Es ist kein Geheimnis, Wanderer, Biker und Trailrunner lieben das Kleinwalsertal im Sommer. Doch die Bergwelt verändert sich ständig und so ist Sommer nicht einfach Sommer. Mit dem fließenden Wechsel der Jahreszeiten entwickelt auch jede Tour einen besonderen Reiz. Nicht der Höhenmeter ist das Maß der Dinge. Vielmehr sind es die blühenden Bergwiesen, eine herzhafte Brotzeit in der sommerlichen Abendsonne, Begegnungen mit Gämsen und Steinböcken oder das Farbenspiel eines Sonnenaufgangs, die jeder Aktivität mehr Intensität verleihen.

Im Kleinwalsertal kann jeder scheinbar einfache Momente genießen, die das Herz höherschlagen lassen. Es braucht dafür keine Höchstleistungen. Die einzige Voraussetzung ist, dass man sich mit offenen Augen und Ohren auf den Weg macht. Die wichtigste Zutat? Das ist die sich sanft erhebende Landschaft des weit geschnittenen Hochgebirgstals und seinen Seitentälern.

 

Frühlingsgefühle


Wenn in den höheren Lagen und auf den Gipfeln noch Schnee liegt, dann wartet eine Reihe kleinerer Wanderungen mit großem Erlebnisfaktor. Die Kraft der Elemente ist jetzt vor allem entlang der Bäche spürbar, wenn die Schneeschmelze den Wasserpegel steigen lässt. Ein eindrucksvolles Naturschauspiel ist in dieser Zeit der Schwarzwasserbach. Wandert man von der Auenhütte aus bachaufwärts, staunt man nicht schlecht, wenn sich die Ebene der Melköde in eine Seenlandschaft verwandelt und hinter der Alphütte ein tosender Wasserfall ins Tal donnert. Folgt man dem Bach Tal auswärts, gelangt man zu weiteren Wasserfällen, zur Naturbrücke und den Kessellöchern. Sie sind das Ergebnis des jahrtausendelangen Wechselspiels von Wasser und Gestein. In den Strudellöchern sammeln sich die Wassermassen, sprudelnden vor sich hin und erfrischen die Gemüter der Betrachter.

 

Frühlingshaftes aus dem Kleinwalsertal Erlebnis‐Webshop


Für Familien, die auf Tuchfühlung mit den Elementen gehen möchten, stand vom 18. bis 21. Mai 2018 das Marmot Family Camp auf dem Programm. Geschlafen wurde in Outdoor‐Zelten von Marmot und tagsüber warteten eine große Auswahl an Outdoor‐Erlebnissen für die ganze Familie. Die Energie des Frühlings für einen Neuanfang nutzen? Unbedingt, denn vom 15. bis 17. Juni 2018 bieten die Walser Bike Tours Camps für Beginner und Wiedereinsteiger mit Mountainbike und E‐Bike.

 

Sommerliebe


Spätestens wenn ein pinkfarbenes Blütenmeer die Bergwiesen bedeckt, ist der Sommer da. Die Alpenrose liebt die Böden in den Walser Bergen und von ca. Mitte Juni bis Mitte Juli steht sie in voller Blüte. Die Natur beweist einmal mehr, dass sie auch an Orten mit widrigen Klimabedingungen ein Händchen für Schönheit hat. So wie die Alpenrose haben sich zahlreiche Pflanzen auf die alpinen Verhältnisse eingestellt und bis in die höchsten Lagen findet man eine sagenhafte Pflanzenvielfalt.

Der Sommer ist auch die Zeit der Frühaufsteher und für Hütten‐ und Hochtouren. Die Sonne schaut jetzt früh hinter der Kanzelwand hervor und zieht einen hohen Bogen über das Tal. In den Morgenstunden genießt man die kühle Luft für den Aufstieg und am Nachmittag lässt man die Füße in einem der erfrischenden Bergbäche baumeln.

 

Sommerliche Erlebnis‐Tipps


Für jeden, der mit allen Sinnen in den alpinen Lebensraum eintauchen und mehr darüber erfahren möchte, gibt es im Kleinwalsertal Erlebnis‐Webshop eine Reihe von Touren ‐ sowohl für frühe Vögel als auch Langschläfer:vMauerblümchen sind bei der kleinen Walser Naturwanderung Fehlanzeige. Auf der ca. dreistündigen Tour lernt man die charismatischen Naturschönheiten des Kleinwalsertales persönlich kennen. Start ist jeden Dienstag um 14:00 Uhr.


Wem beim Anblick des Widdersteins, dem höchsten Berg des Tals, das Herz aufgeht, der wird sich in diese Tour mit aller Wahrscheinlichkeit verlieben. Für die anspruchsvolle Bergtour rund um den Widderstein muss man gute Kondition und Trittsicherheit mitbringen. Start ist jeden Donnerstag um 9:00 Uhr.

Alle geführten Wanderungen finden von Mitte Mai bis Ende Oktober statt, mehr Information und Buchung im Kleinwalsertal Erlebnis‐Webshop.

 

Herbstgold

 

Die Wandersaison erlebt nochmal einen zweiten Frühling. Die intensive Farbenpracht der Bäume, das warme Licht und die klare Luft schaffen eine eindrucksvolle Stimmung. Die Sonne lässt sich jetzt erst später blicken und ihr tiefer werdender Stand wirft lange Schatten.

Ein Geschenk, das man sich unbedingt einmal machen sollte, ist zum Sonnenaufgang zu wandern. Wenn die Tage kürzer werden, muss man auch nicht mehr ganz so früh aufstehen. Einer der beliebtesten Berge, um den neuen Morgen zu begrüßen, ist der Ifen. Im Westen des Tals gelegen, hat man von seinem Gipfel aus den perfekten Panoramablick, wenn die Sonne hinter der gegenüberliegenden Bergkette aufgeht. Wer es etwas gemütlicher mag, für den gibt es auf das
Walmendingerhorn Sonnenaufgangsfahrten.

Ist man dagegen in den Nachmittagsstunden Richtung Dämmerung unterwegs, tönt aus den Wäldern ein durchdringendes Geräusch. Die Flirt‐ und Annäherungsversuche der Hirsche in der Brunftzeit sind nicht zu überhören. Ein wachsames Auge hat gute Chancen, Gämsen, Steinböcke oder andere Bergbewohner zu entdecken. Auch sie genießen jetzt nochmal die Sonnenstunden und stärken sich auf den Bergwiesen für den langen Winter.

 

Herbstliches Schmankerl

 

Jetzt wird Alpabtrieb und Viehscheid gefeiert und die Ernte eingebracht. Was alles direkt von der Wiese und aus den Wäldern auf den Teller kommt, zeigt Herbert Edlinger bei einer Genusswanderung. Der gelernte Koch und Veredler heimischer Produkte hat die Picknick‐Decke dabei und es gibt jede Menge Köstlichkeiten zum Probieren. Jeden Donnerstag um 9:30 Uhr.

Aber erst die richtigen Kräuter und Gewürze verleihen dem Essen das gewisse Etwas. Daher empfiehlt sich ein Spaziergang mit Christine Keck durch ihren Kräutergarten, gelegen in der reizvollen Umgebung des Hochmoors am Hörnlepass. Außerdem wird man staunen, was für Naturschätze oft unbemerkt am Wegesrand wachsen. In ca. zwei Stunden erfährt man viel Wissenswertes über die Wirkung, Anwendung und Verarbeitung der Pflanzen zu Salzen, Ölen, Tinkturen und Gewürzen.
Jeden Freitag um 14:00 Uhr.

Weitere Informationen unter www.kleinwalsertal.com