Was die Schweiz so "wanderbar" macht: Unterwegs in den Alpen

Ralf Stute / bergleben.de am 10.11.2009 - 11:27 Uhr
Was die Schweiz so © flickr_apollon
In der Schweiz ist nicht alles Käse – neben Taschenmessern, Schoki und Uhren weiß das multikulturelle Land auch mit Natur und Bergkultur zu punkten. Ursprünglich, natürlich und authentisch geht es in der alpinen Landschaft zu. Hier gibt es zahlreiche Wanderrouten, die zur Erkundung dieser einzigartigen Kombination aus Natur und Kultur einladen. Über die Hälfte des Landes wird von der alpinen Bergwelt bedeckt. Daher verwundert es auch nicht, dass die Alpen einen starken Einfluss auf die Mentalität der Schweizer haben. Über viele Jahrhunderte hinweg boten sie dem Land einen guten Schutz gegen ausländische Mächte, erschwerten den Bewohnern durch harte Winter aber auch das Leben. Herausgekommen ist dabei eine ganz eigene Art von "Swissness", über die sich am besten jeder selbst ein Urteil bildet.

Gut zu Fuß in der Schweiz
Das sich die Schweiz ganz besonders gut zum Wandern eignet liegt nicht nur an den herausragend schönen und intakten Naturlandschaften, sondern auch an dem großen Wanderwegnetz, das sich durchs ganze Land zieht. Egal ob zu Fuß, mit dem Rad oder per Boot, die Routen bieten für jeden Geschmack etwas. Besonders interessant und vielseitig sind die sechs nationalen Fernwanderrouten, von denen wir eine in diesem Teil vorstellen werden. Aber auch auf regionalen Wegen lässt es sich "gut gehen". Nicht nur Natur-, auch Themenwanderwege gibt es hier. Die Appenzeller sind stolz auf ihre Kultur und zeigen das auch. Auf einer 50 Kilometer langen Route präsentieren sie 50 ausgewählte Kulturobjekte. Kunstwerke, Architektur und Museen laden hier zum verweilen ein.

Vielseitiges Graubünden
Sowohl Natur als auch Kultur zeigen sich in Graubünden besonders vielseitig. Obgleich dieser Landstrich der dünnstbesiedelte in der ganzen Schweiz ist, wird das multikulturelle Kanton gerne als "Schweiz in der Schweiz" bezeichnet. Auch historisch weiß das Kanton zu überzeugen. Seine Hauptstadt Chur ist zugleich die älteste Stadt im ganzen Land. Das hiesige Gebirgs- und Hochland wartet mit über 900 Berggipfeln, 615 Seen und 150 Tälern auf naturhungrige Besucher. Auch die Walsersiedlung Juf ist einen Besuch wert. Sie befindet sich 2126 Metern über dem Meer und ist damit die höchstgelegene dauerhaft bewohnte Siedlung in Europa. Im Hochtal Avers gelegen, eignet sich der Ort gut, um von dort aus die ursprüngliche Alpenlandschaft zu erkunden.



Wandern auf 10.000 Kilometern
Graubünden ist eine ausgeprägte Wanderregion. Je nach Gusto und Ambition eignet sich die Alpenlandschaft für Barfußwanderungen, Genusswanderungen, Weitwanderungen und
Bergtouren. Die besten Jahreszeiten, um per Pedes dieses schöne Kanton zu erkunden, sind der Sommer und der Herbst - besonders wenn auch Ausflüge und Touren in die höher gelegenen Gebiete geplant sind. Bereits im Frühling lassen sich jedoch die grünen Wiesen- und Waldlandschaften einiger Regionen, wie beispielsweise Bergell, Domleschg und Valposchiavo durchstreifen. Insgesamt stehen dem Wanderurlauber in Graubünden über 10.000 Kilometer Wanderstrecken zur Auswahl.

Auf geht's
In diesem Teil unseres Trekking-Specials zeigen wir euch mit konkreten Tourenvorschlägen wo es sich besonders gut wandern lässt. Neben ausgedehnten Fernwanderwegen wollen wir auch die regionalen Routen nicht vernachlässigen. Kommt der ‚Swissness’ auf die Spur!
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