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Für sportliche Wanderer: Sechs Mehrtageswanderungen in Tirol

6. Juli 2017 | Bergleben.de

News Regionen: Naturparkregion Lechtal-Reutte, Ötztal, Pitztal, Stubaital, Tirol, Wilder Kaiser

Musauer Alm - ©Naturparkregion Reutte

Musauer Alm

Copyright: Naturparkregion Reutte

Wer in den Alpen gerne sportlich unterwegs ist, der sucht stets nach neuen Herausforderungen. Die Bergregionen Tirols haben davon einige zu bieten. Wir stellen euch ein paar Wanderungen von Hütte zu Hütte auf anspruchsvollen Wegen im Hochgebirge zwischen Fels und Eis vor. Ein alpines Abenteuer ist dabei garantiert! Aber Vorsicht: Wer sich auf diese Touren begibt, der sollte sich gut und ausgiebig darauf vorbereiten!

 

Dreitagestour in der Naturparkregion Reutte

Auf dieser erlebnisreichen Dreitageswanderung besteigt ihr nicht nur die Gipfel der Naturparkregion Reutte. Auf dem einen Kilometer langen Barfußwanderweg auf dem Reuttener Hahnenkamm wird sogar auf Wanderschuhe verzichtet. Sinnliche Wahrnehmung und Geschicklichkeit können an 18 Stationen getestet werden. Zudem erlebt ihr das einzigartige „Gipfel-Rundum-Panorama“ am Säuling mit Blick ins Lechtal, zu den Königsschlössern, zur Zugspitze und in den Reuttener Talkessel. Der Aufstieg lohnt sich!

Etappe 1: Reutte - Gehrenspitze - Gehrenalpe
Von der Talstation der Reuttener Seilbahn geht es mit der Bergbahn zum Bergrestaurant auf den Reuttener Hahnenkamm. Von dort führt ein Weg zur Lechaschauer Alm und über die Schneidspitze zur Gehrenalpe, wo ihr euer Gepäck lagern könnt. Von hier aus wird der nordöstliche Eckpunkt des Tannheimer Tals erwandert, die Gehrenspitze auf 2.163 Metern. Übernachtet wird dann auf der Gehrenalpe.

Etappe 2: Gehrenalpe - Musauer Alm - Gasthaus Bärenfalle/Pflach
Nach einem reichhaltigen Frühstück auf der Gehrenalpe führt euch diese Tagesetappe zunächst über das Gehrenjoch zur Musauer Alm. Der Abstieg erfolgt über das Reintal, welches einen traumhaften Ausblick auf saftig grüne Almwiesen und prächtige Berge bietet. Über den Hüttenfahrweg könnt ihr einen kleinen Abstecher auf die Achsel, einen Vorberg des Schlicken-Massivs, machen. Belohnt wird man für den relativ einfachen und kurzen Aufstieg mit einem Traumblick über die Tiroler Bergwelt. Am Gasthaus Bärenfalle angekommen endet dann diese Wandertour. Übernachtungsmöglichkeiten befinden sich in Pflach.

Tipp: Wenn es eure Füße noch zulassen, lädt hier der Lechweg zu einem reizvollen Spaziergang ein. Der Vogelbeobachtungsturm gewährt euch einen Blick auf den letzten Wildfluss.

Etappe 3: Pflach - Säuling - Gutshof zum Schluxen
Der letzte Tag beginnt mit dem Aufstieg auf den Säuling, wo die dazugehörige Hütte zu einer Rast einlädt. Über den Säuling gelangt ihr dann über den Steig nach Deutschland. Ein traumhafter Blick vom Alpsee auf die Königsschlösser ist die Belohnung. Über den Fürstenweg gelangt ihr wieder zurück nach Österreich und erreicht schlussendlich das Ziel, dem "Gutshof zum Schluxen".

Ausgangspunkt: Parkplatz Reuttener Seilbahn
Endpunkt: Gutshof zum Schluxen in Pinswang
Gebirgszug: Allgäuer Alpen, Wettersteingebirge
Länge: 31,8 km
Dauer: 3 Tage
Höhenmeter bergauf: 2.408 m
Höhenmeter bergab: 3.269 m

 

 

Auf dem Weg zur Starkenburger Hütte im Stubaital - ©Andre Schönherr

Auf dem Weg zur Starkenburger Hütte im Stubaital

Copyright: Andre Schönherr

Dreitagestour Stubaital

Entlang der Dreitageswanderung im Stubaital erlebt ihr einen Wechsel von den Kalkkögeln in die Granitberge des Stubaier Hauptkammes. Die schwierige Wandertour führt euch unter anderem zur Starkenburger Hütte, wo ihr mit einem schönen Panoramablick in das Stubaital belohnt werden. Eine geologische Besonderheit gibt es beim Schlicker See zu bewundern, wo ein markanter Wechsel vom Urgestein zu Kalkstein vorzufinden ist.

Etappe 1: Neustift - Starkenburgerhütte
Zu Fuß von Neustift rund 1.200 Höhenmeter, entweder über die Kartnall Höfe und über den Forcherkogel oder direkt über die Lärchenwiesen zur Starkenburger Hütte. Für beide Aufstiege benötigt ihr rund 3 ½ bis 4 Stunden. Übernachtet wird auf der Starkenburger Hütte.

Etappe 2: Starkenburgerhütte - Senderjöchl - Franz-Senn-Hütte
Diese Etappe (die erste Etappe des Stubaier Höhenwegs) führt von der Starkenburger Hütte durch den Südwesthang unterhalb des „Hohen Burgstall“. Der Weg führt über ein ausgeprägtes Stein- und Schotterfeld weiter unterhalb der Kalkkögel und vorbei am Seejöchl oberhalb des Schlicker Sees. Anschließend geht es weiter zum Sendersjöchl, von dort südseitig und steil über Serpentinen hinunter zur Roten Wand und schließlich leicht ansteigend zur Seducker Hochalm. Nach der Querung der Viller Grube verläuft die Strecke weiter entlang der Hänge des inneren Oberbergtales und über einen letzten, kurzen Anstieg zum Etappenziel, der Franz-Senn-Hütte.

Etappe 3: Franz-Senn-Hütte - Regensburger Hütte - Falbeson
Ausgehend von der Franz-Senn-Hütte führt diese Etappe zuerst talauswärts ins Kuhgschwetz. Über Steilstufen geht es hinauf zum Platzenturm. Nach der Überquerung der Platzengrube bis zu ihrem östlichen Rand und über einige, steile Serpentinen sowie einer abschließenden langen Rechtsquerung erreicht ihr den Schrimmennieder. Rund 20 Gehminuten oberhalb des Schrimmennieder befindet sich das 2.829 Meter hohe Basslerjoch, von dem ihr eine herrliche Aussicht auf den Stubaier Hauptkamm genießt. Nach dem Abstieg zurück zum Schrimmennieder geht es hinunter auf einen Querweg, der von der Milderaunalm nahezu flach taleinwärts zur Neuen Regensburger Hütte führt. Von dort können ihr über die Ochsenalm bis in den Talboden bei Falbeson wieder absteigen.

Ausgangspunkt: Neustift Dorfzentrum
Endpunkt: Falbeson
Gebirgszug: Stubaier Alpen
Länge: 31 km
Dauer: 3 Tage
Höhenmeter bergauf: 2.290 m
Höhenmeter bergab: 2.090 m

 

Ellmauer Halt - ©TVB Wilder Kaiser

Ellmauer Halt

Copyright: TVB Wilder Kaiser

Die Eisenkrone: Dreitagestour am Wilden Kaiser

Bei der dreitägigen schwierigen Wandertour gilt es fünf Klettersteige und sechs Gipfel zu bewältigen. Hier ist Klettersteigerfahrung gefragt! Über den modernen Klettersteig Klamml gelangt ihr zur höchstgelegenen Hütte im Wilden Kaiser, der Gruttenhütte. Der höchste Gipfel des Kaisergebirges – die Ellmauer Halt auf 2.344 Metern Höhe - ist die nächste sportliche Herausforderung auf dieser Tour für Alpinisten. Dafür werdet ihr auf allen drei Etappen mit traumhaften Aussichten auf das Felsmassiv des Wilden Kaisers, die Kitzbüheler Alpen, die Hohen Tauern im Süden oder dem im Norden schimmernden Chiemsee belohnt.

Etappe 1: Goinger Badesee - Ellmauer Tor - Gruttenhütte
Ab dem gebührenfreien Parkplatz beim Goinger Badesee führt der Forstweg 817 über die Graspoint Niederalm (1.075 Meter) hinauf zur Oberen Regalm (1.313 Meter). Weiter geht's auf dem aussichtsreichen Wilder-Kaiser-Steig 827 steil ansteigend über Almwiesen auf den Brennenden Palven (1.572 Metern), auch Baumgartnerköpfl genannt. Über den Wilder Kaiser Steig 823 wandert ihr durch Latschen und teils über Geröllfelder Richtung Ellmauer Tor. Bei der Abzweigung ins Ellmauer Tor, unter den Südostwänden der Vorderen Karlsspitze, biegt man auf den teilweise sehr ausgesetzten Jubiläumssteig ab. Bei der Weggabelung geht ihr Richtung Südosten auf den Steig 824. Nach einem kurzen Abstieg durch das Klamml kommt ihr zum Einstieg des 2013 neu erbauten Klettersteigs. Der untere Teil ist Schwierigkeit B/C, der über eine spektakuläre Seilbrücke erreichbare obere Teil Schwierigkeit C/D. Vom Ende des Klettersteiges sind es nur mehr wenige Minuten bis zur höchstgelegenen Hütte am Wilden Kaiser, die Gruttenhütte (1.620 Meter).

Etappe 2: Gruttenhütte - Ellmauer Halt - Hans-Berger-Haus
Die Gruttenhütte ist der optimale Ausgangspunkt für die Besteigung der Ellmauer Halt (2.344 Meter) über den Gamsängersteig. Der Steig ist mit B/C bewertet, und führt etwas verwinkelt mit über 74 Steigbügeln in der Jagerwand direkt auf den höchsten Kaisergipfel. Nach der Gipfelrast mit Panoramablick beginnt der lange Abstieg über den Kaiserschützen Klettersteig mit der Schwierigkeit B/C. Der Steig beginnt direkt unterhalb des Gipfels und führt in nordwestlicher Richtung zu einer großen Mulde zwischen Ellmauer Halt und Gamshalt. Wer Zeit und Lust hat kann zusätzlich die Gamshalt (2.291 Meter) und/ oder die Kleine Halt (2.116 Meter) besteigen. Von der Kleinen Halt steigt ihr weiter bis zum Oberen Scharlinger Boden ab und wandert auf dem Weg 813, umrahmt von Felswänden, bis zum Hans-Berger-Haus oder 20 Minuten weiter zum Anton-Karg-Haus. Nach diesem langen Tag könnt ihr eure Füße im eiskalten Wasser des Kaiserbaches erfrischen und den Tag auf der Sonnenterasse ausklingen lassen.

Etappe 3: Hans-Berger-Haus - Untere Gamskarköpfl - Scheffau
Der dritte Tag beginnt mit dem Zustieg zum Kufsteiner Klettersteig. Die Schwierigkeiten liegen hauptsächlich zwischen A und C, einige Stellen auch D. Die Krönung des Steiges, nach einem sehr steilen Mittelteil, ist eine ausgesetzte Querung direkt unter dem Gipfel des Unteren Gamskarköpfls (1.975 Meter), wo sich der Ausstieg befindet. Vom Gipfel des Unteren Gamskarköpfls steigt ihr zurück auf den Güttlersteig 821 und in einer Stunde bergwärts zum Sonneck (2.260 Meter). Der südseitige Abstieg führt über die Kopfkraxen auf den Wiesberg und dann talwärts am Fuße des Sonnensteins bis zur Kaiser-Hochalm (nicht bewirtschaftet). Weiter auf dem Adlerweg 821 und 823 bis zur Abzweigung Richtung Süden und über die Kaiserniederalm erreicht ihr die gemütliche Hinterschießlingalm. Durch die faszinierende Rehbachklamm geht es nach Scheffau, das Endziel dieses dreitägigen Abenteuers über den Wilden Kaiser.

Der kostenlose Wander- und Bäderbus „KaiserJet“ bringt euch wieder zum Ausgangspunkt nach Going zum Badesee.

Ausgangspunkt: Going Badesee
Endpunkt: Scheffau, Dorf
Gebirgszug: Kaisergebirge
Länge: 30 km
Dauer: 3 Tage
Höhenmeter bergauf: 3.930 m
Höhenmeter bergab: 3.342 m

 

Über den Wolken in den Kitzbüheler Alpen - ©TVB Kitzbüheler Alpen

Über den Wolken in den Kitzbüheler Alpen

Copyright: TVB Kitzbüheler Alpen

Dreitagestour Kaiserbachtal – Stripsenjochhaus – Gaudeamushütte

Auf der dreitägigen Abenteuerwanderung am Wilden Kaiser erwarten euch Almwiesen, schmale Pfade und teils mit Stahlseil gesicherte Steigpassagen. Die Felsen rund um den Schleierwasserfall sind bei Extremkletterern sehr beliebt. Ausdauer und Trittsicherheit ist bei dieser Berg- und Klettertour gefordert. Belohnt werdet ihr unterwegs mit imposanten Blicken auf den Predigtstuhl, den markanten Rettenstein und die Hohe Tauern.

Etappe 1: Kaiserbachtal - Feldberg - Stripsenjochhaus
Am Parkplatz vor der Mautstraße Kaiserbachtal wandert man rund einen Kilometer taleinwärts, bis rechts der Almweg zur Oberen Scheibenbühelalm abzweigt. Nach der Oberen Scheibenbühelalm zieht sich ein schmaler Pfad über den langen Grat des Scheibenbühelbergs bis zum Feldberg auf 1.813 Meter. Einige felsdurchsetzte Stellen sind mit einem Stahlseil gesichert. Nach einer Gipfelrast und herrlicher Gipfelschau geht es weiter entlang des Kammes, dann stetig ansteigend zum Stripsenkopf mit seinem Aussichtspavillon auf 1.807 Meter. Dann erreicht man über den Steig hinunter das Ziel der ersten Etappe das Stripsenjochhaus.

Etappe 2: Stripsenjochhaus - Ellmauer Tor - Gaudeamushütte
Vom Stripsenjochhaus führen wenige Höhenmeter hinunter und über den Wildanger zum Anfang des Eggersteigs. Hier beginnt der schwierigste, aber eindrucksvollste Teil der Mehrtagestour. Das schmale Felsband führt unterhalb der Fleischbank zur Steinernen Rinne. In vielen Serpentinen, teils mit Stahlseilen gesichert, schlängelt sich der Steig den steilen Felshang hinauf bis zum Ellmauer Tor auf 2.006 Meter. Nach einer wohlverdiente Pause geht es über Gestein und loses Geröll das letzte Stück über einen Almpfad zur Gaudeamushütte hinunter.

Variante: Wer noch mehr Fels mag und einen leichten, aber nicht zu unterschätzenden Gipfelsieg im Kaiser sucht, kann vom Ellmauer Tor die Hintere Goinger Halt (2.192 Meter) erklimmen. Aufstieg dauert circa 50 Minuten, Trittsicherheit gefordert, kurze Kletterpassagen.

Etappe 3: Gaudeamushütte - Schleierwasserfall - Rummlerhof in St. Johann
Von der Gaudeamushütte geht es in Kehren hinauf, durch lichten Wald, über Almwiesen und durch Latschenfelder zum Bergsteigergrab am Baumgartenköpfl. Der Weg windet sich bis unterhalb der Ackerlhütte entlang steiniger Bergwiesen und führt dann hinunter zum kleinen Stiegenbachwasserfall. Entlang dieses Felshanges führt der Bergpfad zum Schleierwasserfall hinauf. Die Felsen rund um den Wasserfall sind bei Extremkletterern sehr beliebt. Eine kleine Herausforderung bietet noch die Durchquerung der Diebsöfen Höhle. Dann erreicht man über einen gemütlichen Waldweg den Gasthof Rummlerhof.

Eine schöne Teilvariante bietet sich bei der Ackerlhütte an: An der Abzweigung den oberen Weg in Richtung Granderalm wählen. Kurz vor der Alm geht es über das "Leiterl" (kurze Metallleiter) zum Schleierwasserfall.

Ausgangspunkt: Parkplatz bei der Mautstraße Kaiserbachtal
Tourenziel: Stripsenjochhaus, Gaudeamushütte, Schleierwasserfall
Endpunkt: Gasthof Rummlerhof
Gebirgszug: Kaisergebirge
Länge: 26 km
Dauer: 3 Tage
Höhenmeter bergauf: 2.460 m
Höhenmeter bergab: 2.430 m


Großglockner - ©TVB Osttirol_Kurzthaler

Großglockner

Copyright: TVB Osttirol_Kurzthaler

Zweitagestour „Kalser Gletscherreise“

Auf der zweitägigen Bergtour auf der Tiroler Seite des Großglockners erfahrt ihr viel Wissenswertes über die Flora und Fauna im Nationalpark Hohe Tauern. Ab der Stüdlhütte übernehmen dann die Kalser Bergführer. Mit Steigeisen geht es über das Teischnitzkees, die atemberaubende Eislandschaft direkt am Fuße des Großglockners. Wer es sich zutraut kann sich auch in eine der Gletscherspalten abseilen lassen. Abenteuer und Wissen sind garantiert!

Etappe 1: Kals am Großglockner (Lucknerhaus) - Stüdlhütte

Die Tour startet mit dem Taxitransfer von Kals zum Lucknerhaus und führt zunächst durch die verschiedenen Höhenstufen hinauf zur Stüdlhütte (2.802 Meter). Aufgrund der durchwanderten Vegetations- und Klimazonen entspricht diese Trekking-Tour einer 4.000 Kilometer langen Reise in die Arktis. Durch bunte Bergmähder, alpine Graslandschaften und über Gletschermoränen mit zarten widerstandsfähigen Pflanzen führt euch der Weg. Mit Spektiv und Fernglas entdeckt ihr die heimischen Wildtiere hautnah und erfahrt viel über die Lebens- und Überlebensstrategien. Auf der Stüdlhütte angekommen, zeigt der Nationalpark Ranger einen Vortrag über die Naturschönheiten der Hohen Tauern und übergibt euch für den nächsten Tag in die Obhut der Kalser Bergführer.

Etappe 2: Stüdlhütte - Maurigen Trog - Glocknerhaus

Ein Kalser Bergführer begleitet euch weiter auf der Tour und führt euch zwischen Eistürmen und tiefen Gletscherspalten hindurch über das Teischnitzkees, auf rund 3.000 Meter Höhe. Ortskundige und erfahrene Bergsteiger können natürlich auch alleine gehen, jedoch ist das Gelände nicht zu unterschätzen und die Bergführer vor Ort wissen doch meist immer noch etwas mehr über die beeindruckende Berglandschaft zu berichten. Nach einer Rast bei der Stüdlhütte geht es durch das wildromantische Teischnitztal bis zum „Maurigen Trog“ am Ausgang der Klamm. Von dort bringt euch ein Taxi retour zum Glocknerhaus.

Ausgangspunkt: Parkplatz Lucknerhaus, Kals am Großglockner
Endpunkt: Parkplatz Lucknerhaus, Kals am Großglockner
Gebirgszug: Glocknergruppe
Länge: 10 km
Dauer: 2 Tage
Höhenmeter bergauf: 900 m
Höhenmeter bergab: 950 m

Wer sich nicht scheut, den Weg bis auf den Gipfel des Glockner zu gehen, den empfehlen wir die Lektüre unserer Bergleben-Glocknertour.

 

Verpeilhütte - ©Tirol Werbung_Ines Mayerl

Verpeilhütte

Copyright: Tirol Werbung_Ines Mayerl

Weitwanderweg Kaunergrat-Runde

Wie rundum faszinierend Gratwandern sein kann, erfährt man auf der Kaunergrat-Runde. Der Weitwanderweg führt über rund 60 Kilometer und 6.000 Höhenmeter ins Herz des Naturparks Kaunergrat.

Allein schon der Start- und Zielpunkt ist bemerkenswert: Das Naturparkhaus am sogenannten „Gachen Blick“ auf der Piller Höhe bildet das Tor zum Naturpark Kaunergrat. In seinen kreativ gestalteten Ausstellungsräumen wird Fortbildung zur Erholung und Information zum Erlebnis. Nur die Natur selbst ist noch imposanter und überrascht bei nahezu jedem Schritt mit neuen faszinierenden Ein- und Ausblicken. Kaunertal, Pitztal und Inntal liegen den Gratwanderern zu Füßen, das herrliche Bergpanorama präsentiert die zum Teil vergletscherte Gipfelwelt des Kaunergrats und der Ötztaler Alpen. Für Übernachtungen öffnen gemütliche Alm- und Berghütten ihre Türen.

Die Kaunergrat-Runde verläuft vorwiegend am Gebirgskamm auf schwarz markierten, hochalpinen Bergwegen und kann inklusive An- und Abreise in einer 7-Tages, 5-Tages oder 3-Tages-Etappe absolviert werden (Auf- und Abstiege bei jeder Tagestour möglich). Wer sich der gesamten Rundtour stellt, sollte Ausdauer für Tagesmärsche von durchschnittlich sieben Stunden mitbringen, Trittsicherheit und gute Bergausrüstung sind unbedingt erforderlich.

Tag 1: Anreise und Übernachtung in Wenns bzw. Piller

Tag 2: Naturparkhaus Kaunergrat - Verpeilhütte
Höhenmeter bergauf/bergab: 1.400/950 Meter, Dauer: 9 Stunden, Länge: ca. 20 Kilometer
Wadeln schmieren und massieren ist angesagt auf dieser ersten, sehr fordernden, aber landschaftlich wunderschönen Etappe. Vom Naturparkhaus geht es hinauf zur Aifner Alm (1,5 Stunden), weiter zur Falkaunsalm (2,5 Stunden), zur Gallruthalm (1 Stunde) und zur wildromantischen Verpeilhütte (4 Stunden) auf 2.025 Meter, wo ein gemütliches Nachtlager wartet. Entschädigt für den anstrengenden Tourenverlauf wird man aber bereits während der Wanderung, zum Beispiel auf dem Dr. Angerer Höhenweg, der unter anderem einen herrlichen Blick auf die markante Bergsilhouette des Kleinen und Großen Dristkogels sowie des Gsallkopfs offeriert.

Tag 3: Verpeilhütte - Kaunergrathütte
Höhenmeter bergauf/bergab: 1.100/250 Meter, Dauer: 4,5 Stunden, Länge: ca. 5 Kilometer
Dieser faszinierende Hochgebirgs-Tourenabschnitt führt von der Verpeilhütte zum Madatschjoch (3,5 Stunden) und von hier aus weiter zur Kaunergrathütte (1 Stunde), die das Tagesziel bildet. Hier schläft man als Wanderer schon nah am Himmel, nämlich auf 2.817 Meter. Auch diese Etappe führt an vielen Natur-Sehenswürdigkeiten vorbei. Besonders beeindruckend ist das Apere Madatschjoch auf über 3.000 Metern und der erste Blick auf die markante Watzenspitze mit ihrem Hängegletscher.

Tag 4: Kaunergrathütte - Tiefentalalm bzw. Neubergalm
Höhenmeter bergauf/bergab: 800/1.600 Meter, Dauer: 7,5 Stunden, Länge: ca. 13 Kilometer
Bei diesem Streckenabschnitt geht es zuerst bergauf, dann wieder hinunter auf sanftere Almhöhen. Von der Kaunergrathütte führt der Weg zum Steinbockjoch (0,5 Stunden), weiter zum Mittelberglesee (2 Stunden), zum Neururer Berg (1 Stunde), zur Arzler Alm (3 Stunden) und zur Tiefentalalm (1 Stunde). Für eine Übernachtung bieten sich die Tiefentalalm bzw. die Neubergalm oder Unterkünfte in Piösmes an. Bei einer Unterkunft in Piösmes ergibt sich dieselbe Gehzeit wie bei einer Übernachtung auf der Tiefentalalm. Bei einer Unterkunft auf der Neubergalm ist mit einer Stunde mehr an Gehzeit zu rechnen, also insgesamt 8,5 Stunden. Der Höhenweg bietet auf diesem Streckenabschnitt wunderbare Aussichten auf die Hohe Geige sowie den Pitztaler- und Ötztaler Gletscher. Eine längere Rast wert ist der Mittelberglesee mit seiner reizvollen türkisen Farbe. Auch der Tierwelt gebührt Aufmerksamkeit: Steinböcke können in dieser Region nicht nur am Steinbockjoch den Weg kreuzen.

Tag 5: Tiefentalalm bzw. Neubergalm - Söllbergalm
Höhenmeter bergauf/bergab: 860/870 Meter, Dauer: 5 Stunden, Länge: ca. 8,7  Kilometer
Eine ausgeglichene Balance zwischen Auf- und Abstieg erwartet die Wanderer auf dieser Etappe. Von der Tiefentalalm geht es über die Neubergalm zur Mauchele Alm (3 Stunden), dann weiter zur Söllbergalm (1 Stunde). Eine Unterkunft in Piösmes erfordert noch 1 Stunde Aufstieg zur Tiefentalalm. Nächtigt man auf der Neubergalm, beträgt die Gehzeit nur 4 Stunden bis zur Söllbergalm. Der Abstieg nach Wiese (Ortsteil von St. Leonhard), wo man nächtigen kann, erfordert nochmals ca. 1,5 Stunden. Von der Söllbergalm nach Wiese ist auch ein Taxitransport möglich (Taxi Kirschner, Tel. +43 664 1448620). Kosten pro Strecke € 50,- bis 4 Personen, ab 5 Personen € 10,- pro Person. Ein idealer Rastplatz auf dieser Tages-Etappe eröffnet sich unterhalb des Stallkogels mit wunderschönem Blick auf die Pitztaler Gletscherwelt.

Tag 6: Unterhalb Söllbergalm - Naturparkhaus Kaunergrat
Höhenmeter bergauf/bergab: 1.300/1.300 Meter, Dauer: 7,5 Stunden, Länge: ca. 16  Kilometer
Auch auf diesem Tagesmarsch halten sich Auf- und Abstieg die Waage, aber mit jeweils 1.300 Höhenmetern wird es noch einmal sehr fordernd. Unterhalb der Söllbergalm beginnt die Tour und führt zur Strassbergalm Alm (2 Stunden), weiter zum Kreuzjoch (2,5 Stunden), von hier zur Kielebergalm (1,5 Stunden) und zum Naturparkhaus (1,5 Stunden). Transport von der Unterkunft in Wiese bis unterhalb der Söllbergalm mit dem Taxi Kirschner (+43 664 1448620): Kosten pro Strecke € 50,- bis 4 Personen, ab 5 Personen € 10,- pro Person. Ohne Taxi von Wiese ist für diese Strecke mit einer zusätzlichen Gehzeit von 1,5 Stunden (400 Höhenmeter) zu rechnen. Für eine Übernachtung stehen Unterkünfte in Piller oder Wenns zur Verfügung. Auch eine Rückreise ist an diesem Tag möglich. Tipp: Den letzten Tag beim Wandern und die vielen Natureindrücke noch einmal richtig genießen, zum Beispiel den Aussichtspunkt am Kreuzjöchl mit grandiosem Tiefblick in das vordere Pitztal.

Tag 7: Übernachtung in Wenns bzw. Piller und Rückreise

Ausgangspunkt: Naturparkhaus Kaunergrat in Fließ
Endpunkt: Naturparkhaus Kaunergrat in Fließ
Gebirgszug: Ötztaler Alpen
Länge: 62,5 km
Dauer: 7 Tage
Höhenmeter bergauf: 5.460 m
Höhenmeter bergab: 4.970 m

 

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