Favoritensiege beim 12. LGT Alpin Marathon Liechtenstein

bergleben.de am 14.06.2011 - 10:50 Uhr
Favoritensiege beim 12. LGT Alpin Marathon Liechtenstein © swiss-image.ch/Remy Steinegger
Patrick Wieser und Jasmin Nunige heißen die großartigen Sieger des 12. LGT Alpin Marathon Liechtenstein. Die beiden Schweizer liefen die starke Konkurrenz in Grund und Boden. Gemeldet waren 840 Teilnehmer aus 21 Ländern.

Wieser dominiert klar
Patrick Wieser wurde seiner Favoritenrolle vollauf gerecht: Als klarer Vorjahressieger ließ er nie Zweifel aufkommen über sein Vorhaben, den LGT Alpin Marathon auch in diesem Jahr gewinnen zu wollen. Wieser legte schon auf den ersten zehn flachen Kilometern von Bendern nach Vaduz ein solch horrendes Tempo vor, dass ihm niemand der Mitfavoriten folgen konnte oder wollte. Wieser war den Verfolgern schon beim ersten Anstieg in Vaduz entschwunden, wo sein Vorsprung fünf Minuten betrug. Wieser hielt die Pace im Aufstieg in die Liechtensteiner Alpen nicht nur aufrecht, sondern vergrösserte den Vorsprung Kilometer für Kilometer, derweil der Nebel immer dichter wurde, allerdings bei zum Laufen angenehmen Temperaturen.

Jonathan Wyatts Streckenrekord wankte
Dass Jonathan Wyatts Fabelzeit aus dem Jahr 2008 (2:56:27 Stunden) in Gefahr war, wagte niemand zu prognostizieren, auch Wieser selbst nicht. Schließlich sorgte der 32-Jährige mit 2:56:57 Stunden für die zweitschnellste, je gelaufene Zeit beim LGT Alpin Marathon, den Rekord des Neuseeländers Wyatt verpasste Wieser nur gerade um 30 Sekunden. Der phänomenale Sieger unterbot beiläufig sogar noch seine eigene Siegerzeit aus dem Vorjahr um 5:13 Minuten. Zweiter wurde Bruno Heuberger mit bereits schon 14:06 Minuten Rückstand. Dritter wurde der junge Deutsche Marco Sturm, der nach 25km bei Steg noch als Vierter notiert wurde. Sturm gehört dem Deutschen Berglauf-Nationalteam an.


Sieg von Jasmin Nunige bei den Damen
Fast so deutlich wie Wieser gewann Jasmin Nunige das Rennen der Frauen. Einzig Vorjahressiegerin Simona Staicu (Ungarn) blieb mit ihr einige Zeit auf Tuchfühlung. Als es bei Vaduz in die happige, mehrere Kilometer lange Steigung in die Liechtensteiner Alpen ging, übernahm Nunige das Diktat, und es zeichnete sich ab, dass Staicu nicht den besten Tag erwischte. Je länger der Wettkampf dauerte, umso klarer wurde Nuniges Überlegenheit, während Staicu in der Kälte zusehends Mühe bekundete. Schliesslich reichte es der Ungarin noch zum zweiten Platz, knapp vor Denise Zimmermann (Mels). Die Siegerzeit von Nunige war die drittschnellste Zeit, die je eine Frau am LGT Alpin Marathon lief.

840 Gemeldete, 755 Klassierte
Zum Berglauf-Klassiker gemeldet waren 840 Läuferinnen und Läufer aus 21 Ländern mit 27 verschiedenen Nationalitäten. Insgesamt waren die Laufbedingungen trotz der Schafskälte und des zwischenzeitlichen Regens ganz passabel, was die starken Siegerzeiten belegen. Jedenfalls gab es aus Sicht der Rennärzte keine schwerwiegenden Zwischenfälle. Eine Parforceleistung vollbrachten aber nicht nur die Athleten, sondern auch die zahlreichen Helfer, die teils stundenlang auf der Strecke ausharrten und für einen reibungslosen Ablauf sorgten; ihnen gebührt ein Dank.

Weitere Informationen zu der Veranstaltung gibt es unter www.lgt-alpin-marathon.li/
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