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Gut gepackt ist halb gewonnen: Tipps zum Packen des Rucksacks

14. März 2016 | bergleben.de

Wer den Rucksack richtig packt, spart sich auf Tour viel Stress - ©REI

Wer den Rucksack richtig packt, spart sich auf Tour viel Stress

Copyright: REI

Bei einer Bergtour muss man alles Erdenkliche mitnehmen: Schuhe, Kleidung, Waschutensilien und Verpflegung. Um sich unnötiges Ein- und Auspacken zu sparen, bekommt ihr hier eine kleine Anleitung, wie ihr euren Rucksack vor einer Bergtour clever packen könnt.

Chaos im Rucksack?
Nach einer anstrengenden Tour endlich auf der Hütte angekommen, möchte man eigentlich nur noch die verschwitzten Sachen ausziehen, etwas essen und ins Bett gehen. Doch die Schuhe sind unter dem Kletterseil, das frische T-Shirt ins feuchte Handtuch von der Morgentoilette eingewickelt und die Schlafsachen riechen nach den Wandersocken vom Vortag. Mit einem guten Plan beim Packen kann man so ein Fiasko verhindern.

Ordnung ist das halbe Leben
Ordnung ist das A und O beim Rucksack packen. Dazu gehört, die Dinge die man nicht täglich braucht (wie beispielsweise ein Kletterseil), weit nach unten in den Rucksack zu packen. Auch leichte, voluminöse Dinge wie ein dicker Pulli gehören auf den Rucksackboden. Dagegen sollte man Sachen, auf die man im Notfall schnell zugreifen muss (etwa den Regenschutz), ganz oben verstauen.

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Trennen, was nicht zusammen gehört
Weiterhin ist es sinnvoll, verschiedene Gepäckgruppen (z.B. Wäsche, Hygieneartikel, Lebensmittel) in farblich gekennzeichneten, wasserdichten Plastiktüten zu verstauen. So findet ihr die Dinge nicht nur schneller, sondern habt auch die Salami von den alten Wandersocken getrennt.

Schwer und leicht
Manch einer schleppt sich den Berg mit gekrümmtem Rücken hoch, während der andere locker vor sich hin wandert. Und das, obwohl die Rucksäcke gleich viel wiegen. Der Trick ist, das Gewicht sinnvoll zu verteilen. Je schwerer ein Gepäckstück ist, desto näher muss es an den Körper heran (ungefähr auf Schulterhöhe). Je weiter außen die schweren Teile sind, desto mehr ziehen sie den Rucksack nach unten und desto schwerer fühlt er sich an.

Nichts darf wackeln
Wichtig ist auch, dass die schweren Stücke fest sitzen. Können sie hin und her rutschen, bringen sie nämlich den Rucksack zum Schaukeln. Und diese Bewegung muss ständig ausgeglichen werden, was an den Kräften zehrt. Einen stabilen Rucksack bekommt man, wenn das Bodenfach gut und stabil gefüllt ist. Zudem kann man mit Kleidungsstücken die schweren Dinge fixieren. Wichtig: Wenn der Rucksack gepackt ist, nutzt die Komprimierungsriemen, um den Inhalt kompakt zu halten und ein Hin- und Herrutschen zu verhindern.

Außentaschen und Deckeltaschen
Die Deckeltasche ist der ideale Platz, um Dinge zu verstauen, die man häufig benötigt. Hier gehören Wanderkarten, Sonnencreme, Sonnenbrille, Kompass, GPS, Handy oder der Geldbeutel hinein. Außentaschen gehören zwar meistens nicht zum Rucksack, sind aber eine sinnvolle Ergänzung, um Dinge hineinzupacken, die man entweder von den anderen trennen möchte (Socken) oder schnell und oft benötigt (Trinkflasche). Die Außentaschen sollten die Bewegung nicht einschränken. Daher sind sie beim Klettern nicht unbedingt empfehlenswert.

Träger und Gurte
Da man jeden Morgen den Rucksack unterschiedlich packt, muss er auch jeden Morgen neu eingestellt werden. Lockert daher morgens alle Träger und Gurte und zieht erst dann den Rucksack an. Als erstes zieht man dann den Hüftgurt fest, wenn er mittig auf dem Hüftknochen liegt. Zieht dann die Hauptträger und anschließend den Brustgurt fest - aber nicht zu fest, da die Hüfte die Hauptlast tragen sollte. Wenn ihr all das berücksichtigt, werdet ihr mit dem Rucksack kaum Probleme bekommen und könnt euch ganz der Tour widmen.

Autor: Christian Riedel / bergleben.de

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