Am Samstag (2. September) wurde der Filmpreis "Goldene Kurbel" auf dem internationalen Cycling Video Festival in Bochum übergeben.

14 Filme aus fünf Ländern
Am Freitag und Samstag traf sich die internationale Szene des Amateur-Radsport-Videos in der von zahlosen Fahrradenthusiasten überfüllten Goldkante. Es ging schließlich darum, den Stand der Kunst zu demonstrieren und den Preis - die Goldene Kurbel - abzuräumen. Und so standen auf dem anspruchsvollen Festival-Programm insgesamt 14 Kurzfilme aus fünf verschiedenen Ländern.

Vom Unglück einer sich öffnenden Tür
Samstag, 22:30 Uhr, war es dann so weit: Laudator Frank Hoerner, Leiter des Theater Kohlenpott, schritt zur feierlichen Verleihung der "Goldenen Kurbel". Der Preisträger heißt "doored in downtown" und ist ein waschechter Fahrradfilm. Dort radeln ein Mann und eine Frau singend durch Stuttgart. Dabei erzählt ihr Lied die Geschichte eines "dooring", dem Unglück einer sich öffnenden Autotür im Weg von Radfahrern. Die bitter-komische österreichisch/deutsche Co-Produktion von Sylvia Winkler und Stephan Köperl ist originell und bleibt im Gedächtnis - nicht zuletzt, da das radelnde Paar nach der Melodie von "Mendocino" singt, Michael Holms berühmten Ohrwurm von 1969.

Platz zwei nach Bochum, Platz drei nach Schottland
Platz zwei des Festivals ging an den knackigen Drei-Minuten-Film "Big Bang in Bayern", gedreht vom Bochumer Fahrrad- und Filmteam "Sinnesrekorder": Zwei Mountainbike-Piloten rasen mit einem selbstgeschweißten Seitenwagen-MTB die bayrischen Hänge hinunter. "accomplish", ein halsbrecherischer Film über die BMX-Künste im schottischen Edinburgh, gewann Platz drei. Das letzte Wort des Festivals hatten schließlich die Zuschauer: Den Publikumspreis des Festivals gewann der Streifen "Alles bon", eine einfallsreiche Komödie über das Team Hollandse Frietjes, gedreht vom Autorenteam Andre Grunert/Peter Ittermann.


"Nächstes Jahr geht es weiter"
Mit dem Internationalen Festival des Radsport-Videos ist es dem Team Hollandse Frietjes gelungen, eine viel versprechende Veranstaltung im Radsport zu platzieren. "Nächstes Jahr geht es weiter", so Gernot Mühge, der Leiter des Festivals: "Und soviel ist sicher: Programm und Publikum werden an Internationalität um einiges zulegen". Die ersten Filme sind schon eingetroffen - man darf also gespannt sein.

Infos, Programm, Filmliste:
www.cyclingfilms.de