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Interview mit dem Wiener Weltenbummler Geri Winkler

26. Januar 2011 | bergleben.de

Impressionen aus Sieben Welten - Seven Summits: Mein Weg zu den höchsten Gipfeln aller Kontinente  - ©Tyrolia Verlag

Impressionen aus Sieben Welten - Seven Summits: Mein Weg zu den höchsten Gipfeln aller Kontinente

Copyright: Tyrolia Verlag

Die sieben höchsten Berge aller Erdteile - er hat sie bestiegen. Trotz der Diagnose Diabetes mellitus. Und noch viel mehr - er hat dabei die Schönheiten und Geheimnisse der Kontinente erkundet und ist ihren Menschen begegnet. Denn für ihn sind die Gipfel nur einer von vielen Höhepunkten auf seinen Abenteuerreisen durch die Welt und ihre Wunder.

Der Weltenbummler Geri Winkler erzählt in seinem neuen, im Tyrolia-Verlag erschienenen Buch „Sieben Welten - Seven Summits“ von seinen Bergen - und von seinen Reisen: Wie die Geschichte seiner Seven Summits mit einem Trip durch Russland und Zentralasien beginnt, wie er zum Everest vom Toten Meer aus startet und zuerst 8000 Kilometer durch Syrien, die Türkei, den Iran, Pakistan und Indien bis Nepal radelt, wie er im Dschungel Ozeaniens der steinzeitlichen Welt der Papua-Völker begegnet bevor er die Carstensz-Pyramide besteigt oder wie er sich auf den Spuren der Goldgräber dem Mt. McKinley annähert. Im Interview gibt Winkler schon einmal einen Vorgeschmack auf das, was seine Leser erwartet.

„Seven Summits“ - ein Schlagwort das in letzter Zeit recht oft in aller Munde ist. Sie haben in den Jahren 2001-2008 ihre Seven Summits gemeistert. Wie sehen Sie dieses Phänomen?
Die Seven Summits sind in den letzten Jahren als bergsteigerisches Ziel sehr in Mode gekommen. Die Motive für dieses "Gipfelsammeln" sind vermutlich so unterschiedlich wie die Gipfel selbst. Das finde ich aber absolut legitim! Schließlich ist Bergsteigen ein Freizeitvergnügen - auch wenn für mich persönlich die bloßen Gipfelziele allein zu wenig wären, dafür bin ich doch zu sehr Reisender: Die besondere Anziehungskraft der Seven Summits liegt für mich darin, dass sie sich in sieben völlig verschiedenen Welten und Kulturkreisen befinden und dass sie auch als Bergerlebnisse kaum unterschiedlicher sein könnten.

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Wo sehen Sie die Wurzeln für ihre beiden großen Leidenschaften, das Reisen und die Berge?
Schon als Siebenjähriger habe ich in Atlanten geblättert, wünschte mir zu Weihnachten einen Globus und träumte von der großen, weiten Welt. Als ich dann zwanzig Jahre später erstmals fremde Länder bereiste, bemerkte ich schnell, dass ich mir diese am besten zu Fuß oder mit dem Fahrrad erschließen konnte. So waren mein Unternehmungen von Anfang an mit körperlicher Aktivität verbunden, außerdem habe ich es immer vorgezogen, meine Ziele auf individuelle Weise mit dem Rucksack zu erkunden und nicht im Rahmen organisierter Reisen. Irgendwann war es mir zu wenig, die Welt nur von den Tälern aus zu entdecken und ich habe auch die Bergwelt und die Gipfel in meine Reiseerlebnisse mit einbezogen. Die Lust auf einen Gipfel entstand oft erst während der Reise, im Rahmen einer Trekkingtour. Meist mache ich mich mit dem Rucksack auf den Weg und vertraue, dass ich mir eine Bergausrüstung vor Ort leihen kann.

Sie sind Lehrer, waren lange Zeit im sozialen Dienst und in der Entwicklungshilfe tätig. Hat das Ihre Art zu reisen und zu erleben geprägt?
Natürlich hat mein Lehrerberuf meine Art des Reisens begünstigt. Und meine Mitarbeit an Entwicklungshilfeprojekten begann schon lange vor meinen ersten Fernreisen. Damals habe ich viel über die Probleme und Bräuche fremder Völker erfahren. Dieses Wissen und Verständnis hat mir später auf meinen Reisen den Zugang zu unterschiedlichen Kulturkreisen erleichtert und mir viele Türen geöffnet. Ich wäre gern als Entwicklungshelfer tätig geworden, doch dieser Traum war schnell ausgeträumt. Mit Diabetes hat man keine Chance, von einem Entwicklungsdienst ins Ausland gesandt zu werden. So musste ich mich, bis heute, damit begnügen, verschiedene Projektpartner auf meinen Reisen zu besuchen, Projekte teilweise auszuhandeln und zu dokumentieren.



Weiter zum Interview Teil 2: Interview mit dem Wiener Weltenbummler Geri Winkler

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