Ski- und Alpinunfälle: So funktioniert organisierte Rettung
bergleben.de am 28.10.2011 - 09:14 Uhr
© SAC
Wandern, Bergsteigen, Klettern, Mountainbiken – die Liste beliebter Freizeitbeschäftigungen in den Bergen und im hochalpinen Gelände ließe sich noch verlängern. Ganz gleich zu welcher Jahreszeit - sich am Berg zu bewegen macht Spaß und ist gesund. Allerdings ist nie ganz auszuschließen, dass ein Unfall passieren kann.
Hat ein solcher Unfall am Berg Verletzungen zur Folge, kann es eminent wichtig sein, schnell und richtig zu reagieren. Da man sich bei diesen Freizeitaktivitäten in der freien Natur befindet und dem Wetter ausgesetzt ist, sollte jeder verantwortliche Ski- und Bergsportler wissen, was im Erstfall zu tun ist. Die organisierte Rettung kann nicht immer und sofort zur Stelle sein. Doch ein Mobiltelefon haben die meisten Freizeitsportler mittlerweile immer dabei. Wisst ihr aber auch, wen ihr bei einem Unfall anrufen müsst? Welche Rufnummern gibt es in welchen Ländern? Wir haben für euch eine Liste der wichtigsten Notrufnummern zusammengestellt.
Um prekäre Situationen von vornherein zu vermeiden, kann man auch Auskünfte über die alpinen Begebenheiten in bestimmten Regionen einholen, zum Beispiel ob ein Wanderweg überhaupt schneefrei und begehbar ist:
– Deutschland: Alpine Auskunft des DAV, 089-29 49 40
– Österreich: Alpine Auskunft des OeAV, 0043-512-58 78 28
– Südtirol: Alpine Auskunft des AVS, 0039-0471-99 99 55
– Frankreich: Chamonix, Office de haute montagne, 0033-450-53 22 08
Informationen zur Lawinenlage gibt es über das Netz auf folgenden Seiten:
– Gesamtübersicht: www.lawinen.org
– Deutschland, LWD Bayern: www.lawinenwarndienst-bayern.de
– Österreich: www.alpenverein.at/portal/Wetter/Lawinenbericht.php
– Tirol: www.lawine.at/tirol
– Vorarlberg: www.vorarlberg.at/lawine
– Salzburg: www.lwz-salzburg.org/defaultnew.asp
– Oberösterreich: www.ooe.gv.at/lawinenwarndienst
– Kärnten: www.lawine.ktn.gv.at/143241_DE
– Steiermark: www.lawine-steiermark.at
– Schweiz: www.slf.ch
– Italien, Gesamtübersicht: www.sian.it/infoMeteo
– Südtirol: www.provincia.bz.it/lawinen
– Trentino: www.meteotrentino.it/aspweb/index.asp
– Dolomiten: www.arpa.veneto.it/bollettini/htm/dolomiti_neve_e_valanghe.asp
– Lombardei: www.arpalombardia.it/meteo/meteo.asp
– Piemont: www.regione.piemonte.it/xmeteo/xmeteod/
In Europa gilt für alle Verletzten oder Hilfesuchenden einheitlich die Telefonnummer 112, über die auch Bergrettung und DSV-Skiwacht informiert werden. Zu beachten ist dabei: Notrufe mit dem Mobiltelefon sind nur noch mit aktiver SIM-Karte möglich! Zusätzlich gibt es aber auch noch nationale und lokale Notrufnummern, auch in den sieben Alpenländern Deutschland, Frankreich, Italien, Liechtenstein, Österreich, Schweiz und Slowenien. Im österreichischen Inland lautet diese Nummer 140, aus dem Ausland ist der Alpin-Notruf der Alpenrepublik mit der Vorwahl 0043- 512 140 zu erreichen. Die Bergrettung der Schweiz, die Schweizerische Rettungsflugwacht (REGA), ist im Inland über die 1414 zu erreichen, vom Ausland aus über die 0041-333333333. Die Bergrettung im Kanton Wallis hat mit der 144 eine eigene Inlandsnummer. In Italien und Südtirol ist die 118 die Inlandsnummer des Alpin-Notrufs, in Slowenien die 112. Frankreich hat den zentralen Notruf 15, die Rettungsleitstelle in Chamonix (PGHM) die Telefonnummer 0033-450-53 16 89. In allen Ländern ist die Alarmierung für einen Rettungseinsatz aber ebenfalls über die internationale Notrufnummer 112 möglich.
Auf dem nordamerikanischen Kontinent lautet die allgemeine Notrufnummer 911. Die 112 wird von einem GSM-Handy umgeleitet zur 911. In einigen ländlichen Gebieten fehlt der 911-Service allerdings noch.
Zunächst ist die Lage abzuschätzen. Was ist eigentlich passiert? Auch wenn es schwer fällt: Ruhe bewahren! Wenn notwendig, Notruf absetzen. Die organisierte Bergrettung benötigt immer eine Notfallmeldung, die aus folgenden Angaben bestehen sollte: Was ist passiert? Wie viele Verletzte gibt es? Wo ist es passiert? Wann ist es passiert? Wie ist das Wetter am Unfallort? Wer meldet den Unfall? Wichtig: Bei einem Hubschraubereinsatz ist es von großer Bedeutung, welche Sichtverhältnisse, Windrichtungen und Windstärken am Einsatzort vorherrschen. Lasst nach dem Notruf das Telefon eingeschaltet und telefoniert nicht mehr, damit euch die Rettungsleitstelle bei Rückfragen erreichen kann.
Der Alpenraum ist zwar sehr gut von Mobilfunknetzen abgedeckt, aber es gibt besonders in engen Tälern und auf Hochlagen trotzdem oft keine Mobilfunkverbindung. Dann hilft bei einem Unfall das alpine Notsignal. Ideal sind Pfiffe, Rufe und Lichtsignale. Wer Hilfe braucht gibt alle zehn Sekunden ein sichtbares oder akustisches Zeichen (sechsmal pro Minute). Dann folgt eine einminütige Pause,
usw. Die Retter wiederum geben alle 20 Sekunden ein sichtbares oder akustisches Zeichen (dreimal pro Minute). Auch hier folgt eine einminütige Pause.
Seid also vorbereitet, wenn ihr in die Berge geht - dann kommt es hoffentlich nie zu einem echten Notfall.
Wie geht Bergrettung?
Hat ein solcher Unfall am Berg Verletzungen zur Folge, kann es eminent wichtig sein, schnell und richtig zu reagieren. Da man sich bei diesen Freizeitaktivitäten in der freien Natur befindet und dem Wetter ausgesetzt ist, sollte jeder verantwortliche Ski- und Bergsportler wissen, was im Erstfall zu tun ist. Die organisierte Rettung kann nicht immer und sofort zur Stelle sein. Doch ein Mobiltelefon haben die meisten Freizeitsportler mittlerweile immer dabei. Wisst ihr aber auch, wen ihr bei einem Unfall anrufen müsst? Welche Rufnummern gibt es in welchen Ländern? Wir haben für euch eine Liste der wichtigsten Notrufnummern zusammengestellt.
Alpine Auskunftsstellen
Um prekäre Situationen von vornherein zu vermeiden, kann man auch Auskünfte über die alpinen Begebenheiten in bestimmten Regionen einholen, zum Beispiel ob ein Wanderweg überhaupt schneefrei und begehbar ist:
– Deutschland: Alpine Auskunft des DAV, 089-29 49 40
– Österreich: Alpine Auskunft des OeAV, 0043-512-58 78 28
– Südtirol: Alpine Auskunft des AVS, 0039-0471-99 99 55
– Frankreich: Chamonix, Office de haute montagne, 0033-450-53 22 08
Europäische Lawinenwarndienste
Informationen zur Lawinenlage gibt es über das Netz auf folgenden Seiten:
– Gesamtübersicht: www.lawinen.org
– Deutschland, LWD Bayern: www.lawinenwarndienst-bayern.de
– Österreich: www.alpenverein.at/portal/Wetter/Lawinenbericht.php
– Tirol: www.lawine.at/tirol
– Vorarlberg: www.vorarlberg.at/lawine
– Salzburg: www.lwz-salzburg.org/defaultnew.asp
– Oberösterreich: www.ooe.gv.at/lawinenwarndienst
– Kärnten: www.lawine.ktn.gv.at/143241_DE
– Steiermark: www.lawine-steiermark.at
– Schweiz: www.slf.ch
– Italien, Gesamtübersicht: www.sian.it/infoMeteo
– Südtirol: www.provincia.bz.it/lawinen
– Trentino: www.meteotrentino.it/aspweb/index.asp
– Dolomiten: www.arpa.veneto.it/bollettini/htm/dolomiti_neve_e_valanghe.asp
– Lombardei: www.arpalombardia.it/meteo/meteo.asp
– Piemont: www.regione.piemonte.it/xmeteo/xmeteod/
Einheitliche Notrufnummer in Europa
In Europa gilt für alle Verletzten oder Hilfesuchenden einheitlich die Telefonnummer 112, über die auch Bergrettung und DSV-Skiwacht informiert werden. Zu beachten ist dabei: Notrufe mit dem Mobiltelefon sind nur noch mit aktiver SIM-Karte möglich! Zusätzlich gibt es aber auch noch nationale und lokale Notrufnummern, auch in den sieben Alpenländern Deutschland, Frankreich, Italien, Liechtenstein, Österreich, Schweiz und Slowenien. Im österreichischen Inland lautet diese Nummer 140, aus dem Ausland ist der Alpin-Notruf der Alpenrepublik mit der Vorwahl 0043- 512 140 zu erreichen. Die Bergrettung der Schweiz, die Schweizerische Rettungsflugwacht (REGA), ist im Inland über die 1414 zu erreichen, vom Ausland aus über die 0041-333333333. Die Bergrettung im Kanton Wallis hat mit der 144 eine eigene Inlandsnummer. In Italien und Südtirol ist die 118 die Inlandsnummer des Alpin-Notrufs, in Slowenien die 112. Frankreich hat den zentralen Notruf 15, die Rettungsleitstelle in Chamonix (PGHM) die Telefonnummer 0033-450-53 16 89. In allen Ländern ist die Alarmierung für einen Rettungseinsatz aber ebenfalls über die internationale Notrufnummer 112 möglich.
Kanada und USA
Auf dem nordamerikanischen Kontinent lautet die allgemeine Notrufnummer 911. Die 112 wird von einem GSM-Handy umgeleitet zur 911. In einigen ländlichen Gebieten fehlt der 911-Service allerdings noch.
Verhalten nach einem Unfall
Zunächst ist die Lage abzuschätzen. Was ist eigentlich passiert? Auch wenn es schwer fällt: Ruhe bewahren! Wenn notwendig, Notruf absetzen. Die organisierte Bergrettung benötigt immer eine Notfallmeldung, die aus folgenden Angaben bestehen sollte: Was ist passiert? Wie viele Verletzte gibt es? Wo ist es passiert? Wann ist es passiert? Wie ist das Wetter am Unfallort? Wer meldet den Unfall? Wichtig: Bei einem Hubschraubereinsatz ist es von großer Bedeutung, welche Sichtverhältnisse, Windrichtungen und Windstärken am Einsatzort vorherrschen. Lasst nach dem Notruf das Telefon eingeschaltet und telefoniert nicht mehr, damit euch die Rettungsleitstelle bei Rückfragen erreichen kann.
Alpines Notsignal
Der Alpenraum ist zwar sehr gut von Mobilfunknetzen abgedeckt, aber es gibt besonders in engen Tälern und auf Hochlagen trotzdem oft keine Mobilfunkverbindung. Dann hilft bei einem Unfall das alpine Notsignal. Ideal sind Pfiffe, Rufe und Lichtsignale. Wer Hilfe braucht gibt alle zehn Sekunden ein sichtbares oder akustisches Zeichen (sechsmal pro Minute). Dann folgt eine einminütige Pause,
usw. Die Retter wiederum geben alle 20 Sekunden ein sichtbares oder akustisches Zeichen (dreimal pro Minute). Auch hier folgt eine einminütige Pause.
Seid also vorbereitet, wenn ihr in die Berge geht - dann kommt es hoffentlich nie zu einem echten Notfall.
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