Tiroler Adler Gold: Feinkostkäse frisch von der Alm

www.bergleben.de am 30.04.2012 - 16:15 Uhr
Tiroler Adler Gold: Feinkostkäse frisch von der Alm © XNX
Auf 1330 Metern Seehöhe liegt über der Gemeinde Rettenschöss im Tiroler Kaiserwinkl eine Hütte: die Burgeralm. Dort machen die Besitzer Martha und Toni Fahringer ihren Käse selbst - sehr zur Freude der Wanderer, die auf der Hütte die Käsebrotzeit besonders zu schätzen wissen. Sehr zu empfehlen ist eine eigene Kreation des Heumilchkäses. Den Weichkäse hat Toni selbst kreiert.

Ein Blick hinter die Kulissen
"Hier machen wir unseren Käse", sagt der Hausherr, mit einem freundlichen Lächeln auf seinen Zügen. Gern und mit ein bisschen Stolz zeigt er seine Käserei vor. Dort wird natürlich der heimische Bergkäse gemacht, aber auch eine besondere Spezialität, ein Weichkäse. 'Tiroler Adler Gold' heißt er, denn die Burgeralm liegt am Adlerweg. Auf Etappe 92 passieren Wanderer Tonis Alm und nehmen oft ein Stück Käse mit auf ihren weiteren Weg. Zu Ehren des Weges kam der Käse zu seinem Namen.

Handwerkskunst auf der Burgeralm
Toni zeigt uns seine durchaus moderne Anlage. Aber auch wenn einige Gerätschaften nach industrieller Fertigung anmuten, so überwiegt hier doch das klassische Handwerk. Die Milch muss gekämmt und geschöpft werden, dann mit Lab versehen. Das macht Toni natürlich selbst. "Ich merke das gar nicht mehr", lacht Toni auf die Frage, ob das nicht sehr anstrengend ist. Viel wichtiger als die Kraft im Arm ist aber wohl etwas anderes: Geduld.



Geschmack braucht seine Zeit
"Unser Käse muss sechs Monate reifen. Sonst schmeckt ein Käse ja auch nach nichts", verrät der Almbauer. Und der Geschmackstest gibt ihm recht: Kein Vergleich mit herkömmlichem Industriekäse. Einen Blick in den Keller gewährt Toni uns auch noch. Dort wartet, säuberlich in Regalen aufgestapelt, ein regelrechter Berg von Käse auf die nächsten Wanderer. Wir ziehen hingegen weiter unseres Wegs. Die Kühe der Burgeralm begleiten uns noch ein Stück. Und während ein Kalb begierig die Milch der Mutter trinkt, bleibt in uns die Freude über dieses Stück Natur, dass wir nun im Rucksack mit nach Hause nehmen. Danke, Toni!

Ingo Lemmer
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