Die zehn schönsten Höhenwege durch die Alpen: Bärentrek

24. April 2013 | Iris Kürschner

Die zehn schönsten Höhenwege Wandern Höhenwandern Trekking - ©Iris Kürschner/powerpress

Der schöne Oeschinensee am Bärentrek

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Kaum ein Weitwanderweg in der Schweiz stillt die Sehnsucht nach einer großen Tour so eindrucksvoll wie der Bärentrek. Auf 130 Kilometern zieht er von Ost nach West quer durch die gewaltige Bergwelt des Berner Oberlandes, immer an der Grenze von grünen Almen zu mächtigen Viertausendern, darunter Mönch, Jungfrau und der berüchtigte Fastviertausender Eiger.

Hautnah führt die Strecke an Gletschern und monumentalem Urgestein entlang, überwindet acht Pässe und führt in zehn ganz unterschiedliche Täler. Wasserfälle, Seen, und dramatische Schluchten liegen am Weg, aber auch hübsche Dörfer und Hotels, die ihren Charme aus der Anfängen des Tourismus in die Gegenwart gerettet haben. Der Höhepunkt ist im wahrsten Sinne das Höhtürli auf 2778 Metern. Im Banne der eisgepanzerten Blüemlisalp wandert man von dort hinunter zum Oeschinensee, einem der schönsten Schweizer Bergseen. Obwohl man sich tief in den Bergen bewegt, lässt sich täglich aus der Tour auszusteigen. Die meisten wandern sie in acht Etappen, man kann sich aber auch kürzere Etappen zurechtlegen und wird abends dennoch eine urige Hütte oder ein gemütliches Berghotel finden.

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Wer will, überlässt schweres Gepäck einem Transport-Service und geht die gesamte Tour von Meiringen im Haslital bis Gsteig im Saanenland mit einem Tagesrucksack. Doch gleich, in wie viel Etappen und mit wie viel Gepäck: Am Ende versteht jeder, warum schon große Geister wie Goethe oder Rousseau von den Berner Alpen schwärmten.

Ausgangspunkt: Meiringen, 595 m, beste Bahnverbindungen. Fahrpläne: www.sbb.ch.
Endpunkt: Gsteig, 1184 m. Busverbindung zum Bahnhof von Gstaad (Fahrpläne: www.post.ch).

Anforderungen: Abgesehen von wenigen Teerpassagen verläuft die Tour auf gut ausgebauten Wanderwegen, Bergpfaden und alpinen Steigen. Wegen der teilweise recht hohen Pässe ist der Bärentrek eine ausgesprochene Hochsommertour. Auch Anfang Juli können noch lokale Schneefelder vorkommen. Schlüsselstellen sind die Sefinenfurgge und das Hohtürli mit ein paar exponierten Passagen, die jedoch mit Drahtseil gesichert sind. Hier sind Trittsicherheit und Schwindelfreiheit Voraussetzung. Durch die zahlreichen Unterkünfte und die gute Anbindung ans öffentliche Verkehrsnetz kann die Tour jederzeit abgebrochen werden.

Route:
1.Tag: Meiringen - Rosenlaui 3 Std.
2.Tag: Rosenlaui - Alpiglen 6.45 Std.
3.Tag: Alpiglen - Gimmelwald 7 Std.
4.Tag: Gimmelwald - Berghaus Golderli 7 Std.
5.Tag: Bergaus Golderli - Oeschinensee 7 Std.
6.Tag: Oeschinensee - Engstligenalp 6.10 Std.
7.Tag: Engstligenalp - Iffigenalp 6.30 Std.
8.Tag: Iffigenalp - Gsteig 7.15 Std.
Höhenunterschied: 8970 m im Aufstieg, 9080 m im Abstieg.

Information: Touristinformation Meiringen, Tel. +41 33 972 50 50, www.haslital.ch. Jungfrau Region Marketing AG, Tel. +41 33 854 12 40, www.myjungfrau.ch. Tourismusbüro Kandersteg, Tel. +41 33 675 80 80, www.kandersteg.ch. Tourismusbüro Adelboden, Tel. +41 33 673 80 80, www.adelboden.ch. Tourismusbüro Lenk, Tel. +41 33 733 31 31, www.lenk.ch. Gstaad-Saanenland Tourismus, Tel. +41 33 748 81 81, www.gstaad.ch.
Karten: Swisstopo 1:50 000, Blatt 255 T „Sustenpass“, Blatt 254 T „Interlaken“, Blatt 264 T „Jungfrau“, Blatt 263 T „Wildstrubel“; www.swisstopo.ch
Buchtipp: Bärentrek, Iris Kürschner, Conrad Stein Verlag.

Tourenplanung mit Übernachtungsorganisation: Reiseanbieter Alpavia.



Unterkünfte
In den Talorten und auch zwischendrin gibt es hinreichende Auswahl an Unterkünften. Die Hütten sind in der Regel von Mai/Juni bis Ende Sept./Anfang Okt. geöffnet.
1. Hotel Rosenlaui, 1328 m, privat, Tel. +41 33 971 29 12, www.rosenlaui.ch.
2. Berghaus Alpiglen, 1616 m, privat, Tel.+41 33 853 11 30, www.alpiglen.ch.
3. Gimmelwald: Hotel Mittaghorn, 1419 m, privat, Tel. +41 33 855 16 58, www.gimmelwald.ch. Pension Gimmelwald, 1368 m, privat, Tel. +41 33 855 17 30, www.pensiongimmelwald.com. Esthers Guesthouse, privat, Tel. +41 33 855 54 88, www.esthersguesthouse.ch
4. Berggasthaus Golderli, 1440 m, privat, Tel. +41 33 676 21 92, www.golderli.ch
5. Berghotel Oeschinensee, 1593 m, privat, Tel. +41 33 675 11 19, www.oeschinensee.ch; Berghaus am Oeschinensee, 1593 m, privat, Tel. +41 33 675 11 66.
6. Berghotel Engstligenalp, 1952 m, privat, Tel. +41 33 673 22 91; Berghaus Bärtschi, 1935 m, privat, 55 Schlafplätze, Tel. +41 33 673 13 73, www.engstligenalp.ch.
7. Berggasthaus Iffigenalp, 1584 m, privat, Tel. +41 33 733 31 20, www.iffigenalp.ch.
8. Gsteig: Gasthaus Bären, 1184 m, privat, Tel. +41 33 755 10 33, www.baerengsteig.ch.

Gipfel
Bütlasse, 3192 m: Kann auf der 4. Etappe bestiegen werden, falls man die Variante von der Sefinenfurgge zur Gspaltenhornhütte gewählt hat. Von der Sefinenfurgge 2 Std. Aufstieg, 1.30 Std. Abstieg zur Gspaltenhornhütte. Alpine Route, steinschlaggefährdetes Couloir in den Felsen der Vorderi Bütlasse, meist Schnee am Gipfel, eventuell Pickel und Steigeisen nötig.

Bunderspitz, 2546 m: Leichter Aussichtsgipfel, Abstecher auf der 6. Etappe, insgesamt 0.45 Std.

Ammertenspitz, 2613 m: Lohnender Abstecher auf der 7. Etappe, insgesamt 0.45 Std.

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