu kommt, wie zum Beispiel auf der Burgeralm bei Rettenschöss oder in der ErlebnisSennerei Zillertal, wo auch Exkursionen für Schulen angeboten werden, kann man sogar noch etwas lernen.

Hier stellen wir euch fünf besonders empfehlswerte Almwanderungen in Tirol vor. Für jeden Wanderfreund sollte hier etwas dabei sein, denn die Touren reichen von einem leichten Spaziergang bis hin zur 1000-Höhenmeter-Wanderung.

 

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Wandertipp 1: Almwanderung Almdorf Fallerschein (leicht)

Mit über 40 urigen Holzblockhütten gilt Fallerschein als größtes Almdorf Tirols und sogar als eines der größten der Alpen. Das Almdorf liegt im Naturpark auf der Strecke zwischen Stanzach und Namlos. Den Ausgangspunkt erreicht ihr von Reutte kommend, indem ihr der Lechtaler Straße bis nach Stanzach folgt und dort nach links auf die Berwang Namloser Straße abbiegt. Kurz vor dem Ort Namlos zweigt eine Straße nach rechts ab, hier ist der Ausgangspunkt für die kurze Wanderung zum Almdorf Fallerschein. Ein sanft ansteigender Wanderweg (insg. 135 Höhenmeter bergauf) bringt euch in nur etwa 45 Minuten nach Fallerschein. Einige der Hütten im Almdorf Fallerschein sind dauervermietet, fünf Hütten können von Gästen gemietet werden, der Rest wird von den Besitzern selbst genutzt. In „Michl's Fallerscheinstube“ und im „Sennstüberl Fallerschein“ erwartet Wanderer eine gute Almküche, Lechtaler Hausmannskost und ausgewählte Spezialitäten aus der Almwirtschaft.

Ausgangs- und Endpunkt: Abzweigung Fallerschein auf der Bundesstraße zwischen Stanzach und Namlos
Tourenziel: Almdorf Fallerschein
Gebirgszug: Lechtaler Alpen
Länge: 4,6 km
Gehzeit: 1 h 30 min
Höhenmeter bergauf: 135 m
Höhenmeter bergab: 100 m
Kondition: * (1 von 5)
Technik: * (1 von 5)

Wandertipp 2: Almwanderung Brentenjochalm (leicht)

Heimelige kleine Stuben, eine üppige Blumenpracht rund ums Haus und zufriedene Gäste, die in der Sonne vor der Hütte sitzen und hausgemachten Nusskuchen oder einen Apfelstrudel genießen: Auf der idyllischen Brentenjochalm (geöffnet von Ende Mai bis Ende September), die dank des Kaiserlifts besonders einfach zu erreichen ist, treffen sich Feinschmecker, Wanderer, Tourengeher und mitunter auch freundliche Almgeister zu einem geselligen Stelldichein. Aber wo sind die Kühe? Das Galtvieh und die Kalbinnen liegen tagsüber im sauberen Stall und werden erst am Abend auf die Weide gelassen, die Milchkühe weiden auf der rund eine halbe Stunde Gehzeit entfernten Steinbergalm am Hang gegenüber.

Die Rundwanderung am Fuße des Gamskogel startet in Kufstein an der Talstation des Kaiserlifts. Über Hinterdux, Vorderdux, den Gasthof Duxer Alm und die Wälder des Stadtbergs geht es über 710 Höhenmeter in etwa drei Stunden zum Brentenjoch und zur Brentenjochalm. Hier kann ausgiebig entspannt und die Aussicht genossen werden, bevor es auf dem Rundweg wieder in Richtung Tal geht.

Ausgangs- und Endpunkt: Talstation Kaiserlift, Kufstein
Tourenziel: Brentenjochalm
Gebirgszug: Kaisergebirge
Länge: 13,8 km
Gehzeit: 6 h 30 min
Höhenmeter bergauf: 710 m
Höhenmeter bergab: 710 m
Kondition: *** (3 von 5)
Technik: * (1 von 5)

 

Wandertipp 3: Feldalm (leicht)

Direkt am wunderschönen Walchsee nahe der deutschen Grenze beginnt die Tageswanderung zur Feldalm, die mit ihren mehreren Almhütten fast so aussieht, wie Almen vor einem halben Jahrhundert ausgesehen haben. Trotzdem ist die Zeit hier nicht stehen geblieben: Die Feldalm ist eine der wenigen Gemeinschaftsalmen, die biozertifiziert sind. Auf einer Bio-Alm darf kein Bauer sein Vieh konventionell füttern, die Milch rinnt schließlich im Sennkessel zusammen. Bei der Feldalm ist das die Milch von rund 70 Kühen, etliche davon gehören der Familie von Heinz Gstir, einem bekannten Tiroler Bio-Pionier und Gründer der Marke „Bio vom Berg“. Eine Jausenstation gibt es auf dieser traditionell geführten Alm nicht, aber ein Glas Bio-Buttermilch ist bei den Almbauern gewiss zu bekommen. Den hervorragenden Bio-Almkäse kann man etwa in der Biosennerei Hatzenstädt am Niederndorferberg (Gränzing 22) erwerben.

Ausgangs- und Endpunkt: Parkplatz Ostufer Walchsee
Tourenziel: Feldalm
Gebirgszug: Kaisergebirge
Länge: 21 km
Gehzeit: 6 h
Höhenmeter bergauf: 930 m
Höhenmeter bergab: 930 m
Kondition: *** (3 von 5)
Technik: * (1 von 5)

 

Wandertipp 4: Almwanderung Hohenau Alm

Bis auf fast 2000 Meter hinauf müsst ihr bei dieser Almwanderung zur schönen Hohenau Alm. Sie wird oft als das Klein-Tibet des Zillertals bezeichnet. Es gibt hier „Sherpas“, Gebetsmühlen und Gebetsfähnchen. Aber sonst läuft alles ganz traditionell Tirolerisch ab: Die Hütte mit zwei kleinen Stuben präsentiert sich urig, auf den Weiden ringsum erfreuen sich die rund 30 Stück Rinder sowie Angus-Mutterkühe des Lebens. Außerdem genießen ein paar Ziegen, drei Schweine und einige Hühner den Almsommer. Und wer auf der Hütten-Terrasse sitzt, genießt grandiose Blicke in die Zillertaler Alpen und auf die schillernde Wasserfläche des Zillergrund-Speichers, in der sich bei schönem Wetter der blaue Himmel spiegelt.

Start ist beim Gasthof Bärenbad im Zillergrund, einem Seitental des Zillertals. Von hier geht es in rund 2,5 Stunden entlang am Stausee und vorbei an hübschen Wasserfällen und vielen Aussichtsbänken zur Hohenau Alm. Der Rückweg erfolgt auf demselben Weg wie der Hinweg.

Ausgangs- und Endpunkt: Gasthof Bärenbad
Tourenziel: Hohenau Alm
Gebirgszug: Kitzbüheler Alpen
Länge: 12,8 km
Gehzeit: 4 h 30 min
Höhenmeter bergauf: 1040 m
Höhenmeter bergab: 1040 m
Kondition: *** (3 von 5)
Technik: * (1 von 5)

 

Wandertipp 5: Mauchele Alm

Höhenluft mit Almenduft: Im Naturpark Kaunergrat gibt es nicht nur faszinierende Natur in allen alpinen Höhenlagen zu entdecken, sondern auch traditionelle Kulturlandschaften. So verbindet der Pitztaler Almenweg die Söllberg-, Mauchele-, Neuberg-, Tiefentalalm und Arzler Alm miteinander. Alle liegen auf der Höhe um 1.800 Meter, auf dem Weg eröffnen sich wunderbare Blicke auf das Pitztal und den Kaunergrat. Die mit Galtvieh bestoßene Mauchele Alm oberhalb der Ortschaft St. Leonhard im Pitztal ist eine liebenswerte Alm, wo sich Wanderer und Mountainbiker an schönen Sommertagen ein Stelldichein geben. Sie sitzen unter schattigen Zirben, Lärchen und Fichten, denn die Hütte liegt noch unterhalb der Waldgrenze. Viele Gäste stärken sich für einen besonders lohnenden Aufstieg: Von der Mauchele Alm sind es rund 300 Höhenmeter und etwa eine Stunde Gehzeit zum idyllischen Brechsee.

Die Mauchele Alm erreicht man am besten vom St. Leonharder Weiler Rehwald aus. Vom Alpengasthof Felsenhof führt ein kinderwagentauglicher Weg zur Alm.

Ausgangs- und Endpunkt: Weiler Rehwald/St. Leonhard
Tourenziel: Mauchele Alm
Gebirgszug: Ötztaler Alpen
Länge: 8,6 km
Gehzeit: 2 h 30 min
Höhenmeter bergauf: 570 m
Höhenmeter bergab: 570 m
Kondition: ** (3 von 5)
Technik: * (1 von 5)


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